Rundfahrten auf dem Motorrad für Menschen mit Behinderung / Rockparty gestaltet zweiten Teil des Aktionstages Ein Tag auf der Route 66

Menschen mit und ohne Behinderung können am Sonnabend, 18. August, im Achimer Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) zusammenkommen. Während bei dem sogenannten "Crazy Run" draußen Motorradfahrer zu Rundfahrten auf ihren Maschinen einladen, kann im Saal bei einer "Highway-to-Hell-Party" gerockt werden.
14.08.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Butt

Menschen mit und ohne Behinderung können am Sonnabend, 18. August, im Achimer Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) zusammenkommen. Während bei dem sogenannten "Crazy Run" draußen Motorradfahrer zu Rundfahrten auf ihren Maschinen einladen, kann im Saal bei einer "Highway-to-Hell-Party" gerockt werden.

Achim. "Behinderte Menschen haben die gleichen Bedürfnisse, die gleichen Leidenschaften und die gleichen Wünsche wie nicht behinderte Menschen", sagt Silke Rotermund vom Bremer Motorradverein Crazy Run. Der Verein veranstaltet gemeinsam mit der Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle (Wabe) an der Feldstraße in Achim am Sonnabend einen "Crazy Run". Zeitgleich findet im Kasch eine "Highway to Hell Party" statt.

Die Idee, Menschen mit Behinderung auf ihrer Maschine zu kurzen aber auch längeren Ausflugsfahrten mitzunehmen, hatte Silke Rotermund schon vor einigen Jahren. Die begeisterte Motorradfahrerin arbeitet in einer Behinderteneinrichtung. Deren Bewohner waren immer ganz aus dem Häuschen, sobald die Bikerin den Motor ihrer Maschine startete. "Sie wollten alle immer mitfahren", denkt Silke Rotermund zurück. Stets hatte sie das abgelehnt, aber eines Tages erfüllte sie dann doch einem Autisten den Wunsch.

Nach der fünfminütigen Rundfahrt war der junge Mann begeistert. Silke Rotermund dachte daran, auch anderen Menschen mit Behinderung den Spaß einer Motorradtour zu ermöglichen. "Doch es hat zwei Jahre gedauert, bis ich den Verein Crazy Run ins Leben gerufen habe", erzählt sie. 2004 legte sie los und trommelte Motorradfahrer aus ganz Norddeutschland zusammen. "Bei Treffen und sogar an roten Ampeln habe ich um Mitglieder geworben", erinnert sich die Bikerin. Inzwischen ist der Crazy Run ein Selbstläufer geworden. Fast 100 Motorradfahrer aus der Region Bremen, einige reisen sogar aus Berlin und Hamburg zu den Treffen an, engagieren sich für die Menschen mit Einschränkungen. Maschinentyp und Baujahr sind egal. "Vom Oldtimer bis zum Hightechgefährt sind bei uns alle Marken vertreten", sagt Silke Rotermund.

Sprühtattoos inklusive

Um etwa 18 Uhr starten die Biker zu ihren ersten Touren durch die Weserstadt. Je nach Lust und Laune der Teilnehmer kann sowohl als Sozius hinter dem Fahrer als auch in einem Beiwagen mitgefahren werden. Zeitgleich mit dem Crazy Run beginnt im Kasch eine große Rockfete, zu der alle Partygänger zum Mitfeiern eingeladen sind. "Wir beteiligen uns schon länger an Festen im Kulturhaus. Zum Beispiel laden wir vor der Achimer Tanznacht zu Feiern ein. Diese gehen dann abends nahtlos in die Tanznacht über", sagt Wabe-Mitarbeiter Michael Etzel. "Das DJ-Team bietet wieder aktuelle und rockige Musik zum Abtanzen an", teilen die Organisatoren mit. Als weiteren Höhepunkt können die Feierlustigen während der Veranstaltung fetzige Tattoos auf ihre Arme und Beine sprühen lassen.

Der Eintritt für den Bikertag beträgt drei Euro. Assistenten zahlen nichts. Die Organisatoren teilen mit, dass ab 18 Uhr auch wieder Busse zwischen der Stiftung Waldheim und dem Kasch verkehren.

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