Stärke von 2,5

Erdbeben in Langwedel

Das bisher schwerste Erdbeben dieses Jahres in Niedersachsen hat es in der Nacht zu Montag in Langwedel nahe des Erdgasfeldes Völkersen gegeben. Es hatte eine Stärke von 2,5.
11.12.2017, 11:16
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Erdbeben in Langwedel
Von Marius Merle
Erdbeben in Langwedel

Das Landesamt hat den Zusammenhang des Erdbebens mit der Erdgasförderung bestätigt.

FOCKE STRANGMANN

Langwedel. In der Nacht zu Montag hat sich im Raum Langwedel im Landkreis Verden das bisher schwerste Erdbeben des Jahres in Niedersachsen ereignet. Der Erdstoß gegen 1.15 Uhr mit einer vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gemeldeten Stärke von 2,5 wurde vom seismischen Messsystem des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) in einer Tiefe von rund 5000 Metern registriert. Die maximal gemessene oberirdische Schwinggeschwindigkeit der dem Ereignis nächstgelegenen Messstation lag bei knapp 1,3 Millimeter pro Sekunde. Dieser Wert liegt über der menschlichen Wahrnehmungsschwelle. Kein Wunder, also dass viele Anwohner etwas vom Beben mitbekommen haben und im Internet darüber berichten. „Sehr starkes Vibrieren“, „deutliches Rumpeln“ oder „ein lauter Knall“ sind einige der dort zu findenden Beschreibungen.

Es ist nicht das erste Beben in dieser Gegend, in dem die Deutsche Erdoel AG (Dea) Erdgasförderung betreibt. Letztmals war es dort im Februar dieses Jahres zu einer seismischen Aktivität gekommen. Durch das jetzige Beben entstandene Schäden sind bisher nicht gemeldet worden, wie die Dea mitteilt. Sie bezeichnet das Erdbeben als „schwaches seismisches Ereignis“.

Wie das LBEG ausführte, seien bislang 14 Meldungen von Bürgern eingegangen, die Erschütterungen durch das Erdbeben wahrgenommen haben. Das Epizentrum liegt nahe der Ortschaft Langwedel. „Es befindet sich im Bereich des Erdgasfeldes Völkersen und steht in Zusammenhang mit der Erdgasförderung“, erklärt die Behörde.

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