Zwischen Osterdeko und Versuchungen aus Schokolade: Werk-Kunst-Markt macht Lust auf Frühling

Der Lenz ist da

Verden. Die ersten warmen Sonnenstrahlen am letzten Märzwochenende kündigten ihn schon an: den Frühling. Doch nicht nur draußen herrschte frühlinghaftes Treiben.
27.03.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ivonne Wüsthoff
Der Lenz ist da

Spieglein, Spieglein in der Hand: Marianne Norden (rechts) lässt sich am Stand von Sylvia Geißler beraten.

Björn Hake

Verden. Die ersten warmen Sonnenstrahlen am letzten Märzwochenende kündigten ihn schon an: den Frühling. Doch nicht nur draußen herrschte frühlinghaftes Treiben. Auch im historischen Verdener Rathaus stand der erste Werk-Kunst-Markt des Jahres ganz im Zeichen des Lenz.

Kaum hatten sie das Gebäude betreten, strömten den Besuchern auch schon die wohlriechendsten Düfte entgegen. Die Quelle des schokoladigen Duftes befand sich gleich am Eingang – der Stand des jungen Konditormeisters Nick van Heyningen. Direkt aus seiner kleinen Manufaktur in Bremen hatte er eine Auswahl an schokoladigen Köstlichkeiten mitgebracht. Neben Klassikern wie Edel-Marzipan-Pralinen, Sahne-Nougat oder Espresso bot er auch Kompositionen aus Kokos und Chili oder Honig-Sesam an. Nach fünf Jahren auf dem Werk-Kunst-Markt kennt van Heyningen den Geschmack der Verdener in Sachen Pralinen mittlerweile schon ganz gut: „In Verden und Kirchlinteln sind die Baileys-Pralinen sehr beliebt.“ In Bremen dagegen eher Pralinen mit Espresso-Füllung. Die Besucher des Werk-Kunst-Marktes fühlten sich jedenfalls magisch von seinen schokoladigen Kreationen angezogen: „Die Pralinen schmecken einfach fantastisch. Sie passen irgendwie zum Frühling“, schwärmte Frauke Meyer. Dass die grüne Jahreszeit auch langsam bei ihr Einzug hält, zeigte sich am gebundenen Osterkranz und den Ostereiern – allesamt Mitbringsel vom Markt.

Einige Meter weiter drapierte dagegen die 16-jährige Jasmin, Mitglied der Schülerfirma der Störtebeker-Schule, Marmeladengläser auf dem Tisch. Die Etiketten ließen fruchtige Sorten wie Kirsche-Marzipan, Orange-Vanille, Heidelbeer-Krokant oder Mango-Kiwi-Vanille erkennen. „Alle Marmeladen sind selbst gemacht – vom Kochen bis zum Abfüllen“, versicherte die Schülerin den interessierten Marktbesuchern. Die Töpfer-Abteilung hatte vor allem Ketten und Wickelarmbänder mit Tonanhängern und österliche Mobiles gefertigt. Und das Angebot der Wood-Art-Abteilung reichte von Bücherstützen bis zu magnetischen Stiftehaltern und Insektenhotels. „Die Werke der Schüler können durchaus mit so manchen Kunsthandwerker-Arbeiten mithalten“, fand Lehrerin Petra Laue. Seit 2005 ist die Schülerfirma regelmäßig auf dem Werk-Kunst-Markt im Verdener Rathaus zu Gast. Viele Besucher drängten sich um die Tische, begutachteten und lobten die Arbeiten der Zehntklässler.

Aber auch viele andere Dinge hatte die Frühlingsausgabe des Werk-Kunst-Marktes zu bieten. Von Holzarbeiten über Kerzen, Schmuck aus Papier und Metall, Keramik bis hin zu Kleidung und Accessoires. Und natürlich die Osterdeko, wie die mit Kratz-Technik verzierten Zwerghuhn-, Gänse-, oder Enteneier von Traute Klinzmann oder die Naturfloristik von Christina Mohwinkel.

Schon von Weitem konnten die Besucher die frühlingshafte Mischung aus Lavendel, Zimt, Patschuli und anderen blumigen Düften riechen. Besonders die weiblichen Gäste folgten diesem Geruch und landeten schließlich am Stand von Astrid Grabe-Meyer (Otersen) und ihren Naturseifen. Die Rezepte für ihre Seifen, Shampoos, Peelings und andere Produkte entwickele sie selbst, verriet die Heilpraktikerin und Phytotherapeutin.

In unmittelbarer Nähe hatte auch die Organisatorin des Werk-Kunst-Marktes im historischen Verdener Rathaus, Hannelore Schnitter, ihren Stand. Dort bot sie auch ihre selbst gedrehte Gefäßkeramik an. Seit 8 Uhr morgens sei sie schon im Rathaus: „Freitag haben wir hier von 3 bis acht 8 Uhr alles aufgebaut und vorbereitet.“ Mit dem Verlauf der Ausstellung war sie jedenfalls zufrieden. Es seien viele Besucher da gewesen und auch die Produkte der Kunsthandwerker seien bei den Besuchern gut angekommen.

Fazit: Zufriedene Aussteller und glückliche Marktbesucher, die sich mit ihren Errungenschaften so langsam auf den Frühling und das bevorstehende Osterfest einstimmen.

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