Fußball Landesliga

Der FC Verden 04 bleibt wieder ohne Punkte

Der FC Verden 04 unterliegt in einem von viel Hektik geprägten Spiel dem MTV Treubund Lüneburg und hat nun fünf Punkte Abstand auf die Nichtabstiegsplätze.
31.03.2019, 19:42
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Der FC Verden 04 bleibt wieder ohne Punkte
Von Patrick Hilmes
Der FC Verden 04 bleibt wieder ohne Punkte

Frederik Bormann (blaues Trikot, Mitte) und der FCV wehrten sich nach Kräften, entwickelten vorne aber zu wenig Druck.

Björn Hake

Verden. Was darf einer Mannschaft nicht passieren, die bereits verunsichert ist und im Abstiegskampf steckt? Richtig, ein frühes Gegentor kassieren. Doch genau das ist dem FC Verden 04 in der Heimpartie der Fußball-Landesliga Lüneburg gegen den MTV Treubund Lüneburg passiert. Am Ende mussten die Domstädter eine 1:2 (0:1)-Niederlage einstecken und sparen sich am besten vorerst den Blick auf die Tabelle. Denn nachdem Bornreihe und Uelzen beide dreifach gepunktet haben, ist der Abstand auf die Nichtabstiegsränge auf fünf Zähler angewachsen.

Verdens Coach Sascha Lindhorst wusste ziemlich genau, was für ein Gegner da auf ihn und seine Mannen zukommen würde. So stellte er Defensivakteur Frederik Bormann auf die Außenbahn, um dem offensiven Außenverteidiger der Lüneburger entgegenzuwirken. Dennoch fiel über diese Seite bereits in der zweiten Minute das 0:1. Die Viererkette war nicht auf einer Höhe und so kam es, dass der für den verletzten Steen Burford (Fersenverletzung) in die Startelf gerückte Winterzugang Dino Delic nur noch die Fersen seines Gegenspielers sah – 0:1 durch Marcel Witthöft. „Das war sein erstes Spiel, da mache ich ihm keinen Vorwurf, da stimmte die Ordnung nicht“, nahm Lindhorst Delic in Schutz.

Aber dennoch: Das war ein denkbar schlechter Start, der für noch mehr Verunsicherung bei den eh schon verunsicherten Verdenern sorgte. Erst nach und nach fand der Gastgeber in die Partie, aber nie gänzlich in Hälfte eins. Der Tabellendritte aus Lüneburg kontrollierte die Partie geschickt, ließ aber ebenfalls in der Offensive die nötige Konsequenz und Präzision vermissen. Ein ums andere Mal machte Verden dem MTV Geschenke, der sie aber direkt zurückgab.

Erste gefährliche Situation vor dem Lüneburger Gehäuse war ein Freistoß von Nick Zander (24.). Der Aufsetzer bereitete dem Treubund-Keeper Probleme, doch mehr als eine Ecke sprang nicht heraus. Diese mündete in die beste Gelegenheit für den FCV. Mirco Temp stieg am höchsten, scheiterte aber am Innenpfosten. „Kann man nicht einmal das Glück auf seiner Seite haben“, richtete Lindhorst seine Frage gen Himmel. Die Stimmung auf dem Feld und an der Seite war schnell eine gereizte. Erster großer Aufreger: eine eingesprungene Grätsche von Verdens Nick Zander (37.). Die Lüneburger Bank stand komplett wild gestikulierend auf dem Platz und forderte eine Karte. Es sollte nicht die einzige Szene dieser Art bleiben. Jedes kleinste Foul wurde durch Theatralik begleitet, auf dem Feld wie auch abseits. „Ich glaube, das ist Teil des Plans von Lüneburg. Die Bank macht das bewusst. Ich glaube aber auch, dass das teils kontraproduktiv ist. Wir haben dann mehr Chancen bekommen und sie haben nicht mehr so klar gespielt. Wir haben versucht, ruhig zu bleiben, bei den Schiedsrichterentscheidungen war das aber nicht immer ganz einfach“, betonte Lindhorst.

Bereits beim 0:1 pochte der FCV vergeblich auf Abseits. Noch mehr roch es danach beim 0:2 in der 62. Minute. Lüneburgs Julian Niebuhr war auf außen frei durch und legte quer auf Witthöft, der nur noch einschieben musste. Alle Hände der Verdener Defensivspieler schnellten hoch und reklamierten. Doch weder das, noch die große Aufregung am Seitenrand änderten natürlich etwas an der Entscheidung. Fortan konzentrierte sich der MTV vermehrt auf das Spiel gegen den Ball und der FCV mühte sich vergeblich. Thomas Celik, für ihn kam der 60. Minute Jonas Austermann, stand dafür sinnbildlich. Der Winterzugang vom TB Uphusen hatte keine Bindung zum Spiel. Die Verdener bespielten die Zwischenräume zu wenig, denn dort gewann der MTV schlussendlich die Partie. „Da fehlt es irgendwie noch, dass wir dort die Bälle reinspielen und auch halten“, erkannte Lindhorst die Schwachstelle.

Zudem wählte der FCV die falschen Mittel im Spiel nach vorne. Oftmals wurde der Ball lang und hoch auf Nick Zander geschlagen, der nicht gerade als hochgewachsen beschrieben werden kann. „Das war gegen unseren Plan. Eigentlich wollten wir sie unten rum bespielen. Das muss ich auch bemängeln“, kritisierte Lindhorst. Einzig ein Lattentreffer von Zander per Freistoß konnte als gute Chance Verdens in Hälfte zwei notiert werden. Das 1:2 von Patrick Zimmermann per Elfmeter nach Foul an Bormann kam zu spät (90.).

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+