Theater

Die Hexe und ihr Schönheitsbrei

Die hässliche Hexe Heimeliese von der Wiese steht im Mittelpunkt des Märchentheaterspiels für Kinder, das der TV Sottrum am 1. September aufführt. Mit Rosmarin will sie die Schönste werden im Land.
01.08.2017, 15:41
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Die Hexe und ihr Schönheitsbrei
Von Lars Köppler

Sottrum. Ihr Name klingt eigentlich wie ein lieblicher Reim: Heimeliese von der Wiese. Doch das war es dann auch schon mit Anmut und Lieblichkeit. Denn tatsächlich ist Heimeliese, gespielt von Kathrin Schlohen, eine ebenso hässliche wie hinterhältige Hexe. Junge und sehr junge Freunde des Theaterspiels müssen sich allerdings noch etwas gedulden, bis sie das böse Weib und viele weitere Charaktere in Aktion erleben können. Am Freitag, 1. September, feiert das Stück „Rosmarin und die Schlagsahne“ – ein Märchen für Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren – seine Premiere. Auf der Bühne will das Märchentheater-Ensemble des TV Sottrum ab 17 Uhr im Gemeindehaus das junge Publikum mit einer kurzweiligen Darbietung verzaubern.

Damit die Szenen aus dem Stück von Erwin Schilmann am Tage der Aufführung sitzen, arbeiten die Darsteller unter der Regie von Maren Bischoff derzeit eifrig an dem Feinschliff für ihre Rollen. Schließlich geht es um einen gelungenen Start in die Theatersaison. „Das Stück ist im März ausgewählt worden. Seitdem sind die Rollen verteilt und laufen die Planungen für das Bühnenbild und die Kostüme“, berichtet die Regisseurin voller Tatendrang. Im Juni haben die Theaterfreunde des TV Sottrum dann in der Halle der Zimmerei Bischoff mit den Proben begonnen. „Erste Kulissen sind gemalt, Requisiten gebaut und auch die Kostüme nehmen nach und nach Gestalt an“, weiß Maren Bischoff erfreut zu berichten.

Wäre Heimeliese von der Wiese nicht die Boshaftigkeit in Person, könnte man glatt Mitleid mit ihr haben. Die Hexe reagiert geschockt, als ihr Zauberspiegel (Andrea Kruse) ihr unverblümt mitteilt, dass sie in der Rangliste der Schönheiten im Land nur auf Platz 1412 geführt wird. Das ist zu viel für die eitle Dame. Also entwickelt Heimeliese nicht nur einen kreativen Plan, sondern auch ein eigenes Rezept, das sie zur schönsten Frau im Lande machen soll. Sie verrührt eine Paste aus 100 Gramm Melonenmus, einer halben Schlangenhaut und zwei Gramm Spinnenbeinen, garniert die Mixtur mit einer Prise Rosmarin und schmiert sich den Brei auf Stirn, Wangen und Kinn.

Danach muss man sich nur noch von einem König (Andreas Taube) küssen lassen und schon ist man die Schönste im Land, denkt sich die gekränkte Hexe. Alles wäre so einfach, aber Hexe Heimeliese ist der Rosmarin ausgegangen. Also schwingt sie sich auf ihren Hexenbesen und fliegt ins Königsschloss. Denn dort in der Küche ist sicher Rosmarin zu finden und einen König zum Küssen gibt es dort praktischerweise auch. Ob der Plan aufgeht und Hexe Heimeliese von der Wiese tatsächlich erst mit Schönheit und dann von einem König geküsst wird, dieses Geheimnis soll natürlich erst auf der Bühne des Gemeindehauses gelüftet werden. In weiteren Rollen fungieren Thomas Holzkamm als Rabe, Lydia Willenbrock als Dienerin, Tina Reiners als Koch und Eva Dörk als künftige Königin. Sonja Lüdemann spielt die Wache und dürfte als Debütantin besonders vom Lampenfieber gepackt werden. Andrea Kruse wird derweil in einer Doppelrolle zu sehen sein. Sie tritt als Zauberspiegel und als verwandelte Hexe auf.

Das Bühnenbild haben Irja Salzmann und Sonja Kleen entworfen und mit Sottrumer Unternehmen umgesetzt. Die Maske übernimmt Jessika Blaszkiewicz. Abgerundet wird das Outfit durch die Nähkünste von Irja Salzmann. Zum Team gehören Jenny Müller (Souffleuse), Kristian Buthmann (Sound und Licht) und Andre und Silke Behling (Fotos und Filmen). Die Plakate hat Robert Werner kreiert. Der Vorverkauf bei der Drogerie Stöver ist angelaufen, Karten sind für fünf Euro erhältlich. Weitere Aufführungen sind am 2. und 3. September, jeweils um 14 und 16.30 Uhr an gleicher Stelle, geplant. Die Erlöse aus der Pausenverpflegung sind für die Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Sottrum bestimmt.

„Erste Kulissen sind gemalt, die Kostüme nehmen nach und nach Gestalt an.“ Maren Bischoff, Regisseurin
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