Handball-Verbandsliga Der Zorn des Trainers

Die SG Achim/Baden II verliert aufgrund einer schwachen Leistung das Heimspiel gegen den VfL Horneburg. Anschließend findet Karsten Krone deutliche Worte.
03.10.2018, 18:54
Lesedauer: 2 Min
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Der Zorn des Trainers
Von Florian Cordes

Baden. Langsam nahm Martin Dybol vor seinem Tor im Schneidersitz Platz. Der Keeper der SG Achim/Baden II schüttelte dabei den Kopf. Er ahnte wohl bereits, wie das Heimspiel der Handball-Verbandsliga Nordsee gegen den VfL Horneburg zehn Minuten später enden sollte – und zwar mit einer Niederlage der Gastgeber. Die Achimer verloren am Tag der Deutschen Einheit in der Lahofhalle das Aufsteigerduell gegen Horneburg mit 22:28 (10:11). Die von Karsten Krone trainierte Oberliga-Reserve der SG muss somit auch nach fünf Spielen weiterhin auf den ersten Punkt in der neuen Liga warten.

Karsten Krone – eigentlich für seine ruhige Art bekannt – war nach dem Schlusspfiff komplett bedient. Er war regelrecht zornig. Und zwar wegen der Leistung, die ihm seine Mannschaft gegen Horneburg geboten hatte. Nach den vorherigen Partien hatte der Coach oft hervorgehoben, dass seine Sieben durchaus gut gespielt habe. Das war am Mittwochnachmittag nicht der Fall. Krone fand deutliche Worte. Vor allem mit einem Bereich seines Teams war der erfahrene Coach unzufrieden. „Der Rückraum hat komplett versagt. Das war ganz schlimm. Keiner hatte den nötigen Mumm“, schimpfte Krone. „So ein Ding dürfen wir nicht verlieren.“

Der Auftakt ist noch gut

Der Trainer ärgerte sich auch deshalb, weil sein Plan in der Anfangsphase der Partie voll aufgegangen sei. Nach zehn starken Minuten lagen die Gastgeber mit 5:1 in Führung. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Horneburg genau dort, wo wir sie haben wollten.“ Doch die Freude über den ordentlichen Start war schnell wieder verflogen. Denn die Horneburger glichen in der 18. Minute aus – 6:6. In der Folge fanden die Achimer noch einmal in die Spur und legten wieder eine etwas höhere Führung hin (10:7). Den zehnten Treffer der SG markierte Erik Schmidt in der 23. Minute. Für eine lange Zeit sollte dies aber der letzte Treffer der Krone-Sieben bleiben. Erst in der 39. Minute – also nach dem Wechsel der Seiten – landete das Spielgerät wieder im Horneburger Kasten. Rechtsaußen Marvin Bartels traf zum 11:15.

Fortan liefen die Hausherren dem Rückstand hinterher. Allerdings war dieser nicht so groß, dass von einer Entscheidung gesprochen werden konnte. Auch rund sieben Minuten vor dem Schlusspfiff war für die SG Achim/Baden II zumindest ein Unentschieden noch in Reichweite – 20:24. Und die Achimer hatten in der Tat die Möglichkeiten, den Abstand weiter zu verkürzen. Doch ausgerechnet in dieser Phase schlichen sich noch mehr Fehler ins Spiel der Krone-Sieben ein. Aus aussichtsreichen Positionen wurde nicht geworfen oder der Ball wurde bereits im Spiel nach vorne zum Gegner oder ins Aus befördert. Die Gäste aus Horneburg nahmen diese Geschenke dankend an und kamen schlussendlich zu einem verdienten Auswärtssieg. Für den VfL, der den Sprung in die Verbandsliga über die Relegation geschafft hatte, war es bereits der zweite Erfolg in dieser noch jungen Saison.

Und so war er nach dem Schlusspfiff da, der Zorn des Trainers. „Obwohl unser Plan zu Anfang aufging, bekommen meine Spieler das Flattern. Keiner ist in die Schnittstellen gegangen oder der Ball wurde schon vorher ins Aus geschmissen“, sagte Karsten Krone, der mit seinem Team durch die Niederlage den Sprung vom letzten Platz verpasst hat. Einen Spieler nahm er dann aber doch in Schutz. „Für Marvin Bartels tut es mir leid, dass wir verloren haben. Denn er hat ein gutes Spiel gemacht.“

Weitere Informationen

SG Achim/Baden II - VfL Horneburg 22:28 (10:11)

SG Achim/Baden II: Dybol, Obermeyer, Klaus - Zschorlich (5), Bartels (4), Meier (2/1), Schirmacher (2), Schmidt (2), Dreyer (2), Benstein (2), Wendel (1), Dumke (1), Schlebush, Zilz

Siebenmeter: SG Achim/Baden II 2/1, VfL Horneburg 2/2

Zeitstrafen: SG Achim/Baden II 4, VfL Horneburg 1

Nächstes Spiel: SG Achim/Baden II - TvdH Oldenburg (Sbd., 20. Oktober, 16.45 Uhr) FCO

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