2. Bundesliga Volleyball

Die kleine Serie reißt

Der dritte Triumph in Folge sollte dem TV Baden nicht gelingen. In eigener Halle verlor der Aufsteiger mit 1:3 gegen den VC Bitterfeld-Wolfen.
11.11.2018, 20:44
Lesedauer: 2 Min
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Die kleine Serie reißt
Von Florian Cordes

Baden. Die kleine Siegesserie des TV Baden ist in der 2. Bundesliga Nord gerissen. Nachdem die Volleyballer zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert hatten, verlor der Aufsteiger am Sonntag in der heimischen Lahofhalle mit 1:3 (22:25, 27:29, 25:19, 22:25) gegen den VC Bitterfeld-Wolfen.

Trotz der Schlappe war TVB-Coach Fabio Bartolone mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Das Team hat gegen einen guten Gegner gut gespielt“, sagte der Italiener. Am Ende seien es die Kleinigkeiten gewesen, die das Spiel entschieden haben, führte der Trainer weiter aus. Das Fazit von Ole Sagajewski, der einmal mehr zu Badens wertvollstem Spieler (MVP) ernannt wurde, hörte sich hingegen nicht so positiv an: „Wir haben im Angriff zu viele Bälle totgemacht. Wir wollten schon etwas Zählbares aus diesem Spiel mitnehmen und hatten gehofft, dass es enger zugeht. Das haben wir leider nicht geschafft. Der Gegner war einfach besser.“ Sagajewski wollte zudem nicht davon sprechen, dass seinem Team ein wenig das Glück für den dritten Sieg in Folge fehlte. „Ich würde nicht sagen, dass uns das Glück gefehlt hat. Das wäre Bitterfeld gegenüber unfair.“

In einer Sache waren sich Coach und Leistungsträger aber einig. Sowohl Bartolone als auch Sagajewski erklärten nach Spielende, dass sich der Zweitliga-Neuling von der Niederlage nicht umwerfen lassen werde. „Nur weil wir jetzt mal wieder verloren haben, heißt das mit Sicherheit nicht, dass wir überhaupt keine Punkte mehr holen“, sagte Badens MVP. Bartolone meinte, dass niemand traurig sein müsse: „Wir müssen genauso weiterspielen. Unsere Spiele kommen noch.“

Die Begegnung gegen Bitterfeld hätte allerdings auch einen anderen Verlauf nehmen können. Denn nach dem ersten Satz, den der VC mit 25:22 gewann, spielte sich in der Lahofhalle in Durchgang zwei Dramatisches ab. Beide Teams schenkten sich nichts. Um jeden Ball wurde gekämpft. Die Dramatik gipfelte am Ende des Satzes, der in die Verlängerung gehen musste. Beide Mannschaften hatten Satzbälle. Doch die Gäste hatten die besseren Nerven und siegten mit 29:27. Der dritte Abschnitt nahm einen deutlichen Verlauf – zugunsten der Gastgeber (25:19).

Danach hofften die mehr als 250 Fans des TVB darauf, dass ihrem Team der zweite Satzgewinn gelingt. Um kurz nach 18 Uhr roch es aber das erste Mal nach einer Niederlage für den TV Baden. Bitterfeld führte zu diesem Zeitpunkt mit 22:19. Doch das Bartolone-Team stemmte sich gegen die drohende Schlappe. Die Gastgeber verkürzten auf 21:22. Die Wende sollte dem Aufsteiger jedoch nicht mehr gelingen. Der VC Bitterfeld-Wolfen verwandelte seinen zweiten Matchball zum 25:22 und verließ die Lahofhalle als verdienter Sieger.

„Wir haben manchmal Geschenke an den Gegner verteilt“, meinte Fabio Bartolone. „Aber wir können auf diesem Spiel aufbauen.“ Mit Blick auf die Tabelle meinte der Trainer zudem, dass noch immer alles in Ordnung sei. Derzeit liegen die Badener mit sieben Punkten auf dem zehnten Rang und haben einen Vorsprung von drei Zählern auf den ersten Abstiegsrang. Am kommenden Sonntag geht es für den TVB an die Ostsee. Das Team ist dann beim SV Warnemünde zu Gast. „Auch das ist wieder ein sehr starker Gegner“, sagte Ole Sagajewski über den Tabellenvierten.

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