Reiten Entscheidung gegen Verden

Die WM der jungen Dressurpferde wird in den Jahren von 2021 bis 2023 im niederländischen Ermelo stattfinden. Beworben hatte sich auch die Reiterstadt Verden, die Ausrichter 2020 sein wird.
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Entscheidung gegen Verden
Von Patrick Hilmes

Verden/Moskau. Das ist nicht gelaufen wie geplant und erhofft: Die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde wird in den Jahren von 2021 bis 2023 nicht in Verden stattfinden. Zum Auftakt der Generalversammlung des Weltreiterverbandes FEI in Moskau hat das FEI-Board die Austragungsorte mehrerer Championate vergeben. Und in puncto WM der jungen Dressurpferde bekam statt Verden Ermelo (Niederlande) den Zuschlag.

„Das hat uns natürlich nicht gefreut“, gibt Ulrike Kubelke vom Hannoveraner Verband enttäuscht zu Protokoll. Kubelke, die von Carsten Rotermund die Turnierleitung übernommen hat und gehofft hatte, auch in den Jahren 2021 bis 2023 die WM in das Turnier „Verden International“ integrieren zu können, war überrascht von der Entscheidung gegen den Standort Verden. „Dafür gab es keine Anzeichen. Im Gegenteil, es sah eher danach aus, als ob die Entscheidung pro Verden getroffen werden würde.“

Der Grund für diese Annahme resultierte unter anderem daraus, dass die Vergabe eigentlich bereits im Juni beschlossen werden sollte. Die Verschiebung hatte man beim Hannoveraner Verband als gutes Zeichen gewertet. Denn bereits vor zwei Jahren mussten willige Ausrichter ihre Bewerbungen abgeben. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch noch nicht fest, dass das Gelände am Berliner Ring massiv für den Reitsport umgebaut werden würde. „Wir haben zwar zu dem Zeitpunkt keine fertigen Pläne abgeben können, aber grobe Skizzen nachgereicht inklusive 3D-Visualisierungen“, berichtet Kubelke.

Entsprechend könne sich der Verband auch keine Vorwürfe machen. „Wir haben alles gemacht, was wir machen konnten. Von unserer Seite aus gab es kein Versäumnis“, betont die Turnierleiterin. Zuletzt gab es diverse interne Querelen im Hannoveraner Verband, wie etwa die Entlassung von Werner Schade, dem Geschäftsführer sowie Zuchtleiter. Kubelke glaubt aber nicht, dass die Unruhen eine Rolle bei der Vergabe gespielt haben. „Das ist eine internationale Entscheidung. Die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung, Anm. d. Red.) muss die Bewerbungsunterlagen ja weiterreichen und die hätten uns signalisiert, wenn sie nicht daran geglaubt hätten, dass der Verband einer solchen Veranstaltung gewachsen ist. Das ist in keinem Punkt geschehen, die FN hat nie an uns gezweifelt“, versichert Kubelke.

Doch warum hat nun nicht Verden, sondern erneut Ermelo – bereits Ausrichter der Jahre 2016 bis 2019 – den Zuschlag bekommen? Eine Begründung beinhaltete die schriftliche Entscheidung der FEI nicht. Von FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach, der derzeit bei der FEI-Generalversammlung in Moskau weilt, erhofft sich Kubelke in den kommenden Tagen eine Erklärung. Auswirkungen auf das Turnier im kommenden Jahr, wenn Verden Ausrichter der WM der jungen Dressurpferde ist, oder auf die Baumaßnahmen habe die Entscheidung nicht, versichert die Turnierleiterin. Nun gehe es aber in die Planung der Jahre 2021 bis 2023 und dafür stehen bereits Alternativen im Raum. „Wir hatten bereits im Vorfeld Anfragen der FN, ob wir andere Turniere wie etwa die Deutsche Amateurmeisterschaft oder die Dressur-Europameisterschaft für junge Reiter, Junioren et cetera ausrichten könnten.“ Es werden somit andere Turniere in Verden stattfinden, nur halt nicht das erhoffte.

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