Thänhuser Markt

„Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“

Das beliebte Volksfest, der Thänhuser Markt, hat einen neuen Marktmeister. Der ist in der Region kein Unbekannter, hatte er dieses Amt auch schon fünf Jahre in Achim inne.
10.10.2017, 16:51
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„Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“
Von Onno Kutscher
„Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“

Manfred Masanek aus Bassen wird künftig auch öfter in Thedinghausen zu sehen sein. Er zieht beim Thänhuser Markt künftig die Fäden.

Björn Hake

Manfred Masanek und Märkte – diese Kombination scheint einfach zusammenzupassen. In Achim war er fünf Jahre Marktmeister, in Oyten ist er es noch immer und nun kommt noch eine weitere Aufgabe auf ihn zu: der Thänhuser Markt. Der in Bassen lebende Masanek tritt damit die Nachfolge von Thomas Wendt an der, wir berichtet, dieses Amt niedergelegt hat und 2017 zum letzten Mal in Thedinghausen als Marktmeister die Fäden in der Hand hatte.

„Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“, findet Masanek. Dafür brauch man sich auch nur die Zahlen angucken, die der Thänhuser Markt vorweisen kann. Über 120 Stände und bis zu 40 000 Zuschauer kommen jährlich zu dem großen Volksfest nach Thedinghausen. „Eine echte Hausmarke“, sagt der 60-jährige Masanek über das beliebte Fest.

Lange überlegt hat er deswegen auch nicht, als es darum ging, die vakante Stelle zu übernehmen. Es gab eine Ausschreibung der Gemeinschaft der Selbstständigen (GDS) in der Samtgemeinde Thedinghausen, „auf die ich mich beworben habe“, sagt er. Geplant war zuerst, das Masanek 2019 das Amt übernimmt. Diese Überlegungen hatten sich allerdings zerschlagen, als Thomas Wendt sich dazu entschied, schon früher in seiner Funktion als Marktmeister zurückzutreten. „Die Einarbeitungsphase ist für mich nun natürlich etwas verkürzt, aber das passt schon. Man hat mir einen gut organisierten Markt hinterlassen“, lobt Masanek seinen Vorgänger.

Die Arbeit Masaneks startete im Grunde schon bei der diesjährigen Auflage des Thänhuser Marktes. „Natürlich noch nicht an vorderster Front. Aber ich habe mir alles schon einmal ganz genau angeschaut, mit den Leuten geschnackt und mich bei den Schaustellern vorgestellt. Da hat sich meine jahrelange Arbeit als Marktmeister natürlich bezahlt gemacht, denn viele Menschen kennen mich – und ich kenne sie.“

Der Kontakt mit den Menschen, darin sieht Masanek auch seine große Stärke. „Wenn es Probleme gibt, dann ist es wichtig, darüber zu reden. Es bringt nichts, wenn man den Ärger in sich reinfrisst“, verrät er. „Wenn es zum Beispiel Uneinigkeit unter Schaustellern gibt, dann höre ich mir das an und versuche, das Problem zu lösen. Am besten, man kümmert sich immer sofort darum.“

Thänhuser Markt, das steht für den 60-Jährigen für Tradition. „Auch die Menschen in Thedinghausen sind traditionsbewusst. Es gibt also überhaupt keinen Grund, an dem Thänhuser Markt etwas zu ändern“, sagt Masanek. Ganz im Gegenteil: „Ich will den Markt so erhalten, wie er ist.“

Dazu gehören seiner Meinung nach die vielen Buden, Fahrgeschäfte sowie die Autoschau und der große Flohmarkt. Aber auch die Bio-Meile, die es in diesem Jahr zum ersten Mal gab, soll wieder angeboten werden. „Die habe ich mir natürlich auch angeguckt. Das ist wirklich sehr gut angekommen“, erzählt Masanek. Es sind also eher die kleineren Stellschrauben, an denen der 60-Jährige Hand anlegen muss. „Der Markt ist einfach gut organisiert, das kann ich jetzt schon sagen.“

Die Vorbereitung für die nächste Ausgabe im September 2018 haben für den Bassener aber bereits begonnen, „denn Anmeldungen der Schausteller erreichen mich jetzt schon“, verrät der Marktmeister, der sich künftig aber nicht nur um das große Volksfest in der Gemeinde kümmern wird. So ist der 60-Jährige schließlich auch für den Nikolausmarkt (2. und 3. Dezember) und das Frühlingserwachen in Thedinghausen zuständig. Viel Arbeit also für Masanek, der davor aber nicht zurückschreckt. „Ich weiß, auf was ich mich einlasse, und stehe voll dahinter.“

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