Novembermarkt

Ein Basar für Augen, Mund und Ohren

Beim Ottersberger Novembermarkt in der Waldorfschule gab es neben Kunsthandwerk auch Leckereien und Musik. Die Palette reichte von Kuchen über Popmusik bis hin zu Advents- und Weihnachtsschmuck.
26.11.2017, 16:26
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Ein Basar für Augen, Mund und Ohren
Von Jürgen Juschkat
Ein Basar für Augen, Mund und Ohren

Beim Ottersberger Novembermarkt konnten die Besucher nach Herzenslust an den Ständen stöbern und sich ihre Schätze sichern.

Björn Hake

Ottersberg. Ein Erlebnis für alle Generationen war am Sonnabend mal wieder der Novembermarkt in und neben der Ottersberger Waldorfschule. Die bunte Palette der Angebote reichte von leckerem Kuchen, den die Mädchen und Jungen gebacken hatten, bis hin zu geschmackvoll gestaltetem Advents- und Weihnachtsschmuck, den Schüler und Hobbykünstler gleichermaßen präsentierten. Befreundete Chöre und Orchester sorgten für ein musikalisches Rahmenprogramm, das in einem gemeinsamen Liedersingen mündete.

Mit Tannenzweigen geschmückt waren die Flure im Schulgebäude, draußen verbreiteten Waffeln und frisch gebrannte Mandeln einen Hauch adventlicher Stimmung. Schon auf dem Weg zum Aktionsgelände wurden die Besucher auf den Kunsthandwerker-Markt eingestimmt. Da schob ein Vater mit der linken Hand den Kinderwagen und hielt in der rechten einen Stab fest, auf dem ein großer Strohstern steckte. Unzählige Stände hatten Hobbybastler und andere Kunsthandwerker auf dem Areal der Waldorfschule aufgebaut. Da zeigte Markus Lüpping aus Vegesack zum Beispiel seine Seifenblasenflöte. „Das ist eine Spezialflüssigkeit unter anderem mit Kleister und Zucker“, erklärte er. „Ich verwende hauptsächlich das Holz von Esche, Weide, Haselnuss und Eiche – eigentlich alles, was der Wald nach dem Sturm so hergibt."

Die Imkerei Büttelmann aus Vorwerk bot derweil Seife und Honig an. Aus Kupfer und Leder konnte Schmuck geschmiedet werden, handgedrehte Glasperlen präsentierte Maren Kiss den staunenden Kindern. Sterne aus alten CD-Scheiben waren ebenso zu sehen wie Töpfer- und Stoffarbeiten. Eine Anbieterin machte auf ihre Wandmalerei aufmerksam. Eine Bernstein-Schleiferei gab es ebenfalls. Seit Jahren hat Reinhard Haubold aus Kirchlinteln Holz einer alten Eiche zu rustikalen Sternen verarbeitet. Gekauft werden konnten aber auch bunte Postkarten für jeden Zweck, Kleidung für Kinder und Erwachsene und hölzerne Frühstücksbretter sowie verschiedene handgefertigte Puppen. Wohl jeder fand etwas Passendes zum Mitnehmen – auch beim Flohmarkt der Oberstufenklassen. Angeboten wurde zwar das Buch „Ticket ins Paradies“, doch der Erlös war für die Venedig-Tour bestimmt. „Alle sagen, es ist die beste Klassenfahrt am Ende der Schulzeit“, schwärmten die Ottersbergerinnen Janne Hüttel und Ruth Pfeiffer. Die Waldorfschule selbst machte unter anderem aufs Skilaufen im Februar in Tirol aufmerksam, an dem Pennäler ab der 9. Klasse teilnehmen können. „Das Interessante ist, dass wir das in den Winterferien machen“, erklärte Klassenlehrer Jan Pfingsten. „Die Mischung hier ist sehr schön“, beurteilte er das ganze Drumherum an diesem Tag.

„Das kommt total gut an. Die Kinder sind mit Freude dabei“, stellte indes Nadja Huth aus Ottersberg am Eingang zum „Moosgärtlein“ fest. Im Raum der 2. Klasse konnte Baumrinde unter anderem mit Muscheln, Moos und anderen Utensilien aus der Natur geschmückt werden. Zum Schluss gab es einen Zwerg und ein Namensschild. In einem abgedunkelten Raum, in dem die Besucher leuchtende Lichterketten auf sich wirken lassen konnten, standen reihenweise Kartons. Wer durch ein Guckloch schaute, der sah jeweils ein beleuchtetes Fantasie-Innenleben. Fürs leibliche Wohl war selbstverständlich auch gesorgt. So wurden neben dem Kuchen und den Torten auch frische Waffeln angeboten. „Würstchen, Würstchen, Würstchen“, schrien es die Grillmeister Semian, Til, Pablo und Jona vom stand der 8. Klasse heraus und lockten die Kundschaft.

Aus sechs Punkten bestand das Musikprogramm. Für Stimmung sorgten unter anderem die „Streicher ohne Namen“ der Kreismusikschule Verden unter Leitung von Ingo Höricht. „Wir spielen aktuelle Pop-Musik, die ich für die Band arrangiert habe“, erklärte er. Es kamen an diesem Tag unter dem Motto „Ein Markttag für Augen, Mund und Ohren“ eben alle auf ihre Kosten.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+