Achimer Ehrenpreis Eigener Einsatz für die Anderen

Die Stadt Achim hat am Dienstagabend sieben Achimer Menschen und Gruppen für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Zivilcourage geehrt. Das Ganze fand feierlich im Rathaus statt.
05.12.2017, 21:12
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Eigener Einsatz für die Anderen
Von Kai Purschke

In vorweihnachtlicher Atmosphäre hat die Stadt Achim am Dienstagabend anlässlich des Tags des Ehrenamtes den Ehrenpreis 2017 verliehen. Über die Auszeichnung dürfen sich in diesem Jahr Hans Hermann Hille, Lorenz Ferkau, Saskia Zwilling sowie die Gruppen Sterneneltern, Lesepaten und Tiere schenken Glück freuen. Lena Meis bekam den Preis für Zivilcourage überreicht.

Mit teils ergreifenden, aber vielen berührenden Momenten hat die Stadt Achim ihre diesjährigen Ehrenpreisträger ausgezeichnet. Mit feinem Gespür honorierten die rund 120 Besucher im Rund des Ratssaals sowohl die Leistungen der Preisträger als auch diese Menschen selbst. Dass beinahe jeder der insgesamt zehn Redebeiträge mindestens ein Zitat enthielt, war so etwas wie der Running Gag dieses schönen Abends, der seinen Ausklang bei warmen Worten und einem kalten Büfett im Rathausfoyer fand. „Menschen aus unserer Mitte“, so drückte es Bürgermeister Rainer Ditzfeld aus, seien gefunden und letztlich mit dem Preis geehrt worden, „die dazu beitragen, dass das Leben in Achim von so viel Wärme und Mitmenschlichkeit geprägt ist“.

In diesem Zusammenhang fand der Verwaltungschef es mehr als tragisch, dass auch Achimer Vereine derzeit große Probleme haben, Vorstandsposten mit Ehrenamtlichen zu besetzen. Dabei möchte sich Ditzfeld es gar nicht erst vorstellen, was die Stadt Achim „machen würde, wenn wir auf unsere Ehrenamtlichen verzichten müssten“. Und der Ratsvorsitzende Bernd Junker merkte an, „dass Ehrenamt keine Selbstverständlichkeit ist – und dazu darf es auch nicht werden“.

Zwischen den einzelnen Laudationen und wenigen Dankesworten der Geehrten selbst, sorgten Sängerin Mayura Datta und der Achimer Shootingstar auf regionaler Slam-Poetry-Ebene, Dilara Yüksek, für zusätzliche Emotionen, wobei besonders der Text von Dilara Yüksek über die Einsamkeit, die Vergangenheit und die Vergänglichkeit von Menschen – am Beispiel einer Zuwanderin beschrieben – den einen oder anderen Zuhörer deutlich schlucken ließ, aber wohl alle Anwesenden zum Nachdenken brachte und berührte. „Helft, wo ihr helfen könnt“, lautete schließlich der Appell, den die Slammerin mit bildhaften Beschreibungen von Szenen mehr als deutlich in die Köpfe geredet hatte.

Mit dem Reden kennen sich auch die „Achimer Schlitzohren“ aus, die sich seit nunmehr einer Dekade auf ihrer Mission befinden, die Gegebenheiten in der Stadt gekonnt auf die Schippe zu nehmen. So erklärten sie in einem von zwei lustigen Beiträgen kurzerhand den Turm der Lieken-Brache zum „Weltkulturerbe“ und schmückten ihre Ideen zum Leitbild, das die Stadt sich geben will, auf wundersame Weise aus.

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