Volleyball Erinnerungen werden wach

Der TV Baden spielt am Sonntag die Endrunde des Nordwestpokals. Gewinnt der TVB, könnte im November ein Duell mit dem Erstligisten SVG Lüneburg winken.
04.10.2018, 16:53
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Erinnerungen werden wach
Von Florian Cordes

Baden. In der 2. Bundesliga Nord haben die Volleyballer des TV Baden an diesem Wochenende spielfrei. Dennoch steht für das Team eine Pfichtaufgabe an. In Oldenburg wird die Endrunde (Sonntag ab 10 Uhr in der OTB-Halle am Haarenesch) um den Nordwestpokal ausgetragen. An der Hunte trifft der von Fabio Bartolone gecoachte TVB auf vier Mannschaften sowie auf Erinnerungen aus der Vergangenheit – und das in vielerlei Hinsicht.

„Aufwärmen, kalt werden, aufwärmen, kalt werden.“ So umschreibt Badens Manager Peter-Michael Sagajewski das Prozedere, das dem Bartolone-Team in der OTB-Halle bevorsteht. Denn auf den TVB warten dort gleich vier Spiele an einem Tag. Im Modus Jeder-gegen-jeden wird der Gewinner des Nordwestpokals ausgespielt. „Und solch eine Turnierform haben besonders die Zweit- und Drittligisten überhaupt nicht mehr im Blut. Unsere Mannschaft bereitet sich ja nur noch auf ein Spiel am Wochenende vor. Was nun auf uns wartet, kennen die Jungs seit Jahren nicht mehr“, sagt Sagajewski. Bei Pflichtspielen haben die Badener zuletzt mehr als eine Partie an einem Tag austragen müssen, als sie noch der Oberliga angehörten.

Doch nicht nur das ist eine Erinnerung aus der Vergangenheit. Eine weitere liegt noch gar nicht so weit zurück: Denn der TV Baden trifft in Oldenburg auch auf den FC Schüttorf 09. Die beiden standen sich erst vor einer Woche in der 2. Liga gegenüber. Der FCS gewann zu Hause mit 3:1. Das Duell der beiden Zweitligisten steht zum Abschluss an. Es ist also nicht auszuschließen, dass zum Ende des Turniers ein echtes Finale um den Pokalsieg wartet. Auch bei den anderen Gegner schwingen beim TV Baden Erinnerungen mit. Das Bartolone-Team muss gleich im ersten Spiel gegen die SVG Lüneburg II ran. Auf diese Mannschaft traf der TVB in der Vorsaison in der 3. Liga West. „Beim amtierenden Drittliga-Meister sind noch immer einige alte Bundesliga-Recken dabei“, warnt Sagajewski vor dem Gegner.

Auf Trainer Fabio Bartolone wartet ebenfalls eine besondere Begegnung: Denn er trifft mit seinem neuen Team auf sein altes. In ihrem zweiten Spiel des Tages bekommen es die Badener mit dem Regionalligisten TSV Buxtehude-Altkloster zu tun. Vor dem Duell mit Schüttorf wartet auf Baden noch der gastgebende Oldenburger TB (Regionalliga).

Der Nordwestpokal hat für alle Teams einen großen Anreiz. Denn der Gewinner bekommt es Ende Oktober mit dem Sieger des Regionalpokals Nord zu tun. Dieser wird ebenfalls an diesem Wochenende ermittelt. Die beiden Zweitligisten SV Warnemünde und Kieler TV sowie der VfL Pinneberg und Oststeinbeker SV (beide 3. Liga Nord) spielen den Pokalsieger aus. Die Titelträger aus dem Norden und dem Nordwesten spielen schließlich um die Teilnahme am DVV-Pokal. Der Sieger trifft Anfang November im Achtelfinale in einem Heimspiel auf den Bundesligisten SVG Lüneburg. Sollte sich der TV Baden nun in Oldenburg durchsetzten, wartet ein arbeitsreiches Wochenende auf das Team: Denn das Pokalspiel gegen den Nord-Pokalsieger soll am 21. Oktober steigen, einen Tag zuvor steht für den TV Baden das Zweitligaspiel beim VV Humann Essen auf dem Programm. Doch bis zu diesem Szenario ist es noch ein weiter Weg.

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