Werk-Kunst-Ausstellung

Der Standplan steht

Fast 30 Aussteller zeigen im Verdener Rathaus ihre Produkte. Diesmal findet die Werk-Kunst-Ausstellung parallel zum Tag der offenen Tür im Rathaus statt.
24.03.2019, 17:04
Lesedauer: 3 Min
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Von Marie Lührs
Der Standplan steht

Wenn es nach Jeanette Hammer-Coels, Sabine Herter-Moch, Bärbel Hesse, Renate Bertram und Hannelore Schnitter geht, kann es losgehen.

Björn Hake

Zweimal im Jahr zieht die Werk-Kunst-Ausstellung Anhänger von Kunsthandwerk aus Norddeutschland in das Verdener Rathaus. Am kommenden Wochenende, 30. und 31. März, ist es wieder so weit. Fast 30 Aussteller aus verschiedenen Gewerken präsentieren dann ihr Angebot. Doch auch wenn die Veranstalter in weiten Zügen ihrem Erfolgsrezept treu bleiben, gibt es ein paar kleine Änderungen.

Seit zehn Jahren öffnet die Werk-Kunst-Ausstellung im historischen Rathaus ihre Türen. Jeweils einmal im Frühling, kurz vor Ostern, und ein weiteres Mal in der Vorweihnachtszeit lädt sie zum Stöbern und Entdecken ein. Hinter der Aktion steckt ein fünfköpfiges Frauengespann, das nahezu ganzjährig mit der Planung befasst ist.

Wenn sich zu Jahresanfang die Kunsthandwerker ihre Kalender bestücken, beginnen auch die Verdener Organisatorinnen mit ihrer Planung. Ihr Anspruch ist es, jedes Mal eine Mischung aus altbewährten Ständen und neuen Gesichtern zusammenzustellen. Daher sind viele Künstler auch nur ein paar Mal vertreten, ehe ein neuer an ihre Stelle tritt. „Wir versuchen immer neue Impulse zu setzen“, erklärt Renate Bertram. Doch einer ist unersetzlich, sind sich die Damen einig: Auf Nick van Heyningen, der die Besucher der Ausstellung regelmäßig mit handgefertigten Pralinen beglückt, können sie nicht so leicht verzichten.

Pralinen sind unverzichtbar

Tatsächlich ist der Bremer Konditor der einzige seiner Art im Verdener Rathaus. Neben seinen süßen Sünden gibt es dort unter anderem Textilien, Gläser und Keramik, Schmuck, Holzprodukte und Floristik. Inzwischen verfügt das Fünfer-Gespann über einen reichen Fundus an potenziellen Ausstellern. Immer wieder bewerben sich neue für einen Platz im Rathaus. Oder aber sie werden auf anderen Veranstaltungen direkt von einer der Organisatorinnen angesprochen. Denn drei von ihnen sind auch kreativ unterwegs: Renate Bertram, Bärbel Hesse und Hannelore Schnitter sind ebenfalls Kunsthandwerker und nutzen die Veranstaltung, um auch ihre eigenen Waren aus Textil, Filz und Keramik feilzubieten.

Jeanette Hammer-Coels übernimmt zum Ausgleich nicht nur ihren Anteil an der Planung, sondern ist auch vor Ort unterwegs, um bei etwaigen Problemen anzupacken und das Geschehen im Blick zu behalten. Seit neustem hat sie in Sabine Herter-Moch tatkräftige Unterstützung gefunden. „Früher war ich noch als Besucherin hier“, erzählt die Neue in der Runde. Seit November sieht sie auch, wie die Arbeit hinter den Kulissen aussieht.

Jeder Aussteller muss sich zuvor mit einem Standfoto bewerben. Das dient den Organisatorinnen nicht nur als Auswahlkriterium, sondern hilft ihnen dabei, die einzelnen Stände auf die Rathausräume zu verteilen. Schließlich soll ein jeder seine Waren im besten Licht präsentieren können. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: „Glas darf natürlich nicht in einer dunklen Ecke stehen“, erklärt Hannelore Schnitter die Fallstricke bei der Planung. Außerdem soll sich nicht ein Stand mit Textilien an den nächsten reihen. Jedes Mal sind die etwas anders angeordnet, so bietet die Ausstellung für die Augen der Besucher stets neue Eindrücke.

Lob an die Rathausmitarbeiter

„Wir sind Freitag schon da“, erklärt Hammer-Coels. Dann wird vor Ort noch einmal alles kontrolliert und dem Aufbau steht nichts mehr im Weg. Dass die Ausstellung in solch schönen Räumen gastieren darf, freut die Damen sehr. „Das ist schon etwas Besonderes.“ Besonders sei euch das Engagement der Rathausmitarbeiter. Nicht zuletzt der Hausmeister zeige auf die letzte Sekunde nochmal Einsatz, wenn es irgendwo hakt. Unterstützung gibt es auch vom Schützenverein Südkampen, der das Café bestückt. Da diesmal die Ausstellung mit dem Tag der offenen Tür im Rathaus zusammenfällt, fällt eine Tradition weg: der obligatorische Euro für den Eintritt.

Am Sonntagabend, wenn alles abgebaut ist und das Rathaus wieder aussieht, als wäre nichts gewesen, wird das Aufatmen groß sein. Doch viel Zeit zum Ausruhen haben die Organisatorinnen nicht, denn nach der Werk-Kunst-Ausstellung ist vor der Werk-Kunst-Ausstellung. Trotzdem sind sie sich einig: „Es ist einfach ein sehr schönes Hobby.“

Die Ausstellung ist am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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