Fußball Oberliga

Ein moralischer Pluspunkt

Der TB Uphusen weiß beim MTV Gifhorn in spielerischer Hinsicht nicht zu überzeugen, verbucht aber aufgrund einer starken Moral und eines späten Treffers immerhin einen Punkt.
08.09.2019, 20:24
Lesedauer: 2 Min
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Ein moralischer Pluspunkt
Von Patrick Hilmes
Ein moralischer Pluspunkt

War der auffälligste Spieler des TB Uphusen in Gifhorn und auch für den Treffer zum 1:1 verantwortlich: Philipp-Bruno Rpckahr (links).

Björn Hake

Gifhorn. Die noch junge Fußball-Oberliga-Saison des TB Uphusen kann bisher wie folgt beschrieben werden: spielerisch oftmals überzeugend, aber nur selten mit Punkten belohnt. An Spieltag sechs ist dies nun etwas anders gewesen. Die Arenkampkicker reisten zum MTV Gifhorn. Spielerisch wussten sie diesmal nicht zu überzeugen, kehrten aber immerhin mit einem Punkt heim. Der Grund: Das Team bewies Moral beim 1:1 (1:0).

Dieser Umstand veranlasste Coach Fabrizio Muzzicato daher auch, trotz der spielerisch wenig ansprechenden Leistung mit dem Auftritt zufrieden zu sein. „Eine nicht intakte Mannschaft hätte anders reagiert, wir haben hingegen über die Mentalität ins Spiel gefunden und uns am Ende belohnt. Daher überwiegt das Positive.“ Alles begann aber mit dem Negativen: Der TBU sah sich in der Anfangsphase häufig einer Unterzahl gegenübergestellt und bekam keinen Zugriff auf Spiel und Gegner. Entsprechend stand es nach 18 Minuten 1:0 für die Gastgeber – ein Treffer der Marke „zu einfach“ (Muzzicato). Mit einem langen Ball und einem einfachen Querpass kam der MTV zum Erfolg. Der Torschütze hieß Luis Prior Bautista.

Muzzicatos Antwort: Umstellung von Dreier- auf Viererkette. Und das fruchtete. Uphusen fand zu mehr Stabilität, jedoch nicht zu mehr spielerischer Qualität. Immerhin war der TBU nun gleichwertig mit dem MTV. Nach der Pause folgte die nächste Umstellung. Aus dem 4:1:4:1-System wurde ein 4:4:2, indem Philipp-Bruno Rockahr in die Spitze beordert wurde. Und genau dieser stach nun aus der kämpferisch starken Gästetruppe hervor. Immer wieder setzte sich Rockahr gegen einen oder mehrere Spieler durch. „Es lief viel über ihn, er hat sich in vielen Zweikämpfen richtig aufgerieben und gute Szenen gehabt“, lobte ihn sein Coach. Und Rockahr belohnte sich und seine Mitstreiter für den moralisch guten Auftritt. In Minute 86 lauerte der Stürmer am zweiten Pfosten bei einer Ecke von Rilind Neziri. Dieser schlug den Ball scharf in den Sechzehner und fand Rockahr – 1:1.

Somit konnte der Coach einen moralischen Pluspunkt verbuchen und sah in Halbzeit zwei auch noch weitere positive Dinge. Unter anderem brachten die eingewechselten Elmehdi Faouzi und Marius Winkelmann, beide kamen in Minute 63, frischen Wind. Letzterer stand nicht in der Startelf, da er zuvor wenig trainiert hatte. „Das ist ähnlich wie mit Frithjof Rathjen. Ich muss den Jungs die Chance geben, die beim Training sind“, betonte Muzzicato. Einer von ihnen ist auch Zugang Besir Rogaqi, der von Anfang an auflief. Muzzicato war nicht unzufrieden mit dem Mittelfeldakteur, sprach aber davon, dass sich vieles noch „im Prozess“ befinde.

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