Land kündigt das vorzeitige Ende der Personalkostenzuschüsse an / Bundesfamilienministerin Kristina Schröder informiert sich Die Kinderarche aus Etelsen droht auf Grund zu laufen

Thedinghausen·Langwedel. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will am kommenden Montag den Verein Kinderarche in Langwedel-Etelsen besuchen. Dort will sich die Ministerin einen eigenen Eindruck von dem seit vier Jahren arbeitenden Verein machen, der derzeit in Etelsen, Dörverden und Thedinghausen insgesamt 110 Grundschulkinder nachmittags betreut. Die Arche droht allerdings, auf Grund zu laufen, weil das Land Ende des Jahres seinen 50-prozentigen Personalkostenzuschuss einstellt - ein Jahr eher als zunächst geplant. Ute Nelle, Vorsitzende des Vereins, hatte am Dienstag dem Sozialausschuss des Thedinghauser Gemeinderates die neue Situation erläutert.
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Von Ulrich Tatje

Thedinghausen·Langwedel. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will am kommenden Montag den Verein Kinderarche in Langwedel-Etelsen besuchen. Dort will sich die Ministerin einen eigenen Eindruck von dem seit vier Jahren arbeitenden Verein machen, der derzeit in Etelsen, Dörverden und Thedinghausen insgesamt 110 Grundschulkinder nachmittags betreut. Die Arche droht allerdings, auf Grund zu laufen, weil das Land Ende des Jahres seinen 50-prozentigen Personalkostenzuschuss einstellt - ein Jahr eher als zunächst geplant. Ute Nelle, Vorsitzende des Vereins, hatte am Dienstag dem Sozialausschuss des Thedinghauser Gemeinderates die neue Situation erläutert.

Aktuell beträgt der Zuschuss der Gemeinde für die Arche, die in Thedinghausen mit zwei Erzieherinnen und weiteren Hilfskräften 40 Jungen und Mädchen betreut, knapp 17000 Euro, die Hälfte der Personalkosten. Künftig sollen es 42000 Euro sein. Denn die Gemeinde müsste nicht nur 100 Prozent der Personalkosten übernehmen, sondern auch noch die Gehaltssteigerung von etwa 8000 Euro, die Nelle ihren beiden Erzieherinnen geben will.

Der Sozialaussschuss hat zunächst keine Entscheidung getroffen. Am 8. November wird sich der Samtgemeinderat erneut mit dem Thema befassen. Nelle hatte angeboten, nähere Einzelheiten über Einnahmen und Ausgaben des Vereins vorzulegen. Sie möchte künftig nicht feste Elternbeiträge kassieren, wie sie in den gemeindeeigenen Einrichtungen erhoben werden, verteidigt Ute Nelle ihr System der Freiwilligkeit.

Nach ihrer Darstellung begann der Verein vor vier Jahren in Etelsen mit Genehmigung des Landkreises allein mit Ehrenamtlichen. Das Prinzip der Arche: sie nimmt alle Kinder auf, und die Eltern zahlen freiwillig so viel sie können. 'Das klappt', freut sich Nelle über das System.

Sechs Monate später wurde der Verein vom Land aufgefordert, bei 20 betreuten Kindern mindestens eine Erzieherin zu beschäftigen. Das Förderprogramm 'Familien mit Zukunft' übernahm die Hälfte der Personalkosten, die andere Hälfte zahlten die jeweiligen Gemeinden. Doch bald herrscht Ebbe im Fördertopf, wurde dem Verein bereits im Mai mitgeteilt.

Bereits als Bürgermeister in Langwedel sei ihm die Kinderarche positiv aufgefallen, sagte Andreas Mattfeldt. Jetzt, als Bundestagsabgeordneter, sei es ihm gelungen, Familienministerin Kristina Schröder für das Projekt zu begeistern, freut sich Ute Nelle über den angekündigten Informationsbesuch.

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