Serie: Geschäfts-Bericht

Ein Partner für die Landwirte

Der Landmaschinenvertrieb Mager & Wedemeyer lenkt seine Geschäfte aus Oyten – und gehört inzwischen zu den Unternehmen mit dem größten Gewerbeflächenbesitz in der Gemeinde.
05.02.2018, 16:26
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Ein Partner für die Landwirte
Von Marius Merle
Ein Partner für die Landwirte

Leiten das Unternehmen Mager & Wedemeyer: Hans Gerd Voß (links) und Dirk Hassel.

Björn Hake

Kaum ein Unternehmen verfügt in der Gemeinde Oyten insgesamt über so viel Gewerbefläche wie der Landmaschinenvertrieb Mager & Wedemeyer. Vor rund 30 Jahren von Bremen in die Nachbarkommune umgezogen, befindet sich nicht nur die Unternehmenszentrale seit dieser Zeit dort auf etwa 25 000 Quadratmetern im alten Gewerbegebiet. Auch im neuen Gewebepark südlich der Autobahn verfügt Mager & Wedemeyer inzwischen über eine Fläche von 15 000 Quadratmetern. 2016 wurde dort ein Gebrauchtmaschinenzentrum eröffnet. "Ein klares Bekenntnis zum Standort Oyten", nennt es Dirk Hassel, der gemeinsam mit Hans-Gerd Voß die Geschäfte des Unternehmens leitet.

Etwa zwei Drittel der insgesamt rund 180 Mitarbeiter sind in Oyten beschäftigt, die anderen verteilen sich auf die inzwischen gegründeten Niederlassungen in Hammah, Leinde, Nortmoor und Neustadt-Scharrel. "Wir sind einer der größten Landmaschinenhändler in Norddeutschland und mit am längsten am Markt", sagt Voß, der bereits seit 1987 für das Unternehmen arbeitet und 2008 den Geschäftsführerposten übernommen hat. Doch der Handel mit den Landmaschinen aller Art ist nur ein Teil des Geschäftes von Mager & Wedemeyer. "Wir sind auch ein Dienstleistungsunternehmen", erklärt Voß. Das heißt: Die Kunden bekommen auch Service in Form von Reparaturen und Beratung außerhalb des Verkaufsgespräches geboten. Durch die Niederlassungen und Servicepartner könne man in fast komplett Niedersachsen und in Teilen von Sachsen-Anhalt eine Vor-Ort-Hilfe anbieten. Seit 2015 betreibt Mager & Wedemeyer zudem einen Onlinehandel für Ersatzteile.

Zur Unternehmenszentrale in Oyten gehört auch eine große Werkstatt, wo die Mitarbeiter ältere oder neuere Maschinen auf Vordermann bringen. „Das, was dort gemacht wird, kann nicht jeder“, will Hassel betont haben, dass es sich bei der Landtechnik um einen besonders vielschichtigen und komplizierten Arbeitsbereich handelt. Nicht umsonst investiere das Unternehmen viel in Aus- und Weiterbildung. „Die Welt der Landwirte wird insgesamt immer komplexer. Benötigt wird ein Partner, der ihnen Aufgaben abnimmt“, sagt Hassel, der den Job als Geschäftsführer seit rund einem Jahr inne hat. Und eben diesen Partner wolle man stellen.

Um dieser Aufgabe besser gerecht werden zu können, zog das bereits vor 119 Jahren gegründete Unternehmen 1987 auch von Bremen nach Oyten. "Als Landmaschinenpartner ist man auf dem Land doch besser aufgehoben", erklärt Voß. Oyten habe sich aufgrund der perfekten Lage – direkt am Bremer Kreuz sowie zentral im Vertriebsgebiet – einfach angeboten. Und so sei auch schnell klar gewesen, dass man das neue Gebrauchtmaschinenzentrum in der Nachbarschaft zur Zentrale ansiedeln möchte. Dabei traf es sich gut, dass die Gemeinde Oyten damit begonnen hatte, Flächen im neuen Gewerbepark zu veräußern. Als eines der ersten Unternehmen erhielt Mager & Wedemeyer den Zuschlag. 250 bis 300 laut Hassel "zertifizierte und überprüfte" Gebrauchtmaschinen warten im dort erbauten Zentrum auf einen neuen Besitzer. Diese werden bundesweit und auch ins Ausland verkauft. "Mit der Entwicklung sind wir sehr zufrieden", zieht Voß nach etwas mehr als einem Jahr ein positives Zwischenfazit.

Zufrieden ist man auch im Oytener Rathaus über die Zusammenarbeit mit Mager & Wedemeyer. "Es ist eine Firma, die sehr engagiert ist und gut am Standort Oyten arbeitet", lässt Wirtschaftsförderer Axel Junge wissen. Und das Potenzial des Unternehmens im neuen Gewerbegebiet ist mit dem Bau des Gebrauchtmaschinenzentrums noch nicht erschöpft. Je nachdem, wie es der Markt verlange, könne man reagieren und sich neuen Herausforderungen stellen. "Wir haben uns so positioniert, dass wir hier in Oyten in den nächsten Jahren noch gut wachsen können", betont Hassel.

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