Volleyball

Die Zeit ist reif

Bei Simon Bischoff und Lewin Probst steigt vor ihrer ersten Zweitliga-Saison mit dem TV Baden allmählich die Aufregung.
20.08.2019, 19:00
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Die Zeit ist reif
Von Florian Cordes
Die Zeit ist reif

Simon Bischoff ist ein Badener Eigengewächs und hat für den Klub schon bei Deutschen Meisterschaften gespielt.

FOTOS: Björn Hake

Baden. Vor Ehrfurcht erstarren sie nicht. Dafür sind sie schon jetzt zu selbstbewusst. Die Aufregung steigt bei Simon Bischoff und Lewin Probst aber definitiv. Denn allzu lange dauert es nicht mehr, bis die beiden Volleyballer mit dem TV Baden in ihre erste Saison in der 2. Bundesliga Nord starten. Für beide Neulinge im Team von Trainer Fabio Bartolone steht fest: Die Zeit ist reif, sich im Unterhaus zu behaupten.

So ganz neu sind die ehrgeizigen Volleyballer in Baden allerdings nicht: Denn im Kader des TVB, der im September seine zweite Zweitliga-Saison angeht, tauchten Simon Bischoff und Lewin Probst bereits einige Male in der vorigen Spielzeit auf. Fabio Bartolone setzte sie damals aber nicht ein. In der zweiten Mannschaft des TV Baden, mit der Bischoff und Probst nur knapp den Regionalliga-Aufstieg verpasst hatten, zählten sie hingegen zu den Leistungsträgern.

Nun wünschen sie sich als feste Bestandteile des Zweitligakaders, dass sie in den kommenden Monaten über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus kommen. Ansprüche auf einen Stammplatz stellen beide zwar nicht, aber dennoch hoffen sie, möglichst viel in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen. „Ich bin auf jeden Fall gespannt, was so auf mich zukommt“, rätselt Lewin Probst. „Ich will in der zweiten Liga vor allem viel Erfahrung sammeln und lernen. Aber klar ist auch, dass sich einiges ändert.“

Damit meint der Diagonalspieler vor allem das höhere spielerische Niveau, mit dem er ab Mitte September konfrontiert wird. „In der 2. Bundesliga wird natürlich viel schneller und präziser Volleyball gespielt“, sagt Probst, der mit Bremen 1860 bereits in der 3. Liga unterwegs gewesen ist, bevor er zur Saison 2018/2019 den Weg nach Baden gefunden hat. Ein wenig hatte er bereits nach seinem Wechsel mit einen Kaderplatz in der ersten Mannschaft geliebäugelt. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen ging es für ihn dann aber doch „nur“ ins Oberliga-Team des TV Baden. „Jetzt habe ich aber den Job gewechselt und bin schon sehr gespannt, wie groß der Unterschied zwischen der 2. und der 3. Liga ist“, erzählt Probst, der mit seinen 29 Jahren zu den älteren Spielern in der Bartolone-Truppe zählt. „Ich hoffe natürlich, dass ich den Anforderungen gerecht werde. Zuversichtlich, dass ich mich gut präsentiere, bin ich aber auf jeden Fall“, sagt Probst.

Ähnlich formuliert Simon Bischoff seine persönlichen Ziel für seine erste komplette Zweitliga-Spielzeit. „Ich stand in der vergangenen Saison ja schon ein paar Mal als Auswechselspieler am Spielfeldrand, aber jetzt wartet etwas ganz anderes auf mich“, sagt das 21-jährige Eigengewächs des TV Baden. Ein wenig durfte er das Niveau, das künftig auf ihn zukommt, schon kennenlernen. Denn Bischoff war neben einigen weiteren Badenern Teil der Bremer Universitätsmannschaft, die bei der Studenten-Europameisterschaft in Lodz den siebten Platz erreicht hat. Bischoff kennt das Gefühl, auf der großen Bühne aufzutreten, zudem aus seiner Zeit im Jugendbereich. „2011 habe ich mit Baden meine erste Deutsche Meisterschaft gespielt“, sagt Bischoff, der sowohl als Außenangreifer als auch Diagonalspieler einsetzbar ist. „Wobei ich mich außen momentan besser fühle.“

Der Weg in die erste Mannschaft verlief für die beiden „Neuen“ recht ähnlich: Beide hatten mit Trainer Fabio Bartolone und Manager Peter-Michael Sagajewski zuvor intensive Gespräche geführt. Dass der Weg für sie in den Zweitliga-Kader frei wurde, ist allerdings auch mit den Abgängen von Stefan Baum und Alexander Decker verknüpft. „Schön ist es nicht, dass die beiden nicht mehr da sind“, findet Lewin Probst. „Denn verletzten darf sich bei uns keiner.“ Der Kader, mit dem der TV Baden in die Saison geht, ist – Stand jetzt – doch eher schmal. „Daher bin ich auch froh, dass sie jetzt bei uns sind“, freut sich Bartolone über die Zugänge aus den eigenen Reihen. „Aber der Sprung in die 2. Liga ist ein großer. Daher sollten die Erwartungen an Simon und Lewin auch nicht zu groß sein. Aber sie sind beide sehr fleißig im Training. Wir dürfen uns überraschen lassen, wie sie sich entwickeln.“

Darüber hinaus macht der Coach klar, dass Probst und Bischoff nicht nur die Lücken im Kader stopfen sollen: Sie sollen zeigen, dass die Zeit reif ist, sich in der 2. Bundesliga zu behaupten.

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