Volleyball 2. Bundesliga Der TV Baden kommt seinem großen Ziel immer näher

Fünf Sätze beim Moerser SC zu spielen, das kennt der TV Baden noch aus der Vorsaison. Und erneut waren es die Gäste von der Weser, die den Matchball verwandelten.
26.01.2020, 15:18
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Der TV Baden kommt seinem großen Ziel immer näher
Von Florian Cordes

Moers. Erschöpft sind meist die Spieler, wenn eine Begegnung beendet ist. Hin und wieder sind es die Trainer ebenfalls. So erging es am Sonnabend Werner Kernebeck. „Ich bin schon ziemlich platt. Das war richtig anstrengend“, sagte der Coach des Volleyball-Zweitligisten TV Baden. Kernebeck sprach damit das Auswärtsspiel beim Moerser SC an. Wie in der Vorsaison gewann der TVB bei dem Traditionsklub im Tiebreak. Als der Matchball verwandelt war, fiel einiges von Kernebeck ab. Denn der Weg zum 3:2 (25:23, 23:25, 25:21, 22:25, 15:13)-Erfolg war geprägt von Höhen sowie einigen Tiefen und daher für den Coach so anstrengend.

„Um solche Spiele zu gewinnen, müssen wir in den richtigen Momenten die Lösungen finden – das ist uns gelungen“, sagte ein überglücklicher Kernebeck, der mit seinem Team dem großen Ziel – der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga – einen weiteren Schritt nähergekommen ist. Die Badener haben nun 25 Punkte auf dem Konto. Am Ende der vergangenen Saison hatte der TVB einen Zähler weniger eingesammelt. Wobei in dieser Spielzeit auch ein Team mehr in der 2. Liga antritt.

Bringen die Badener in den kommenden Wochen weiterhin solche Leistungen wie in Moers, dürften sie sich das Startrecht für eine dritte Saison im Unterhaus sichern. Wichtig sei vor allem gewesen, dass sein Team am Sonnabend den ersten Satz gewonnen hat, meinte Kernebeck: „Es war unser Ziel, möglichst schnell einen Satz zu gewinnen, um Moers nicht in den Fluss kommen zu lassen.“

In Durchgang zwei waren die Gäste aber nicht mehr in der Lage, den Gegner entscheidend in Bredouille zu bringen. Das lag aber nicht nur an den Stärken des Tabellendritten aus Nordrhein-Westfalen. „Wir haben die Dinge nicht mehr so gut gelöst und haben zu viele Eigenfehler produziert“, monierte Kernebeck. „Daher kam die Zehn-Minuten-Pause für uns auch zur richtigen Zeit.“ Die Gäste von der Weser nutzten die Unterbrechung, um sich wieder zu sammeln. Das taten sie mit Erfolg. Fortan trat die Kernebeck-Crew wieder wie im Auftaktsatz auf und ging mit 2:1 in Führung. Das erste kleine Ziel – nicht mit leeren Händen aus der Partie zu gehen – war erreicht. Im vierten Satz hatten die Badener laut ihres Trainers alle Möglichkeiten, das Match zu beenden, „doch Moers war am Ende den Tick besser“, schilderte der Coach des TVB.

Und so musste einmal mehr der Tiebreak entscheiden. Im Entscheidungssatz standen die Gäste gegen Ende mit dem Rücken zur Wand. Baden lag mit 11:13 zurück. Doch Ole Seuberlich brachte sein Team mit starken Aufschlägen zurück. Der TVB punktete dreimal in Folge und ging mit 14:13 in Führung. Gleich den ersten Matchball nutzte der TVB. „Moers war am Ende nicht mehr ganz so aufmerksam. Und das war auch ausschlaggebend für die gesamte Begegnung“, meinte Kernebeck.

TV Baden: Nils Mallon, Ole Seuberlich, Ole Sagajewski, Nick Sörensen, Artem Tscherwinski, Jannik Haats, Björn Hagestedt, Jan-Henrik Radeke, Lewin Probst, Simon Bischoff

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