Handball-Oberliga

Gegensätzliche Entwicklungen

Auf die SG Achim/Baden warten 2019 noch zwei Heimspiele. Den Anfang macht das Gastspiel des HC Bremen.
12.12.2019, 17:30
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Gegensätzliche Entwicklungen
Von Florian Cordes

Das Momentum nutzen. Diesen Wunsch hatte Tobias Naumann geäußert, nachdem die SG Achim/Baden nach acht Auftaktpleiten Ende November gegen den Elsflether TB den ersten Saisonsieg gefeiert hat. Und der Sieg scheint bei der SG in der Tat neue Kräfte freigesetzt zu haben. Die zwei folgenden Spiele wurden ebenfalls nicht verloren: Dem Unentschieden bei der HSG Barnstorf/Diepholz folgte am vergangenen Sonnabend der Coup bei der HSG Delmenhorst, mit dem die SG die Abstiegszone nach langer Zeit verlassen hat. Nun stehen für die Achimer im Jahr 2019 noch zwei Begegnungen an. Beide werden in der Achimer Gymnasiumhalle ausgetragen. Den Anfang macht das Derby gegen den HC Bremen (Anpfiff: Sonnabend um 19 Uhr).

Mit diesen beiden Begegnungen schließen die Achimer zudem die erste Halbserie der Spielzeit 2019/2020 ab. Sie haben die Chance, die erste Saisonhälfte nach dem Katastrophenstart doch halbwegs versöhnlich zu beenden. „Holen wir tatsächlich vier Punkte, kommen wir nach dem vorherigen Verlauf wohl doch noch in die Nähe des Maximums“, sagt Naumann. Dass sein Wunsch mit dem Nutzen des Momentums in Erfüllung gegangen sein könnte, möchte der Trainer nach den drei Spielen ohne Niederlage noch nicht bestätigen: „Wir sind auf einem guten Weg, stehen aber auch erst am Anfang.“ Der Sieg in Delmenhorst habe seiner Mannschaft gutgetan, „und es ist genau das geschehen, was ich zuvor oft gesagt habe. Es ist egal, wie der Gegner heißt. Wir müssen punkten“, ergänzt der Coach.

Die fünf Zähler, die die SG Achim/Baden zuletzt einfuhr, hat die Bilanz etwas aufpoliert. Doch die Abstiegszone ist noch immer bedrohlich nahe. Nur ein Punkt trennt die Achimer von dem Bereich, in dem sich keine Mannschaft aufhalten will. Mit einem Sieg könnte sich der Abstand vergrößern. Schnell könnte der Eindruck entstehen, dass mit dem HC Bremen nun genau der richtige Gegner kommt, um dieses Vorhaben zu realisieren. Denn die Entwicklung bei den Hansestädtern ist – rein an den Resultaten gemessen – gegensätzlich zu der der Achimer. Von seinen vier vergangenen Spielen verlor der HC drei. Darunter waren jedoch die Niederlagen gegen die beiden Topteams ATSV Habenhausen und SG VTB/Altjührden. Die Bremer waren zuletzt aber wie die SG Achim/Baden an einer Überraschung beteiligt: Sie verloren zu Hause mit 29:34 gegen den SV Beckdorf.

Dass Tendenzen eh keine Resultate vorhersehen können, habe sich am vergangenen Wochenende gezeigt: Die HSG Delmenhorst hatte vor dem Heimspiel gegen Achim dreimal in Serie gewonnen. Dann riss sie „Überhaupt wäre es fahrlässig über die Entwicklung anderer Teams zu sprechen. Gegen den HC Bremen sind wir nur der Außenseiter“, findet Tobias Naumann. „Die Bremer haben sich in den anderen Spielen schon die nötige Sicherheit erarbeitet. Sie sind im Abrufen ihrer Leistungen schon stabiler. Gewinnen sie jetzt bei uns, ist für sie auch wieder alles in Ordnung.“

Dennoch: Naumann und Co. wollen vor eigenem Publikum beweisen, dass die Serie nicht nur ein kleines Strohfeuer ist. Um den HC Bremen in die Knie zu zwingen, muss die SG unter anderem die Kreise von Spielgestalter Marten Franke eindämmen. Das allein reicht laut Naumann aber nicht: „Die große Stärke des HC ist das Tempospiel. Wichtig wird es sein, dass wir den schnellen Ball und den Spielfluss stören.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+