Fußball-Oberliga

Marco Wahlers kehrt nach zwei Jahren Pause zum TB Uphusen zurück

Mit Marco Wahlers holt der TB Uphusen einen Routinier zurück und verpflichtet zudem Malte Postler.
13.07.2020, 16:43
Lesedauer: 3 Min
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Marco Wahlers kehrt nach zwei Jahren Pause zum TB Uphusen zurück
Von Florian Cordes
Marco Wahlers kehrt nach zwei Jahren Pause zum TB Uphusen zurück

Marco Wahlers trägt bald wieder das Trikot des TB Uphusen. Bei den Arenkampkickern strebt er einen Stammplatz an.

Björn Hake

Marco Wahlers hat wieder Lust auf Fußball. Und das hat positive Auswirkungen für den TB Uphusen. Denn der erfahrene Wahlers schließt sich zur neuen Saison dem Oberligisten aus dem Achimer Westen an. Somit kehrt der Defensivspezialist zu dem Klub zurück, bei dem er bis zum Frühjahr 2018 aktiv war, um dann eine Pause einzulegen, die sich nun dem Ende entgegen neigt. Wahlers ist nicht der einzige Neuzugang, den Florian Warmer, Sportlicher Leiter des TB Uphusen, am Montag präsentierte: Mit Malte Postler trägt künftig ein junger Fußballer das TBU-Trikot, der sich in der Oberliga beweisen will. Das Talent spielte zuletzt für die A-Junioren des JFV Verden/Brunsbrock in der Niedersachsenliga.

„Marco hat wieder Bock auf Fußball. Das ist für uns natürlich eine super Sache“, freut sich Warmer über die Rückkehr des Routiniers. „Menschlich ist Marco ein toller Typ.“ Doch nicht nur das: Auch sportlich dürfte der 32-jährige Abwehrspieler dem TB Uphusen helfen. „Mit seiner Erfahrung wird Marco ein wichtiger Spieler für uns werden. Diese Verpflichtung ist für uns ein Riesengewinn und eine Bereicherung“, gerät der Sportliche Leiter förmlich ins Schwärmen. Keine Frage: Marco Wahlers gibt sein Comeback am Arenkamp mit einer großen Portion Oberliga-Erfahrung. Als er erstmals nach Uphusen wechselte, spielte der Klub jedoch noch in der Landesliga. Zur Saison 2012/2013 wechselte Wahlers vom damaligen Oberligisten TSV Ottersberg in den Achimer Westen. Am Ende der Spielzeit feierten die Uphuser den Aufstieg ins niedersächsische Oberhaus.

Im Sommer 2014 ging es für Wahlers dann zum FC Verden 04. Zwei Jahre später kehrte er an den Arenkamp zurück. Wegen seines Hausbaus entschloss sich Wahlers im April 2018 dazu, eine Fußball-Pause einzulegen. Nun sei der Bau des Hauses kurz vor dem Abschluss. Wodurch im Terminkalender von Wahlers wieder mehr Lücken auftauchen. Aber auch die Corona-Krise hat dazu beigetragen, dass der 32-Jährige wieder Fußball spielen will. Eigentlich verfolgte er einen anderen Plan. Parallel zu seinem Beruf wollte Wahlers ein Studium beginnen. Wegen der Pandemie zerschlug sich die Idee.

Wahlers sei daher von Markus Nesemann, der beim TB Uphusen im Hintergrund tätig ist und im Kontakt mit Florian Warmer steht, gefragt worden, was er anstelle des Studiums machen wolle. Die Antwort lautete: Fußball spielen. „Ich arbeite jetzt seit vier Monaten im Homeoffice. Da juckt es dann auch wieder“, sagt Wahlers schmunzelnd. Nach dem Gespräch mit Nesemann telefonierte er mit Warmer, „und dann ging auch alles ganz schnell. Es hat vielleicht 15 Minuten gedauert, bis wir uns geeinigt hatten.“

Der TB Uphusen sei jedoch nicht die einzige Option für das Comeback auf den Rasen gewesen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Wahlers, dass auch der SV Vorwärts Hülsen und der TuS Schwachhausen Interesse an ihm gehabt hätten. „Schlussendlich habe ich mich dann für die sportlich größere Herausforderung entschlossen.“ Wahlers kehrt mit großen Ambitionen zurück: „Ich strebe definitiv einen Stammplatz an.“ Zudem will er dem TBU-Team, dass sich auch aus einigen jungen Spielern zusammensetzt, mit seiner Routine helfen.

Zu der jungen Garde zählt auch der zweite Neuzugang, den Warmer vorstellte. Malte Postler sei ein junger Fußballer, der von Trainer Christian Ahlers-Ceglarek flexibel eingesetzt werden könne, meinte der Sportliche Leiter: „Malte hat nun einige Male bei uns mittrainiert. Der Schritt in die Oberliga ist ein großer. Aber er hat Lust auf die Aufgabe und wir wollen ihm die Chance geben.“

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Zur Sache

NFV teilt die Staffeln ein

Dass die Fußball-Oberliga Niedersachsen aufgrund der Corona-Krise zur neuen Saison in zwei Staffeln aufgeteilt wird, hatte sich bereits angedeutet. Denn in der Spielzeit 2020/2021 laufen in der Beletage des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) 20 Mannschaften auf. Um den Spielplan zu entzerren, hat der NFV nun auch offiziell die Liga aufgesplittet: Wie zu erwarten war, geht die Oberliga Niedersachsen mit zwei Staffeln à zehn Teams an den Start. Die Mannschaften wurden den beiden Gruppen nach regionalen Gesichtspunkten zugeteilt. Eine Staffel besteht aus den Klubs, die in den Bezirken Lüneburg und Weser-Ems beheimatet sind, die andere Gruppe setzt sich aus den Mannschaften der Bezirke Hannover und Braunschweig zusammen.

Der TB Uphusen trifft somit auf folgende Kontrahenten: TuS Bersenbrück, MTV Eintracht Celle, BSV Kickers Emden, FC Hagen/Uthlede, Heeslinger SC, TuS Blau-Weiß Lohne, VfL Oldenburg, Rotenburger SV, SC Spelle-Venhaus. Der Staffel Braunschweig/Hannover gehören FT Braunschweig, 1. FC Germania Egestorf-Langreder, MTV Gifhorn, SVG Göttingen 07, SV Arminia Hannover, FC Eintracht Northeim, SV Ramlingen-Ehlershausen, HSC Blau-Weiß Tündern, MTV Wolfenbüttel und USI Lupo Martini Wolfsburg an.

NFV-Sprecher Peter Borchers erklärte auf Nachfrage zudem den Modus: In den beiden Staffeln soll es laut Borchers Hin- und Rückspiele geben. Die jeweils besten fünf Mannschaften ziehen anschließend in die Meisterrunde ein, die übrigen Teams gehen in die Abstiegsrunde. Die Resultate, die gegen die Gegner aus der eigenen Staffel eingefahren werden, nehmen die Klubs mit in ihre jeweilige Runde. „Vermutlich werden am Ende sechs Mannschaften absteigen“, erläuterte Borchers.

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