Möglichkeit eines Buswendeplatzes an der Landesstraße 331 in Felde wird geprüft Forderung nach mehr Schulwegsicherheit

Riede. Der Schulweg kann gefährlich sein. Ein Beispiel für Gefahrenpunkte liegt im Rieder Ortsteil Felde, denn die dortigen Bushaltestellen in Richtung Riede liegen jeweils an der anderen Straßenseite als die Bürgersteige.
18.01.2016, 00:00
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Forderung nach mehr Schulwegsicherheit
Von Onno Kutscher

Der Schulweg kann gefährlich sein. Ein Beispiel für Gefahrenpunkte liegt im Rieder Ortsteil Felde, denn die dortigen Bushaltestellen in Richtung Riede liegen jeweils an der anderen Straßenseite als die Bürgersteige. So müssen unter anderem Grundschulkinder zuerst die Landesstraße 331 überqueren, um zu einer der drei Bushaltestellen zu gelangen. Zebrastreifen oder etwa eine Dunkelampel sucht man hier vergebens. Die Rieder Bürgerinitiative „Mehr Schulwegsicherheit an Landesstraßen“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Situation zu verbessern. Seit 2012 kämpft sie dafür. Nun gibt es zumindest einen Hoffnungsschimmer, dass sich bald was tun könnte.

Wie bereits berichtet, war die Landtagsabgeordnete Petra Tiemann (SPD) im vergangenen Jahr in Felde, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. Unter anderem erklärte sie bei ihrem Besuch, dass sie einen Blitzer oder eine Bedarfsampel als effektives Mittel sehe. Ein dritter Vorschlag der Abgeordneten fand aber besonderen Anklang bei der Bürgerinitiative: ein Buswendeplatz. Dieser könnte laut Ilse Lange von der Bürgerinitiative auf der freien Wiese hinter der Haltestelle in Richtung Emtinghausen entstehen. „Das wäre eine deutliche Verbesserung der Situation“, sagte sie. Mut machte Riedes Bürgermeister Jürgen Winkelmann. „Es wird geprüft, ob das machbar ist. Es muss auch geklärt werden, ob es dafür Geld vom Land geben wird.“

Ein zweites Anliegen, für das sich die Bürgerinitiative einsetzt, ist der Bau eines Radweges von Felde nach Okel entlang der L 333 (Okeler Damm). In diesem Fall sind die Bemühungen der Bürgerinitiativen aber bisher im Sande verlaufen. Aber auch hier gibt es Hoffnung. Der Landkreis hat im Zuge der Fortschreibung des Radwegekonzeptes mögliche Radwege im Kreisgebiet anhand von vier Kategorien bewertet. Unter anderem wurde geguckt, ob der Radweg auch ein Schulweg ist. Dieser Punkt wurde ebenso wie die Kategorie Lückenschluss Felde-Okel vom Landkreis mit „nein“ gekennzeichnet. Das ist laut Ilse Lange falsch. Sie betont, dass alle Kriterien erfüllt werden. Jürgen Winkelmann sagte, dass man den Landkreis darauf hingewiesen hätte. „Ich gehe davon aus, dass das entsprechend geändert wird.“ Damit könnten auch die Chancen steigen, dass sich in diesem Fall etwas tut. Denn bisher ist diese Strecke im Radwegekonzept der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lediglich unter „weiterer Bedarf“ gekennzeichnet. Nun besteht zumindest die Chance, in den „vordringlichen Bedarf“ aufzurücken.

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