Feuerwehr Baden Neues Zuhause an der Hainkämpe

Viel Geduld mussten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Baden in den vergangenen Jahren haben. Am Sonnabend konnten sie nun aber endlich ihr neues Feuerwehrhaus an der Hainkämpe beziehen.
20.09.2020, 17:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Lukas Warnecke

Endlich war es einzugsbereit – das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Baden. Bereits seit 2016 wurde an diesem Projekt geplant. Das alte Feuerwehrhaus in der Bahnhofsstraße war einfach zu klein geworden für die steigende Mitgliederzahl innerhalb der Feuerwehr. Es musste also ein neues und größeres Gebäude her. Im Badener Industriegebiet befindet sich nun die neue Zentrale der Feuerwehrleute. Der Einzug der Truppen sollte – so gut wie eben unter den geltenden Corona-Vorschriften möglich – nun am Sonnabend endlich gefeiert werden. Und zu dieser Feier gehörten natürlich auch Grußworte von Bürgermeister Rainer Ditzfeld, von Vertretern des Feuerwehrausschusses und Stadtbrandmeister Frank Boblat.

Doch die Corona-Pandemie hatte nicht nur Einfluss auf die Feierlichkeiten, sondern bereits im Vorfeld für einige Einschränkungen gesorgt. So verzögerte sich der geplante Einzug in das neue Feuerwehrhaus wegen Corona um ein halbes Jahr. Statt einer großen Feier mit vielen Gästen konnten am Sonnabend dann auch nur die freiwilligen Truppen und einige Ehrengäste anwesend sein. Dies hielt jedoch einige Schaulustige nicht davon ab, der Zeremonie mit Abstand am Straßenrand beizuwohnen. Als Ausgleich für die fehlenden Gäste sollte es zumindest einen Marsch vom alten Gebäude zum neuen an der Hainkämpe geben. Am Abend vor dem Einzug dann die schlechte Nachricht: Unter den aktuellen Gesundheitsbestimmungen ist das nicht möglich.

So blieb als letzte Möglichkeit nur noch die Einfahrt der Löschfahrzeuge unter Sirenen und Blaulicht. Unter der ohne Unterbrechung scheinenden Sonne warteten die Feuerwehrleute der Gruppe B im Spalier auf die Einfahrt der Gruppe A. Diese Aufteilung in zwei Gruppen stellte auch gleichzeitig die zukünftige Schichtaufteilung dar, die einmal die Woche rotieren wird. Die Fahrer machten das Beste aus der Situation und spielten, wenn schon nicht live, Blaskapellenmusik aus ihren Fahrerkabinen ab. In ihren Reden dankten Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Stadtbrandmeister Frank Boblat vor allem für die jetzige und zukünftige Einhaltung der Hygieneauflagen. „Es zeichnet uns als Feuerwehr aus, dass wir uns auf veränderte Lagen einstellen können“, sagte Frank Boblat.

Trotz all dieser Einschränkungen war Ortsbrandmeister Michael Albers sichtlich stolz auf das neue Gebäude. Dabei seien die Planung und der Bau alles anderes als einfach gewesen. „Wir haben sicherlich das eine oder andere graue Haar bekommen“, scherzte er in seiner Rede. Ursprünglich sah die Planung vor, dass nur die alte Feuerwehrzentrale umgebaut werden sollte. 2016 wurde dann allerdings vom Feuerwehrausschuss entschieden, dass ein neues Gebäude her muss. 2018 gab es den ersten Spatenstich nach endgültiger Festlegung des Grundstücks. Nur eine Woche später und die Feuerwehr hätte am Sonnabend neben ihrem Einzug auch zwei Jahre Grundsteinlegung feiern können.

„So einen Umzug macht man nicht alle Tage“, sagte Albers. Ein Feuerwehrhaus sei mehr als nur die Zentrale der Feuerwehrleute. Es diene vor allem als Rückzugsort für die Feuerwehrleute nach einem schweren Einsatz. Darüber hinaus sei es der Anlaufpunkt für Bürger bei Notfällen. Aus diesem Grund galt ein großer Teil des Dankes auch den Architekten und Technikern. Ihre gute Zusammenarbeit habe den Bau erst möglich gemacht. Nach abgeschlossenen Reden und Dank musste nur noch der symbolische Schlüssel an Michael Albers übergeben werden. Und davon gab es im Überfluss, denn sowohl Bürgermeister Ditzfeld als auch Stadtbrandmeister Boblat hatten große, eiserne Schlüssel mit zu der Veranstaltung gebracht. Und so konnte die Freiwillige Feuerwehr Baden offiziell in ihr neues Feuerwehrhaus einziehen. Es wurde bereits versprochen, wenn Corona wieder vorbei ist, die Feier zum Einzug im großen Rahmen nachzuholen.

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