Insolvenz eröffnet

Garde-Bäcker: Verhandlungen mit einem Investor stehen bevor

Die Insolvenz über die Achimer Stadtbäckerei, den Garde-Bäcker, ist nun eröffnet worden. Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren. Der Betrieb laufe uneingeschränkt weiter, heißt es.
02.08.2019, 17:08
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Garde-Bäcker: Verhandlungen mit einem Investor stehen bevor
Von Kai Purschke
Garde-Bäcker: Verhandlungen mit einem Investor stehen bevor

Die Achimer Stadtbäckerei befindet sich abermals in der Insolvenz.

Focke Strangmann

Das Amtsgericht Verden hat das Insolvenzverfahren über die Achimer Stadtbäckerei GmbH & Co. KG, den Garde-Bäcker, planmäßig eröffnet. Wie berichtet, hatte das Unternehmen im Mai einen Antrag auf Anordnung einer vorläufigen Eigenverwaltung gestellt. Der Betrieb laufe uneingeschränkt weiter.

Der Geschäftsbetrieb der Bäckerei werde auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens vollumfänglich weitergeführt. „Ziel ist es, das Unternehmen im Wege eines Insolvenzplans zu sanieren“, heißt es in einer Mitteilung der Geschäftsleitung sowie der Rechtsanwälte Rouven Quick und Andreas Pantlen von BBL Bernsau Brockdorff und dem eingesetzten Sachwalter Malte Köster von der Kanzlei Willmerköster.

„Die Investorenansprache ist erfolgreich angelaufen. Mit einem der potenziellen Investoren werden jetzt konkrete Verhandlungen aufgenommen, dabei steht der Gesamterhalt des Unternehmens im Fokus“, heißt es in der Mitteilung. Das Sanierungsverfahren soll noch vor dem Jahresende 2019 abgeschlossen sein.

Der Garde-Bäcker betreibt am Standort in Achim eine Produktionsstätte zur handwerklichen Produktion von Backwaren, die hergestellten Produkte werden in insgesamt 45 angemieteten Filialen in und um Bremen sowie in den Regionen Cuxhaven sowie Buxtehude/Stade verkauft. Die Ursprünge des Unternehmens gehen auf die 1797 von Joachim Engelke von Holtz gegründete Weißbäckerei in der Bremer Altstadt zurück.

Hintergrund des Insolvenzantrags sind nach Angaben der beteiligten Rechtsanwälte „stark rückläufige Umsätze seit dem Frühjahr 2018“ sowie die nicht mehr ausreichend gewährleistete Zuführung von externen Mitteln, um alle geschäftlichen Verpflichtungen zu erfüllen und anstehende Investitionen zu realisieren.

Bereits im Jahr 2013 musste die Bäckerei Insolvenz anmelden. Sie gehörte damals zur Siebrecht-Gruppe, die ein Filialnetz mit 300 Standorten in West-, Ost- und Norddeutschland unterhielt. Geschäftsführer Karsten Jarick hatte zwei Jahre nach dem notwendigen Neuanfang 2015 erklärt, dass das Unternehmen besser dastehe als je zuvor.

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