Karate

Erfolgreiche DM-Teilnahme mit einem Sahnehäubchen

Die Karate-Talente von Bushido Verden haben erfolgreich an den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld teilgenommen. Allen voran Jan Schoknecht, der sich den Titel in seiner Altersklasse U12 sicherte.
01.10.2019, 16:12
Lesedauer: 2 Min
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Erfolgreiche DM-Teilnahme mit einem Sahnehäubchen
Von Jens Hoffmann
Erfolgreiche DM-Teilnahme mit einem Sahnehäubchen

Strahlten nach der Karate-DM der Schüler aus gutem Grund in die Kamera: Sven Plate, Thomas Piechot, Emily Meier, der neue deutsche Meister Jan Schoknecht, Larus Reinecke, Felix Otten und Trainerin Ulrike Maaß (von links) – alle von Bushido Verden.

Reinecke

Bielefeld. Ulrike Maaß war selbst am Folgetag noch restlos begeistert: „Das war ein so tolles Erlebnis für uns, dass ich immer noch staune“, frohlockte sie unmittelbar nach den Deutschen Karate-Meisterschaften der Schüler in Bielefeld. Ihre Euphorie hatte einen guten Grund: nämlich das erfolgreiche Abschneiden ihrer Schützlinge von Bushido Verden. Das traf vor allem auf Jan Schoknecht zu. Er kämpfte sich in seiner Altersklasse U12 (+38 kg) nicht nur ins Finale vor – nein, er gewann dieses sogar und bescherte den Verdenern damit einen deutschen Meistertitel im Kumite, der Zweikampf-Variante im Karate. Und das nachdem er im Vorjahr noch in der ersten Runde rausgeflogen war.

Der Elfjährige startete absolut souverän ins Turnier und entscheid seinen ersten beiden Kämpfe für sich. Im Halbfinale bekam er es dann mit keinem Geringeren als dem Titelverteidiger zu tun: Wilhelm Herzog vom Verein Sei-Wa-Kai Meissen. Doch der amtierende Meister sollte kein Hindernis für den künftigen darstellen. Jan Schoknecht bezwang seinen Kontrahenten mit 6:3 Punkten. Auch im Finale bestach der junge Bushido-Karateka mit der effektiveren Strategie und hielt Loukman El Karrouch vom TuS Erkrath mit 2:1 in Schach. „Jan ist mein jüngster deutscher Meister“, jubelte seine Trainerin Ulrike Maaß.

Doch auch die anderen Bushido-Talente machten ihre Sache gut. Beispielsweise Thomas Piechot in der U14. Er wurde am Ende Fünfter, verpasste aber ohne eigenes Verschulden ein noch besseres Resultat. Er überzeugte die Kampfrichter in seinen Auftaktduellen, unterlag im Anschluss jedoch, weshalb er das Finale verpasste. Doch eine Medaille lag noch im Bereich des Machbaren. Via Trostrunde nahm Thomas Piechot den dritten Platz ins Visier, den er letztlich aufgrund eines Kampfrichter-Fehlers doch nicht erreichte. „Das war sehr, sehr schade", bedauerte Ulrike Maaß.

Ähnlich verlief der Wettkampf für Larus Reinecke in der U14 (-44 kg). Auch er gewann zunächst zweimal, verlor im Anschluss und zog damit in die Trostrunde ein, die er erfolgreich begann. Doch der entscheidende Kampf um Rang drei ging an den Gegner. Auch für Reinecke blieb Rang fünf. Sein Vereinskollege Felix Otten musste in derselben Klasse derweil gleich nach seinen ersten beiden Duellen die Segel streichen. Er unterlag jeweils mit 0:1.

Als Letzte aus der Bushido-Mannschaft ging Emily Meier an den Start, und zwar im Kumite U12 (-30kg). Sie fand nicht wie erhofft in den Wettkampf und musste sich zunächst der deutschen Vizemeisterin des Vorjahres beugen. Folglich ging es in der Trostrunde weiter. In dieser behauptete sich Emily Meier in ihrem ersten Kampf, gab aber den zweiten ab. In der Endabrechnung hieß das auch für sie: Platz fünf. „Mit der Ausbeute können wir insgesamt sehr zufrieden sein“, zog Ulrike Maaß ein positives Fazit.

Und die nächste Herausforderung wartet bereits auf die Bushido-Aktiven: ein großes Turnier in Berlin mit rund 1200 Teilnehmern am kommenden Wochenende.

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