Stiftung Waldheim feierte mit Bewohnern, Betreuern, Verwandten und Freunden bis in die Nacht Fröhliches Fest zum 80. Geburtstag

Viel Spaß, gute Laune und einen schönen Tag – das wünschte Bürgermeister Andreas Brandt den zahlreich erschienenen Gästen: Am Freitag beging die Stiftung Waldheim ihr Sommerfest, das dieses Mal unter dem Motto "80 Jahre Waldheim" stand. Der runde Geburtstag wurde ausgiebig gefeiert, und das Fest verlief genauso, wie es sich die Organisatoren gewünscht hatten.
16.07.2012, 05:00
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Von Inka Sommerfeld

Viel Spaß, gute Laune und einen schönen Tag – das wünschte Bürgermeister Andreas Brandt den zahlreich erschienenen Gästen: Am Freitag beging die Stiftung Waldheim ihr Sommerfest, das dieses Mal unter dem Motto "80 Jahre Waldheim" stand. Der runde Geburtstag wurde ausgiebig gefeiert, und das Fest verlief genauso, wie es sich die Organisatoren gewünscht hatten.

Cluvenhagen. Bewohner und Besucher konnten es nicht erwarten, dass das Fest endlich losgeht: Bereits vor der offiziellen Eröffnung genossen sie Speis und Trank an den Ständen rund ums Festzelt. Dann, endlich, tönten von weither Samba-Rhythmen: Der Walking-Act unter Leitung von Ruth Podlich hatte seinen Auftritt. Doch bevor die prächtig kostümierte Gruppe ins Festzelt zog, drehte sie einige Runden auf dem Gelände. Überall verbreitete die Gruppe südländische Stimmung: Alle klatschten im Takt, einige tanzten dazu.

"Was gehört zu einer anständigen Geburtstagsparty? Eine große Gästeschar", begrüßte Ulrike Behrens vom Vorstand der Stiftung Waldheim Bewohner, Mitarbeiter, Betreuer und Angehörige sowie Freunde und Förderer der Einrichtung für geistig behinderte Menschen. In einem kurzen Rückblick erinnerte sie an Waldheim-Gründerin Helene Grulke und an die Umwandlung des Heims in eine Stiftung – und dankte Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für deren Engagement.

Bürgermeister Brandt staunte: "80 Jahre, das ist schon gewaltig." Die Stiftung sei ein wesentlicher Bestandteil des Fleckens Langwedel, würdigte er. Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher stellte fest, dass sich die Feste der Stiftung im Laufe der Jahre gewandelt haben: "Vor zehn Jahren ging es nicht so ungezwungen zu. Man kann sehen, wie sich die Arbeit mit den Bewohnern verändert hat." Überhaupt, die Bewohner: Die gehören zum Ort, meinte Kutscher.

"Das wichtigste am Waldheim sind die Bewohner, und das seit 80 Jahren", sagte auch Carl-Georg Issing vom Stiftungs-Vorstand. Er ehrte mit seinen Vorstandskollegen Ulrike Behrens und Dieter Haase langjährige Bewohner: Heinz Lau, der vor genau sechs Jahrzehnten im Alter von sieben Jahren ins Waldheim zog, und Robert Eisel, der sechsjährig vor 65 Jahren einzog. Beide bekamen Urkunde und Geschenk.

Hauptattraktion auf der Festwiese war das "Waldheim-Stadion", wo das Menschenkicker-Turnier ausgetragen wurde. Kaum war das erste Spiel angepfiffen, strömten Zuschauer herbei. Das Publikum begleitete jede Aktion der Spieler an den Stangen mit lautem Jubel und gellenden Pfiffen. Jedes Tor löste enthusiastischen, noch lauteren Beifall aus.

Die Musik war fast überall auf dem Gelände zu hören. Da war es schon schwierig, sich beim Eierlaufen und Zielspritzen zu konzentrieren. Beim "Roll den Lukas" dagegen schien die Musik die Spieler zu beflügeln – mit Schwung rollten sie den Ball die schiefe Ebene hinauf, so dass die oben aufgestellten Kegel umfielen. Die Musik gab auch den Takt auf dem Luftkissen an – vor allem Kinder hopsten auf und ab.

Hinten auf dem Gelände, beim Tiergehege, ging es ruhiger zu. So angelten die Spieler in Ruhe Fische und Seesterne aus der Sandkiste und "golften" an der Station nebenan. Ständig etwas los war beim Reiten: Zwei Pferde trugen Bewohner und Besucher auf ihren Runden. Ebenfalls begehrt war eine Fahrt mit dem "Lindwurm" des Lanz-Bulldog-Clubs Oyten-Backsberg – das Gefährt war immer voll besetzt.

Abends ging es noch einmal richtig rund: "Modern Talking reloaded" war kaum vom Duo Bohlen/Anders zu unterscheiden, danach sorgten internationale DJ’s für eine volle Tanzfläche.

Fröhliches Fest zum 80. Geburtstag

Stiftung Waldheim feierte mit Bewohnern, Betreuern, Verwandten und Freunden bis in die Nacht

Zitat:

"Mann kann sehen, wie

sich die Arbeit mit den

Bewohnern verändert hat."

Irmtraud Kutscher, Ortsbürgermeisterin

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