Achimer Bäder Einsatz für ein gemeinsames Ziel

Damit der Parallelbetrieb von Frei- und Hallenbad wie bisher aufrecht erhalten werden kann, ist der Förderverein Achimer Bäder aktiv geworden. Und mit ihm Menschen, die als Rettungsschwimmer im Einsatz sind.
01.08.2019, 16:47
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Einsatz für ein gemeinsames Ziel
Von Kai Purschke

Richard Schönebeck, Chef des Fördervereins Achimer Bäder, ist bekannt dafür, dass er Klartext spricht. Und darum macht er aus seinem Herzen auch keine Mördergrube, wenn er auf die bisherige Resonanz der Achimer auf die Unterstützung für den neuen Förderverein zu sprechen kommt. „Ich bin ganz klar enttäuscht“, betonte er nun beim Pressegespräch im Freibad. Dass neben den 13 Gründungsmitgliedern bisher „nur“, wie Schönebeck anmerkt, 45 Achimer zu Mitgliedern und damit Förderern des Parallelbetriebs von Frei- und Hallenbad geworden sind, wurmt ihn offenkundig.

Wenngleich er glaubt, dass vielen Bürgern noch gar nicht richtig bewusst sei, dass sie mit einer Unterstützung des Fördervereins (der Jahresbeitrag kostet zwölf Euro) zum Erhalt der beiden Schwimmbäder und zur Sicherung des Parallelbetriebs beitragen können, räumt Schönebeck auch ein, dass der Förderverein erst mit einer ungeplanten Verzögerung an den Start gehen und Präsenz zeigen konnte. „Jetzt aber haben wir endlich eine Steuernummer und dürfen auch Spenden annehmen“, erzählte er stellvertretend fürs Vorstandsteam, das bisher unter anderem 300 Flyer in Achim verteilt hat.

Die Vereinshomepage soll ab Ende nächster Woche freigeschaltet sein, sie wird dann unter www.foevab.de zu erreichen sein. Eine Aktion im Freibad in Form einer Veranstaltung wird es in der laufenden Saison aber nicht mehr geben, diese wird nun für den Sommer 2020 vorbereitet. „Das muss vernünftig geplant werden“, weiß Schönebeck. Bis zum 9. September hat das neue Familienfreibad noch geöffnet, im kommenden Jahr sollen dann auch die Umkleiden, der neue Eingang sowie die Sozialräume fertiggestellt sein.

„Das ist doch richtig gut, dass die Stadt Achim das alles ermöglicht und das sollte erhalten werden. Die Leute sollten dieses tolle Bad zu schätzen wissen“, sagte Margot Hundt, die zu den ehrenamtlichen Rettungsschwimmern gehört, die sich für den Förderverein und letztlich die Stadt Achim zur Verfügung stellen, indem sie stundenweise im Freibad sind und die fest angestellten Kräfte unterstützen. Knapp 20 Frauen und Männer der Wasserwacht, der DLRG, des Tri-Teams Schwarme, des TSV Achim sowie gewerbliche Kursanbieter sorgen mit ihrem persönlichen Einsatz dafür, dass genügend Personal vorhanden ist, um den Parallelbetrieb des Freibads und des Hallenbads (außer zu den üblichen Schließzeiten wegen der Revisionsarbeiten) aufrecht zu erhalten.

Richard Schönebeck bedankte sich nun bei den Rettungsschwimmern, die in Dreierteams jeweils für Schichten von drei Stunden eingesetzt werden. „Darüber bin ich total begeistert, diese Menschen hier zeigen mit ihrem Engagement, dass sie verstanden haben, worum es geht“, betonte er. Harry Kurth pflichtete ihm bei: „Das ist doch alles keine Selbstverständlichkeit, dass wir hier diese Bäder haben. Da muss niemand in einen See oder Fluss springen, um sich abzukühlen.“

Den Einsatz der Rettungsschwimmer, die eine Aufwandsentschädigung bekommen und 500 Personalstunden im Freibad abdecken, ermöglicht laut Schönebeck derzeit ein Sponsor, den der Verein zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren will. Wie berichtet, gehört der Einsatz der Rettungsschwimmer zu dem von der Stadt beabsichtigten Drei-Säulen-Modell, mit dem der Parallelbetrieb wie bisher gewährleistet werden kann und der städtische Haushalt höher nicht belastet wird. Dazu gehören auch höhere Mietbahnen-Preise für Gewerbetreibende im Hallenbad.

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