Verden Eisglätte sorgt für etliche Knochenbrüche

Landkreis Verden. Angeknackste Hüften und gebrochene Knöchel oder Handgelenke - die Eis- und Schneeglätte brachte am Donnerstag etliche ins Rutschen und ins Krankenhaus. Die Chirurgieabteilung der Aller-Weser-Kliniken in Achim und Verden hatte viele Notfälle zu versorgen.
29.01.2010, 06:00
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Eisglätte sorgt für etliche Knochenbrüche
Von Uwe Dammann

Landkreis Verden. Angeknackste Hüften und gebrochene Knöchel oder Handgelenke - die Eis- und Schneeglätte brachte am Donnerstag etliche ins Rutschen und ins Krankenhaus. Die Chirurgieabteilung der Aller-Weser-Kliniken in Achim und Verden hatte viele Notfälle zu versorgen.

'Wir hatten hier eine Menge mit Knochenbrüchen und anderen Notfallversorgungen zu tun. Auf den eisglatten Bürgersteigen oder Eisflächen, die vom Schnee verdeckt waren, sind viele ins Rutschen gekommen', sagt der leitende Oberarzt Dr. Werner Müller-Bruns.

Während auf den vereisten Bürgersteigen offensichtlich viele ins Schliddern gerieten, war die Situation auf den Landesstraßen und Kreisstraßen deutlich besser. 'Die Autofahrer haben sich insgesamt diszipliniert Verhalten und sind vorsichtig gefahren', sagt ein Sprecher der Polizei.

Blitzeis und Schneeregen hatten allerdings am Mittwochabend auf der A 27 bei Kirchlinteln eine kleine Unfallserie mit insgesamt fünf beteiligten Lkw ausgelöst. Zunächst verunglückte gegen 22 Uhr der Fahrer eines Kleintransporters auf der Richtungsfahrbahn Bremen-Hannover. Sein Sprinter drehte sich mehrfach und touchierte die Schutzplanke leicht. Der Schaden blieb gering, der Fahrer unverletzt. Nahezu zeitgleich verunglückte auf der Gegenfahrbahn ein 42-jähriger Brummifahrer aus Braunschweig mit seinem Lkw/Anhängergespann.

Auf eisglatter Fahrbahn kam er ins Schleudern und prallte seitlich gegen die Schutzplanke. Dabei riss der Anhänger vom Zugfahrzeug ab und blieb entgegen der Fahrtrichtung auf dem Hauptfahrstreifen stehen. Die ersten beiden Fahrzeuge einer Militärkolonne aus den Niederlanden passierten das Hindernis problemlos. Die beiden Fahrer zweier nachfolgender Panzertransporter kamen bei Ausweichmanövern ins Schleudern. Der erste Soldat rutschte mit seinem tonnenschweren Gefährt

in die Schutzplanke, der Fahrer des zweiten Transporters walzte mehrere Meter Schutzplanke nieder und prallte dann gegen den Lkw des ersten Unfalles. Dessen 42-jähriger Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Die Soldaten blieben unverletzt. Die Höhe des entstandenen Schadens geht in die Zehntausende. Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste die Autobahn Richtung Bremen bis gegen drei Uhr morgens voll gesperrt werden.

Zu weiteren Glätteunfällen kam es im Landkreis am Donnerstagmorgen nicht. Ähnlich friedlich sah es im Nachbarkreis Rotenburg aus. Obwohl auch im Landkreis Rotenburg die Witterungsverhältnisse am Mittwochabend mit Eis und Schnee extrem ungemütlich wurden und Glätte durch beginnenden Regen auf den gefrorenen Boden zu Blitzeis wurde, musste die Polizei im gesamten Kreis keine Unfälle aufgrund des Wetters aufnehmen, berichtete die Polizei.

Offensichtlich hatten sich die Autofahrer auf die Witterung eingestellt, aber auch die Streu- und Räumdienste hatten umfassend und zügig gearbeitet, so dass die Hauptstraßen im Berufsverkehr gut befahrbar waren.

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