Bildbände, Krimis, Urlaubsimpressionen: Bücherbasar der Achimer Bürgerstiftung bot Lektüre aller Art Dicke Schmöker zu schmalen Preisen

Achim. Die Urlaubszeit naht und damit die gesteigerte Leselust. Da kam der große Bücherbasar der Achimer Bürgerstiftung für viele Lesefreunde genau richtig.
23.05.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Dicke Schmöker zu schmalen Preisen
Von Jürgen Juschkat

Die Urlaubszeit naht und damit die gesteigerte Leselust. Da kam der große Bücherbasar der Achimer Bürgerstiftung für viele Lesefreunde genau richtig. Groß war der Andrang am Sonnabend in der Cafeteria des Gymnasiums am Markt (GamMa). Kaum ein Besucher verließ mit nur einem Buch das Gebäude, meist waren sie vollbepackt. Eine Frau präsentierte schon zu früher Stunde ihre just erstandenen Schmöker. „Es sind Krimis von Jussi Adler Olsen“, erzählte die Dame, die den dänischen Autor wegen seines Schreibstils mag. „Sie sind spannend bis zuletzt und nicht ganz so blutig“, sagte die Dame.

Wer in die Cafeteria eintrat, traf viele Menschen, die sich über unzählige Reihen von Büchern beugten. Diese wiederum waren sorgsam nach Sachgebieten geordnet. Märchen und Musik, Kunst und Krimis waren zu sehen, aber auch Bildbände für zwei Euro. Natürlich auch Reisebücher, die vielleicht noch bei Unentschlossenen für den einen oder anderen Urlaub anregen konnten. Nord- und Ostseeküste, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin aber auch Polen und Dänemark stand in großen Lettern auf den Einbänden. Unter den Tischen standen Kisten und Kartons mit weiteren Büchern zum Nachlegen.

Auch Gartenfreunde fanden zahlreiche Ratgeber, die wertvolle Tipps vermitteln. Da gab es zum Beispiel den praktischen Gartenkalender. „Genuss aus dem Garten – Gärtnern mit Kräutern, Gemüse und Obst“, lautete ein Titel, der gleich mehrere Bereiche ansprach. Auch wer etwas über den Umgang und die Pflege von Zimmerpflanzen wissen wollte, fand sicher ein passendes Buch. „Die große Bibliothek der russischen Klassiker“ wurde an diesem Tag ebenfalls angeboten – sie reichte von Fjodor Dostojewski bis Alexej Tolstoj und gehörte zum Bereich Weltliteratur. Kinderbücher kaufte die Badenerin Ute Mahlstedt für ihre Enkel aus Bremen. Der neunjährige Jonas suchte sich zum Beispiel Asterix in Spanien und Korsika aus, seine Schwester (6) ein Buch mit Ponys und ein anderes mit Zaubertricks. „Hier, das ist sogar mit dem Jugend-Literaturpreis ausgezeichnet worden“, freute sich die Oma.

„Es ist eine erstaunlich gute Resonanz“, waren Sylke Körner und Astrid Klickow vom Organisationsteam der Achimer Bürgerstiftung schon nach rund einer Stunde zufrieden. Zum vierten Mal wurden die Bücher in der GamMa-Cafetaria verkauft, zuvor war man im Rathaus untergekommen. Doch da befindet sich jetzt die Stadtbibliothek. „Hier ist mehr Platz und es ist heller“, sagte Sylke Körner.

Doch was waren die Renner an diesem Tag? „Krimis und Romane und natürlich Kinderbücher, die sonst sehr teuer sind“, stellte Astrid Klickow fest. Kinderbücher werden der Bürgerstiftung reihenweise zur Verfügung gestellt. „Wenn wir zu viele davon haben, werden sie der Achimer Tafel gespendet“, berichtete das Organisations-Duo. „Denn wer kein Geld fürs Essen hat, der hat schon gar nicht Geld für Bücher. Wir müssen dringend nachfragen, wie die Resonanz ausgefallen ist“, erklärten die Frauen. Im Vorfeld wurden die angelieferten Bücher akribisch sortiert. Sylke Körner: „Alles, was sehr gut aussieht vom Zustand her, das haben wir übernommen.“ In der Vergangenheit wurden durchaus schon mal 2500 Euro eingenommen. Die Einnahmen fließen zu hundert Prozent an Achim zurück – in die Projektarbeit der Bürgerstiftung.

Dieses Mal wird besonders das neue Projekt „Lernort Wald“, das sich Grundschüler und die Kita-Kinder vor der Einschulung richtet, gefördert. Dieses findet parallel zum „Lernort Bauernhof“ statt. Insgesamt neun Mitglieder der Bürgerstiftung waren an diesem Tag im Schichtdienst für den fünfstündigen Verkauf im Einsatz. Je vier Stunden wurden für den Aufbau und werden für den späteren Abbau benötigt. Unterstützt wurde die Achimer Bürgerstiftung vom Technischen Hilfswerk und der Achimer Tafel, die unter anderem ihre Fahrzeuge einsetzen, um die schweren Bücherkisten vom Lager bei Desma zur Schule und zurück zu transportieren.

Schon eine Viertelstunde vor der Öffnung standen die ersten Käufer an der Eingangstür. Sicher haben an den Tagen zuvor die riesengroßen orangefarbenen Plakate ihr Interesse geweckt. „Da kommen schon wieder Leute“, stellten Astrid Klickow und Sylke Körner gleich mehrfach beim Blick gen Schulhof fest.

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