Eine Woche lang werden die Male auf Standfestigkeit geprüft Die Grabsteinprüfer sind unterwegs

Achim. Mit einem handlichen Messgerät ausgerüstet, überprüfen die Friedhofsgärtner Igor Kvatter, Jochen Asendorf und Marcus Bandowski in diesen Tagen die Grabsteine auf allen nicht-kirchlichen Friedhöfen in Achim. Denn die Stadt muss sicherstellen, dass die Standfestigkeit der Grabmale auch weiterhin gegeben ist.
14.05.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut

Achim. Mit einem handlichen Messgerät ausgerüstet, überprüfen die Friedhofsgärtner Igor Kvatter, Jochen Asendorf und Marcus Bandowski in diesen Tagen die Grabsteine auf allen nicht-kirchlichen Friedhöfen in Achim. Denn die Stadt muss sicherstellen, dass die Standfestigkeit der Grabmale auch weiterhin gegeben ist.

Jedes Jahr, immer nach dem Ende der frostigen Tage und Nächte, sind die Prüfer im Auftrag der Stadt auf den Friedhöfen in Bierden, Badenermoor, Baden und auf dem Parkfriedhof unterwegs, um sicherzustellen, dass alle Grabsteine fest stehen. Wackelige Exemplare können schließlich umfallen und so Schäden verursachen oder – im schlimmsten Fall – sogar zu Verletzungen führen.

Wichtigstes Utensil der Tester ist ein Messgerät: "Damit üben wir auf kleinere Steine einen Druck von 30 Kilogramm aus", informierte Marcus Bandowski am Montag auf dem Parkfriedhof. Auf größere Grabmale werde ein Druck von 50 Kilogramm ausgeübt. "Ab einer Größe von mehr als 120 Zentimeter kontrollieren wir per Hand", so der Friedhofsgärtner, der die Standfestigkeitsprüfung schon in den vergangenen Jahren auf Achims Friedhöfen vorgenommen hat.

Um die Standfestigkeit zu ermitteln, legen zwei Mitarbeiter das zylinderförmige Messgerät, das die ungefähre Größe einer Ein-Liter-Flasche hat, an den Grabstein an. Zwei Sekunden lang muss anschließend der entsprechende Druck auf das zu testende Objekt wirken. Bei den meisten Grabsteinen gebe es in diesem Jahr keine Probleme. "Bislang haben wir hier auf dem Parkfriedhof nur zwei Steine entdeckt, die diese Kontrolle nicht bestanden haben", zeigte sich Bandowski gestern zufrieden. Insgesamt fielen in den vergangenen Jahren immer weniger durch die fällige Überprüfung.

Ist ein Grabstein wackelig, erhält er von den Prüfern einen speziellen Aufkleber. Zudem werden die Angehörigen benachrichtigt. Denn sie müssen den Stein entweder erneut befestigen lassen oder sich um einen Ersatz kümmern. Geschieht dies nicht innerhalb einer bestimmten Frist, wird er von offizieller Seite ausgetauscht – auf Kosten der Angehörigen. Diese haben die Möglichkeit, die Friedhofsgärtner, die im Vorfeld speziell für diese Aufgabe geschult wurden, bei ihrer Arbeit zu begleiten. "Wir hatten heute Morgen bereits zwei Termine", sagte Bandowski.

Um die Bepflanzung auf den Gräbern der Angehörigen müsse sich übrigens niemand sorgen: "Wir achten darauf, nach Möglichkeit von hinten an die Grabsteine zu gelangen, über einen kleinen Weg", versichert er. "Fußabdrücke auf den Gräbern wollen wir natürlich vermeiden."

Die Prüfung findet noch bis Freitag dieser Wochen statt. Um alle Grabsteine auf dem Parkfriedhof zu testen, braucht das dreiköpfige Team etwa anderthalb Tage. "Die regulären Aufgaben, allen voran Bestattungen, dürfen schließlich auch nicht darunter leiden", erklärt Marcus Bandowski.

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