Volleyball 2. Liga

Ein Krimi zur Premiere

Der TV Baden geht in seinem ersten Zweitligamatch über die volle Distanz, den Sieg fährt aber der Gegner ein.
16.09.2018, 19:50
Lesedauer: 2 Min
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Ein Krimi zur Premiere
Von Florian Cordes
Ein Krimi zur Premiere

Badens Libero Nils Mallon zeigte in Bocholt eine gute Leistung. Immerhin fuhr er mit seinem Team einen Punkt ein.

Björn Hake

Bocholt. Das erste Spiel in der 2. Volleyball-Bundesliga in der Vereinshistorie des TV Baden ist keines für schwache Nerven gewesen. Der Liga-Neuling musste am Sonntag beim TuB Bocholt antreten und stellte gleich unter Beweis, dass er zu Recht in dieser Saison im Unterhaus spielt. Fünf Sätze bekamen die Zuschauer in Bocholt geboten. Das glücklichere Ende in dem Krimi hatten jedoch die Gastgeber für sich. Der TuB Bocholt gewann das packende Zweitligamatch mit 3:2 (25:27, 25:19, 25:22, 21:25, 15:9).

Vor der Begegnung hatte TVB-Coach Fabio Bartolone seine Mannschaft noch dazu aufgefordert, dass sie jeden Moment des ersten Zweitligaspiels genießen soll. Das dürfte den TVB-Schützlingen jedoch gar nicht so einfach gefallen sein: Denn die Bocholter legten einen Blitzstart hin und gingen mit 6:1 in Führung. Der Vorsprung war auch beim 8:2 für den TuB noch komfortabel. Vieles deutete darauf hin, dass die Badener ihren Premieren-Satz in Liga zwei verlieren sollten. Doch die Bartolone-Truppe legte ein starkes Comeback aufs Parkett. Aus einem 16:18-Rückstand machte der TV Baden zunächst eine 20:19-Führung. Kurze Zeit später stand es 24:24. Es ging in die Satzverlängerung. In dieser hatten die Badener das bessere Ende für sich. Sie gewannen den Durchgang mit 27:25. „Was die Jungs im ersten Satz gezeigt haben, war unglaublich“, freute sich Fabio Bartolone.

Im folgenden Satz setzten sich die Gastgeber wieder ab – 16:11. Diesmal gelang Baden kein eindrucksvolles Comeback. Als Bocholt den Punkt zum 21:13 machte, mussten sich die Gäste allmählich mit dem Satzverlust anfreunden. Und so kam es dann auch. Der TuB entschied den Abschnitt mit 25:19 für sich und kam zum Satzausgleich. Der dritte Durchgang sollte zunächst einen ausgewogenen Verlauf nehmen. Keines der beiden Teams setzte sich ab – 7:7. Danach lief es aber wieder so wie zuvor in den Sätzen eins und zwei: Bocholt gelang es, eine Lücke zwischen sich und dem TV Baden zu reißen – 17:13. Diesen Vorsprung bewahrten die Hausherren und gingen mit 2:1 nach Sätzen in Führung.

Der TV Baden wollte aber nicht mit leeren Händen nach Hause fahren und stellte in Satz vier seine Zweitliga-Tauglichkeit endgültig unter Beweis. Sie setzten sich in diesem auf 14:10 ab. Bocholt kam im Laufe des Abschnitts zwar noch einmal auf 18:21 heran, das Bartolone-Team überstand diese knifflige Situation aber und verwandelte den Satzball zum 25:21. Die Badener hatten schon einmal einen Punkt sicher. Ein zweiter Zähler sollte es aber nicht für die Gäste werden. Der TuB Bocholt spielte im Tiebreak besser und gewann den Entscheidungssatz mit 15:9.

Fabio Bartolone wusste genau, was seinem Team im Tiebreak fehlte. „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Das lag auch daran, weil uns in der 2. Liga die Erfahrung fehlt. Aber die wird kommen“, sagte er. „Es ist unser erster Punkt in der 2. Liga. Diesen dürfen wir feiern.“ Badens Manager Peter-Michael Sagajewski zog ein kurzes und knappes Fazit, das ebenfalls positiv ausfiel: „Wir freuen uns über diesen Punkt.“ Zudem gab Sagajewski ein Versprechen für die Zukunft: „Die Mannschaft wird sich noch steigern.“

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