Fußball-Oberliga

Geduld ist gefragt beim Rotenburger SV und TB Uphusen

Der Rotenburger SV wartet immer noch auf ein Urteil, nachdem der Verein Protest gegen die Spielwertung der Partie gegen den TB Uphusen eingelegt hat. Eine Verhandlung wurde abgesagt und soll verschoben werden.
16.11.2020, 13:24
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Geduld ist gefragt beim Rotenburger SV und TB Uphusen
Von Maurice Reding
Geduld ist gefragt beim Rotenburger SV und TB Uphusen

Das Duell zwischen dem Rotenburger SV (rotes Trikot) und dem TB Uphusen ist noch nicht zu den Akten gelegt worden.

Björn Hake

Es war ein Aufreger, der das Ergebnis in den Schatten stellen sollte. Im Duell der beiden Fußball-Oberligisten Rotenburger SV und TB Uphusen zeigte Schiedsrichter Jens Kampling dem Uphuser Burak Yigit in der 83. Minute beim Stand von 2:1 für den TBU die Gelbe Karte. Der Abwehrspieler hatte aber bereits eine Verwarnung kassiert und hätte folglich vorzeitig zum Duschen geschickt werden müssen. Stattdessen beendeten die Gäste aus dem Achimer Westen die Partie mit elf Mann auf dem Platz und gewannen das umkämpfte Derby mit 3:2.

Den Fehler des Schiedsrichters hatte die Mehrheit der Beteiligten erst nach Spielschluss bemerkt. Schnell kamen die Rotenburger daraufhin zu der Erkenntnis, dass sie Protest gegen die Spielwertung einlegen wollen. Das taten sie einen Tag später, am 20. September, auch. Passiert ist seitdem nicht viel. Am vergangenen Donnerstag hätte der Protest vor dem Verbandssportgericht in Barsinghausen verhandelt werden sollen. Doch Jörg Firus, Vorsitzender des Verbandssportgerichts, sagte den Termin wegen der Corona-Pandemie ab, wie Rotenburgs Sportlicher Leiter Torsten Krieg-Hasch im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte.

Stattdessen schlug Firus dem RSV vor, den Protest online zu verhandeln. Das lehnte der Anwalt des Vereins, Prof. Dr. Rainer Cherkeh, jedoch ab. Cherkeh sprach sich für eine Verschiebung der Verhandlung auf Anfang Dezember aus. „Ich hätte mir für beide Vereine gewünscht, schneller Klarheit zu haben“, sagt Krieg-Hasch. Ob die Verhandlung tatsächlich in ein paar Wochen stattfindet, vermag der Sportliche Leiter nicht zu sagen. Auch der Ausgang sei völlig offen. „Wie das endet, weiß ich nicht“, sieht Krieg-Hasch noch kein Licht am Ende des Tunnels. Da der Amateursport im November eine Pause einlegen muss, hat der Protest ohnehin keinerlei Auswirkungen auf den Spielbetrieb der beiden Vereine.

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