Fußball-Landesliga Thomas Celik ist beim FC Verden 04 der Mentor für die Jugend

Oldenburg, Uphusen, Jeddeloh und jetzt Verden – Fußballer Thomas Celik ist in seiner Laufbahn schon rumgekommen. In Verden fühlt sich der 26-Jährige wohl und gibt seine Erfahrung an die jungen Spieler weiter.
03.02.2021, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Dennis Glock

Thomas Celik ist ein echter Familienmensch. Schon alleine aus diesem Grund wollte der gebürtige Delmenhorster Norddeutschland nie den Rücken kehren. Der Fußballer hat beim VfB Oldenburg das Kicken gelernt. Über die Stationen TB Uphusen und SSV Jeddeloh wechselte er im Januar 2019 zum Landesligisten FC Verden 04. In der Reiterstadt fühlt er sich pudelwohl. Denn unter Trainer Frank Neubarth ist der 26-jährige Offensivspieler eine wichtige Säule im Team und steht regelmäßig in der Startelf.

Angefangen hat aber eben alles beim VfB Oldenburg. Dort verpasste er allerdings den großen Durchbruch und verbuchte für die Blauen keinen einzigen Einsatz in der A-Junioren Regionalliga. Aufgrund dessen folgte nur ein Jahr später der Wechsel zum Oberligisten TB Uphusen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten spielte sich Celik in der Stammelf der Arenkampkicker fest und überzeugte mit einem feinen Torriecher. In der zweiten Saison in Uphusen legte er noch eine Schippe drauf und steuerte in 29 Einsätzen 14 Tore bei. „An die Zeit in Uphusen erinnere ich mich sehr gerne zurück. Wenn man die Anzahl der erzielten Tore berücksichtigt, war es definitiv meine beste Saison. Insgesamt hat in diesem Jahr wirklich alles gestimmt“, sagt Celik.

Nach einer halbjährigen Rückkehr nach Oldenburg, in der Celik lediglich zu zwei Einsätzen in der Regionalliga kam, folgte der Wechsel zum SSV Jeddeloh ins Ammerland. Auch hier machte er sich einen Namen und stellte seine Qualitäten als offensiver Mittelfeldspieler unter Beweis. Im Vergleich zu den Spielzeiten in Uphusen fehlte beim SSV allerdings etwas der Drang zum Tor. In drei Spielzeiten, unter anderem in der Oberliga und der Regionalliga, netzte Celik 14-mal ein. „Es hätten gerne noch mehr Einsätze in der Regionalliga sein können. Zurückblickend würde ich aber sagen, dass ich damals eventuell noch ein bisschen zu jung war und das Selbstvertrauen gefehlt hat.“

Durch Zufall nach Verden

Seit Anfang 2019 spielt Thomas Celik beim FC Verden 04. Der Wechsel in die Reiterstadt kam allerdings durch einen Zufall zustande. „Nachdem ich mein Studium beendet hatte und aus Verden eine Jobzusage kam, dachte ich schon, dass das Kapitel Fußball abgeschlossen wäre. Richtig daran geglaubt habe ich zumindest nicht mehr, da irgendwann auch einfach die Zeit dafür fehlt. Doch als dann die Anfrage vom Verein kam, musste ich nicht lange überlegen“, erinnert sich der Bauingenieur.

Seine bisherige Zeit in der Reiterstadt bewertet Celik als positiv. Dies liegt vor allem an Trainer Frank Neubarth. Unter dem 58-jährigen Coach, der zu seiner aktiven Zeit als Profi knapp 14 Jahre für den SV Werder Bremen in der Bundesliga spielte, ist Thomas Celik eine gestandene Größe. Die gegenseitige Wertschätzung liegt daher auf der Hand. „Der Trainer ist ein super Typ, dessen Wort ein sehr hohes Gewicht besitzt. Aufgrund seiner Erfahrung weiß er, wovon er redet. Davon kann jeder Spieler eigentlich nur profitieren“, sagt der Routinier, der mit seinen 26 Jahren bereits zu den älteren Spielern im Team gehört.

Der Altersdurchschnitt des Kaders der aktuell unterbrochenen Saison 2020/21 liegt gerade einmal bei knapp 23 Jahren. Damit geht Verden den Weg der vergangenen Jahre weiter und setzt besonders auf die Jugend. Celik sieht sich genau deshalb als eine Art Mentor für die jüngeren Spieler. „Ich will permanenter Ansprechpartner sein und sehe meine Rolle ganz klar vorgegeben. Die Zusammenarbeit mit den Jungs macht richtig viel Spaß und trägt, wie ich finde, bereits die ersten Früchte. Es ist so ein bisschen wie ein Spiegelbild zu meiner damaligen Zeit in Oldenburg und Uphusen, wo ich auch einiges von den älteren Spielern gelernt habe“, stellt er Parallelen fest.

Aktuell befindet sich der FC Verden 04 in der ersten Staffel der Landesliga Lüneburg auf dem sechsten Tabellenplatz. In den bislang fünf ausgetragenen Partien sammelte die Elf von Frank Neubarth allerdings lediglich sieben Punkte. Geht es nach Thomas Celik, hätten es durchaus mehr sein können. Dennoch sieht er den Verein für die Zukunft gut aufgestellt: „In den nächsten Jahren wird aller Voraussicht nach noch mehr Verantwortung auf den Spielern aus der eigenen Jugend liegen. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, nicht dieselben Fehler wie wir zu machen und gegen die vermeintlich kleineren Teams konstant zu punkten. Eventuell ist ja in den nächsten Jahren mal ein Aufstieg drin, aber dafür müsste wirklich alles stimmen.“

Entspannt in die Zukunft

Wie die kommenden Jahre für den Mittelfeldspieler mit der Rückennummer 16 aussehen werden, weiß er noch nicht. Momentan denkt er nur von Spielzeit zu Spielzeit. Der Spaß stehe dabei an oberster Stelle. „Insgesamt bin ich zufrieden mit meiner Fußball-Laufbahn. Ich bin sehr viel rumgekommen, habe neue Orte kennengelernt und habe einiges gesehen. Jetzt muss man aber einfach mal abwarten, wie sich alles ergibt. Momentan ist es wichtig, dass ich gesund bleibe und wir irgendwann überhaupt wieder Fußball spielen dürfen.“

Info

Zur Sache

Laufbahn von Thomas Celik

Bis Juli 2013: VfB Oldenburg (Jugendverein)

Juli 2013 - Juli 2015: TB Uphusen (46 Einsätze/16 Tore), TB Uphusen II (2/3)

Juli 2015 - Januar 2016: VfB Oldenburg (2/0), VfB Oldenburg II (6/4)

Januar 2016 - Januar 2018: SSV Jeddeloh (37/10), SSV Jeddeloh II (4/4)

Januar 2018 - Januar 2019: TB Uphusen (13/3)

Seit Januar 2019: FC Verden 04 (33/7)

Quelle: fupa.net

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