Handball Oberliga Männer

Der dritte Streich bleibt aus

Die SG Achim/Baden kassiert gegen Ligaprimus TV Cloppenburg eine deutliche Pleite. Coach Tobias Naumann weiß die Niederlage aber einzuschätzen.
09.02.2020, 18:38
Lesedauer: 2 Min
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Der dritte Streich bleibt aus
Von Patrick Hilmes

Den Tabellenvierten geschlagen, den Tabellenzweiten geschlagen. Favoriten haben der SG Achim/Baden, die ihrerseits um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Nordsee der Männer kämpft, zuletzt bestens gelegen. Doch nach Siegen gegen Schwanewede/Neuenkirchen und Habenhausen folgte nun nicht der dritte Streich in Serie. Achim/Baden trat beim Ligaprimus TV Cloppenburg an und kassierte eine deutliche Pleite – 21:33 (12:18).

Bereits im Vorfeld hatte SG-Coach Tobias Naumann betont, dass seine Mannschaft trotz der neuerlichen Erfolge gegen die Top-Teams als klarer Außenseiter in die Partie gehen würde. Doch die beiden Triumphe hatten auch für Selbstbewusstsein gesorgt, entsprechend betitelte Naumann seine Truppe auch als nicht chancenlos.

Und in den ersten Minuten sah es danach aus, als ob der dritte Streich möglich wäre. Kevin Podien war der erste Torschütze des Tages und die Gäste aus Achim führten in Minute fünf mit 4:2 sowie in Minute acht mit 5:3. Doch anschließend sanken die Chancen einer erneuten Überraschung nach und nach. Cloppenburg übernahm die Kontrolle und setzte sich schnell über 11:7 (17.) bis zur Pause auf 18:12 ab. Das zu erklären, fiel Tobias Naumann nicht schwer. „Mit zunehmender Spieldauer haben wir beim Abschluss die falschen Entscheidungen getroffen oder waren nicht konsequent genug. Dadurch haben wir die Cloppenburger zu Gegenstößen eingeladen und wir mussten sie ziehen lassen.“

Auch in Halbzeit zwei setzte keine Besserung ein, Cloppenburg bestrafte die Fehler der Spielgemeinschaft gnadenlos und fuhr letztendlich einen ungefährdeten Heimsieg ein. Der dritte Achimer Streich gelang somit nicht und war auch nicht im Bereich des Möglichen. Die Gründe dafür sind von einfacher Natur, wie Tobias Naumann erklärt: „Cloppenburg spielt überragend, sie haben ihr Potenzial abgerufen. Das ist uns nicht gelungen. Wir waren in der Abwehr nicht bissig genug und unsere Angriffsqualität war nicht die der letzten Wochen. Das sieht man auch an unserer Siebenmeter-Quote.“ Lediglich drei von sieben Siebenmetern verwandelte die SG.

Verzweiflung machte sich beim Coach aber nicht breit, er wusste die Niederlage einzuschätzen und blickte bereits voraus. „Das war im Kollektiv ein schwächeres Spiel. Aber gegen den Tabellenführer ist das zu verkraften, das ist kein Rückschlag. Gegen Rotenburg, gegen die wir nächste Woche spielen, wäre eine solche Leistung viel schwieriger zu verkraften.“

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