Volleyball 2. Bundesliga Der TV Baden unterliegt Lindow-Gransee deutlich

Der TV Baden hatte ich für das Heimspiel gegen den SV Lindow-Gransee einiges vorgenommen. Der Favorit gewann die Partie dann aber deutlich mit 3:0.
02.02.2020, 19:09
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Der TV Baden unterliegt Lindow-Gransee deutlich
Von Florian Cordes

Baden. Deutlich erkennbar hatte Piotr Adamowicz am Sonntagnachmittag seinen Spaß. Der zwei Meter große Volleyballer des SV Lindow-Gransee stand mit einem breiten Grinsen auf dem Feld – und zwar immer dann, wenn er erfolgreich einen Aufschlag über das Netz gejagt hatte. Mit diesen Schlägen stellte er den TV Baden immer wieder vor große Probleme. Nach Spielende wurde Adamowicz zu recht zum wertvollsten Spieler ernannt. Die starke Leistung des Polen war aber nur ein Grund dafür, dass sich der Tabellenzweite der 2. Bundesliga Nord deutlich in der Badener Lahofhalle durchsetzte. Lindow gewann die Partie glatt mit 3:0 (25:22, 25:21, 25:13).

Die Gastgeber hatten hingegen nicht ihren besten Tag erwischt. Um gegen den Favoriten aus der Nähe von Berlin etwas ausrichten zu können, hätte der TVB jedoch seine Bestform erreichen müssen. So stand am Sonntag die Erkenntnis, dass man auf einen Gegner gestoßen war, der den Gastgebern in allen Belangen weit voraus war. Und so sagte Badens Coach Werner Kernebeck einen Satz, den ein Trainer nach solch einer deutlichen Niederlage häufig sagt: „Und wurden deutlich die Grenzen aufgezeigt.“

Bevor Kernebeck das Geschehene analysierte, schnappte er sich noch das schnell das Mikrofon von Hallensprecher Marko Gerken. Der Trainer wollte etwas loswerden. Er wollte sich beim Publikum einerseits bedanken, andererseits entschuldigte sich Kernebeck auch ein wenig dafür, dass seine Mannschaft nicht so aufgetreten war, wie er und seine Spieler es sich vorgenommen hatten. „Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer, daher habe ich mir das Mikro gegriffen und habe ein paar Wort gesagt. Wir hatten uns viel vorgenommen. Das es nun aber so gelaufen ist, ist einfach schade. Wir konnten diesmal leider nicht abliefern“, sagte Kernebeck. Ähnlich hatte Badens Kapitän Nils Mallon das Spiel erlebt: „Dass wir ausgerechnet vor so einem guten Publikum so spielen, ist ärgerlich.“

Dabei fanden die Gastgeber gut in die Partie. Die Anfangsphase des ersten Satzes gehörte dem TVB. Bei der ersten technischen Auszeit lagen die Schwarz-Weißen mit 8:5 vorne. In der Folge waren die Aktionen des Kernebeck-Teams aber nicht mehr so sauber. Zunehmend schlichen sich Fehler ein, der Favorit aus Lindow wurde zudem stärker. Die entscheidende Phase des ersten Satzes spielte sich beim Stand von 19:19 ab: Lindow machte drei Punkte in Folge (22:19) und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. „Im ersten Satz waren wir noch am ehesten auf Augenhöhe“, meinte Mallon. Das sollte in den beiden folgenden Durchgängen nicht mehr der Fall sein. In Satz Nummer zwei führten die Gäste phasenweise mit elf Punkten. Die Badener bewiesen aber, dass sie in solchen Situationen nicht aufgeben. Sie kämpften sich heran, mit dem zweiten Satzball machte der Tabellenzweite den Durchgang jedoch zu. Im dritten Satz wurden dem Rangsechsten schließlich in aller Deutlichkeit die Grenzen aufgezeigt, was Adamowicz dazu brachte, häufig sein breites Grinsen aufzusetzen.

Den Gastgebern blieb nur, die Niederlage fair anzuerkennen. „Es hört sich vielleicht blöd an: Aber es ist besser, dass wir gegen solch einen Gegner auf diese Art und Weise verlieren als gegen einen direkten Konkurrenten“, sagte Kernebeck. Sein Kapitän ergänzte: „Tabellarisch tut uns die Niederlage nicht weh. Aber so wie Lindow drauf war und wir drauf waren, ist eben nicht mehr möglich gewesen.“

Im Tableau hat sich für den TV Baden, der vor der Niederlage dreimal in Folge gewonnen hatte, wahrlich nicht viel verändert. Der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz beträgt weiterhin elf Punkte.

TV Baden: Nils Mallon, Ole Sagajewski, Ole Seuberlich, Björn Hagestedt, Nick Sörensen, Artem Tscherwinski, Jan-Henrik Radeke, Alessandro Blasi, Moritz Wanke, Simon Bischoff, Jannik Haats, Lewin Probst.

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