Volleyball

Ein Wettbewerb für den Rhythmus

Der TV Baden empfängt am Sonntag Giesen II, Lüneburg II und Schüttorf zur Endrunde des Nordwestpokals. Der Gewinner darf von der Teilnahme am DVV-Pokal träumen.
04.10.2019, 16:42
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Ein Wettbewerb für den Rhythmus
Von Florian Cordes
Ein Wettbewerb für den Rhythmus

Im jüngsten Ligaspiel gegen Bitterfeld-Wolfen kam Simon Bischoff nicht zum Einsatz. Das dürfte jetzt im Pokal anders aussehen.

Björn Hake

Baden. Testspiele gegen Bundesligisten, ein Aufstieg folgte dem nächsten und dann gelang auch noch der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Nord. Die Erfolgsgeschichte des TV Baden kann sich sehen lassen. Das steht außer Frage. Doch eine Sache fehlt in der Vita der Volleyballer noch. Bisher blieb ihnen eine Teilnahme am Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) verwehrt. Für die Badener würde sich schon ein Traum erfüllen, wenn die Teilnahme an diesem Wettbewerb Realität wird. Einen ersten Schritt in Richtung DVV-Pokal will der TVB an diesem Sonntag (Beginn um 11 Uhr) machen, wenn in der heimischen Lahofhalle die Endrunde des Nordwestpokals ausgespielt wird.

Vier Teams sind es, die sich den Cup noch schnappen können. Neben dem gastgebenden Zweitligisten hoffen noch Badens Klassenpartner FC Schüttorf 09, der Drittligist SVG Lüneburg II sowie der Regionalligist TSV Giesen II auf den Turniersieg in Baden. Der Modus könnte simpler nicht sein. Zunächst werden zwei Halbfinals gespielt, die beiden Sieger ermitteln zum Abschluss den Turniersieger. Und dieser darf dann mal richtig mit dem Träumen vom DVV-Pokal anfangen: Denn der Gewinner des Nordwestpokals trifft auf den Cupsieger aus dem Westen. Wer aus diesem Duell, das Ende Oktober ausgetragen werden soll, als Sieger hervorgeht, hat es geschafft: die Qualifikation für das Achtelfinale des DVV-Pokals. Der Gegner steht bereits fest. In der Runde der letzten 16 kommt der Bundesligist United Volleys Frankfurt zum Sieger des Duell West gegen Nordwest.

„Ich denke, dass alle Teams, die am Sonntag im Lahof antreten, mit dem DVV-Pokal liebäugeln“, sagt Badens Manager Peter-Michael Sagajewski. Die Aussicht, ein Pflichtspiel gegen einen Erstligisten auszutragen, habe selbstredend seinen Reiz. „Und ich denke auch, dass wir Chancen haben, weiterzukommen“, findet der Manager. Allerdings habe der Pokal für den TVB auch noch einen anderen Nutzen, sagt Sagajewski: „Ohne die Pokalrunde hätten wir mehrere Wochen frei. So bleiben wir jetzt aber im Rhythmus. Außerdem kommen auch die Spieler zum Zuge, die zuletzt nicht so oft auf dem Feld standen.“ Dazu gehören unter anderen Simon Bischoff und Lewin Probst.

Trainer Fabio Bartolone plant fest damit, einige Dinge auszuprobieren. „Alle Jungs sollen ihre Einsatzzeiten bekommen“, kündigt der Coach an. Auch Alessandro Blasi, Badens Neuzugang aus Italien, dürfte nun erstmals für sein neues Team das Feld betreten. „Er macht sich im Training schon sehr gut“, lobt Bartolone seinen Landsmann.

Der Trainer geht die Pokalrunde optimistisch an. Und das aus gutem Grund: Denn in den beiden bisherigen Ligaspielen wusste sein Team zu überzeugen. Die vier Punkte, die Baden gegen Schüttorf und Bitterfeld-Wolfen geholt hat, sind der Beweis dafür. „Wir befinden uns in einem guten Moment. Diese Stimmung wollen wir jetzt weitertragen“, sagt Bartolone, der hofft, dass der Halbfinalgegner nicht zum Stimmungskiller wird. In der Vorschlussrunde bekommt es Baden mit der Bundesliga-Reserve aus Giesen zu tun. „Das ist ein ambitionierter Klub“, sagt Bartolone. Sagajewski ergänzt: „Es ist der vermeintlich leichteste Gegner. Aber vermeintlich ganz groß und in rot geschrieben. Da müssen wir aufpassen.“

Im einem möglichen Finale würde der TVB auf einen weiteren starken Gegner treffen. Gegen Schüttorf unterlag Baden vor Kurzem beim Ligaauftakt mit 2:3. „Und kommt Lüneburg mit voller Kapelle, steht da ein Team auf dem Feld, das auch in Liga zwei locker mithalten kann“, sagt Sagajewski.

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