20-jähriges Bestehen von SoFa

Feier einer Erfolgsgeschichte

Rund 200 Gäste waren ins Kasch gekommen, um gemeinsam das 20-jährige Bestehen von SoFa zu feiern. Gegründet wurde der Verein damals von sechs Sozialpädagogen.
10.11.2019, 16:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Gisela Enders
Feier einer Erfolgsgeschichte

Neben den Verantwortlichen Thomas Balzer (2. Vorsitzender), Birgit Buchholz (langjährige pädagogische Leiterin), Achim Franz (pädagogischer Leiter) und Jan-Dieter Junge (1. Vorsitzender) waren rund 200 Gäste zur Feier ins Kasch gekommen, um die langjährigen Verdienste des Vereins zu würdigen.

Björn Hake

Aike-Sofie Piezunka, ihr Bruder Dirk und Maxi Suhr sorgten am Freitagabend schon vor Beginn des offiziellen Teils für eine dem Anlass des Festes angemessene Stimmung. Mehr als 200 Gäste hatten sich im Kasch versammelt, um auf das 20-jährige Bestehen der Sozialpädagogischen Familien- und Lebenshilfe (SoFa) anzustoßen und gemeinsam zu feiern. Bevor an den herbstlich eingedeckten Tafeln Leckereien vom Buffet verspeist wurden, überraschte die erst zwölfjährige Miracle aber zunächst mit einem stimmgewaltigen Auftritt.

Die Schülerin aus dem Bremer Stadtteil Walle, die mit vollem Namen Miracle Julie Ndabasele heißt, verzauberte das Publikum mit dem Rihanna-Song „Stay“ und erntete für ihre Leistung, die sie auch schon in der Vox-Sendung „The Voice Kids“ unter Beweis gestellt hatte, großen Beifall. In Bremen geboren, stammt die Familie des Mädchens ursprünglich aus dem Kongo. Größter Wunsch der begabten jungen Sängerin ist es nach eigenen Angaben irgendwann einmal das Land ihrer Vorfahren zu sehen.

Natürlich gingen der eigentlichen Feier auch ein paar Ansprachen voraus. Jan-Dieter Junge, 1. Vorsitzender des Zusammenschlusses, lobte dabei das Erwachsenwerden des "Babys", das in den vergangenen 20 Jahre eine tolle Entwicklung hingelegt habe und ihn nun mit großem Stolz erfülle. Begonnen habe die Erfolgsgeschichte damals mit der Gründung des Vereins. „Wir waren sechs Sozialpädagogen, alle ohne Job. Lösungsorientiert haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und einfach tatkräftig losgelegt", erzählte er von den Anfängen.

Peter Genée indes überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und erinnerte an die gemeinsame Sozialraum-Orientierung, die in den Jahren 1997 bis 1999 auf den Weg gebracht werden konnte. In dieser Zeit habe er seine Kollegen öfter als seine Kinder gesehen, scherzte er, und unterstrich, wie viel ihm die Kultur der guten Zusammenarbeit immer bedeutet habe. „Natürlich werden wir keine weiteren 20 Jahre mehr zusammen verbringen“, sagte der Fachdienstleiter. Die entsprechenden Nachfolger würden jedoch fruchtbaren Boden vorfinden.

Auch Birgit Buchholz, pädagogische Leiterin, wandte sich mit herzlichen Worten an die Gästeschar. „Schön, dass ihr heute da seid“, brachte sie ihre Freude über die Vielzahl der Anwesenden zum Ausdruck, die alle in irgendeiner Form mit der Gemeinschaft verbunden schienen. Obwohl sie nicht mehr Vollzeit arbeite, gebe es nach wie vor Themen, die sie sehr bewegten. Mit Genugtuung blicke sie aber auch zurück auf die Bewältigung der Flüchtlingsprobleme vor Ort und reiche den Stab nun weiter an ihren Nachfolger Achim Franz. Auch Franz ist kein Neuling in der engagierten Runde. Bereits seit 15 Jahren hilft er Menschen in Not, zeigt Freizeit- und Bildungsangebote auf und freut sich auf den Fortgang der gemeinsamen Projekte.

Bevor die bereitgestellten Köstlichkeiten auf die Gabel oder den Löffel genommen werden konnten, meldete sich noch Thomas Balzer zu Wort. Unter den etwa 200 Gästen sehe er mehr als 100, die im Laufe der Zeit in irgendeiner Form für den Verein, also in den Diensten der Familien- und Lebenshilfe, aktiv tätig geworden sind, sagte der 2. Vorsitzende. Schmunzelnd erinnerte er an die ersten Zusammenkünfte der Pädagogen im Wohnzimmer seines Hauses, das wegen seines geringen Platzangebotes scherzhaft „Onkel Toms Hütte“ genannt worden war.

Obwohl auf lediglich vier Quadratmetern gearbeitet worden sei, habe man eine eigenverantwortliche Organisationsstruktur entwickeln können, und nach wie vor würden alle Beschäftigten immer ihr Bestes geben. Seinen Dank richtete Balzer zudem an die Mitarbeiter des Jugendamtes, „ohne die wir nichts zu tun hätten“ und ganz besonders auch an die Kollegen, die sich um das Ausrichten der Feier verdient gemacht hatten.

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