Geschäftsführer des Wasserversorgungsverbandes Syker Vorgeest im Ruhestand / Nachfolger ist Manfred Cattau Dietrich Rippes letzter Arbeitstag

Thedinghausen·Syke. Dietrich Rippe, Geschäftsführer des auch für die Samtgemeinde Thedinghausen zuständigen Wasserbeschaffungsverbandes Syker Vorgeest, geht nach 22 Jahren in den Ruhestand. In der Geschäftstelle in Syke-Barrien ist er jetzt verabschiedet worden. Sein Nachfolger ist Manfred Cattau, der bereits seit 15 Jahren beim Wasserversorger arbeitet.
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Dietrich Rippes letzter Arbeitstag
Von Christoph Starke

Thedinghausen·Syke. Dietrich Rippe, Geschäftsführer des auch für die Samtgemeinde Thedinghausen zuständigen Wasserbeschaffungsverbandes Syker Vorgeest, geht nach 22 Jahren in den Ruhestand. In der Geschäftstelle in Syke-Barrien ist er jetzt verabschiedet worden. Sein Nachfolger ist Manfred Cattau, der bereits seit 15 Jahren beim Wasserversorger arbeitet.

Eine Abschiedsfeier wollte der bescheidene Rippe an seinem letzten Arbeitstag nicht. Doch ganz wollte ihm der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Wiesch diesen Wunsch gestern nicht erfüllen. 'Kommen Sie doch bitte herein', bat er die Vorgeest-Mitarbeiter und so war der Besprechungsraum am Handelsweg 85 schnell proppenvoll. Wiesch ging auf die Verdienste des heute 63-Jährigen Süstedters ein. Während seiner Zeit seien die Wasseranschlüsse um ein Drittel gestiegen. '17 Millionen Euro wurden in das Rohrnetz investiert. Die Versorgungssicherheit hat er immer im Auge gehabt', lobte Wiesch den Geschäftsführer. Außerdem habe die Syker Vorgeest immer noch sehr günstige Tarife. Mit Rippe habe der Wasserversorger aber auch schwierige Zeiten überstanden. '2003/2004 war die Finanzlage mehr als schlecht.' Doch Rippe habe es geschafft, einen geordneten Betrieb aufzubauen.

Den Süstedter zeichne laut Wiesch aus, dass er immer in die Zukunft geschaut habe. 'Ein Traum von Dir war ein eigenes Wasserwerk', erzählte Wiesch. Dieser Traum ist zwar noch nicht erfüllt, doch die Vorarbeit dafür sei geleistet worden. Zumindest stehe der Ort fest: In Berxen könne ein Wasserwerk gebaut werden, hielt Wiesch fest. 'An dieser Stelle kann Wasser gefördert werden.'

Doch bis Rippes Traum in Erfüllung geht, vergeht voraussichtlich noch einige Zeit. 'Das wird noch zehn bis 20 Jahre dauern', vermutet Rippe. So ein Wasserwerk koste etwa fünf Millionen Euro. Mit Wieschs Vorgänger Jürgen Lülf erinnerte sich Rippe gestern auch an alte Zeiten. Als die Harzwasserwerke 1996 privatisiert wurden, gründeten 39 Kommunen in Niedersachsen die Harzwasser Kommunale Wasserversorgung GmbH (HKW). Diese hatte nur ein Ziel: Anteile an dem privatisierten Unternehmen zu kaufen, um die Wasserversorgung weiterhin sicherzustellen. Lülf und Rippe waren bei den Verhandlungen dabei. 'Das war eine ganz spannende Zeit', blickte Rippe zurück. Zu den Verhandlungen reisten er und Lülf damals nach Frankfurt. 'Wir haben Wesentliches bewirkt', sagte Lülf. In den ersten Entwürfen für die HKW war als Ort noch Hannover angegeben. 'Das habe ich handschriftlich durchgestrichen und Syke hingeschrieben', erzählte Rippe. Und so war die HKW dann ebenfalls am Handelsweg 85 zu finden. Deren

Geschäftsführer bleibt Rippe, der vor der Vorgeest 13 Jahre lang beim Landkreis als technischer Sachbearbeiter in der Unteren Wasserbehörde tätig war - übrigens ehrenamtlich.

Apropos Ehrenamt: Davon bekleidet Rippe viele und will sie in seinem Ruhestand weiterhin pflegen. Auch seinem großen Hobby will er nachkommen - der Jagd. 'Daran konnte ich in der vergangen Zeit kaum teilnehmen.' Damit das auch etwas wird, überreichte ihm Wiesch gestern noch ein Geschenk. Rippe öffnete es zwar während der Verabschiedung nicht, ahnte aber wohl, was drin ist. Denn Wiesch verriet: 'Für die Jagd braucht man Weit- und Durchblick.'

Rippes Nachfolger Manfred Cattau erklärte gestern: 'Die erfolgreiche Arbeit wollen wir fortführen.' Der 48-Jährige war vorher technischer Leiter bei der Vorgeest und wird diesen Job auch weiterhin ausüben. Hinter sich wisse er ein kleines, aber erfolgreiches Team von 18 Mitarbeitern.

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