Handball-Oberliga

Gemischte Gefühle

Die letzte Partie der Saison gegen den SV Beckdorf war nur noch Nebensache für die SG Achim/Baden. Die Aufmerksamkeit galt den sich verabschiedenden Spielern.
05.05.2019, 15:24
Lesedauer: 1 Min
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Gemischte Gefühle
Von Patrick Hilmes
Gemischte Gefühle

Olaf Sawicki, Marvin Pfeiffer, Michele Zysk, Bastian Meinken und Max Borchert (von links): Sie alle verabschiedeten sich mit einem gelungenen Abschluss von der SG Achim/Baden.

Björn Hake

„Wo ist es? Ich hab das doch da hingelegt. Verdammt.“ Panisch lief Michele Zysk kurz nach Abpfiff an der Seitenlinie in der Achimer Gymnasiumhalle umher. Er hatte doch keine Zeit. Gleich musste er wieder beim Team sein. Das war er auch, doch ohne das Objekt seiner Begierde. Nach dem letzten Saisonspiel der Oberliga Nordsee – 31:14 (16:6) gegen den SV Beckdorf – verabschiedeten sich die Handballer der SG Achim/Baden von ihren Fans und trugen dabei allesamt T-Shirts mit der Aufschrift „Wir sagen Danke“. Na ja, fast alle, nur Michele Zysk eben nicht.

„Das muss einer geklaut haben“, stellte Zysk schmunzelnd Verschwörungstheorien auf. Somit musste er per Interview Danke sagen. „Es war eine unglaublich tolle Zeit, für die ich mich wirklich bedanken muss. Der Abschied fällt mir schwer und wenn ich hier immer willkommen bin, dann komme ich vielleicht wirklich wieder. Jedoch sind andere Sportarten auch interessant. Nun lasse ich aber erst mal alles sacken“, betonte Zysk. Zwar war das T-Shirt verloren, doch die Partie, die nur noch Nebensache war, wurde deutlichst gewonnen. Das letzte Tor, das gehörte Michele Zysk. Coach Tobias Naumann zeigte es Marvin Pfeiffer an: die Linie runter, da stand Zysk. Er bekam den Ball, zog nach innen, sprang ab und traf zum 31:14 – zwei Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene. „Dass Marvin mir den noch schenkt, toll. War ganz geil, den letzten Treffer zu erzielen“, freute sich Zysk und verabschiedete sich dann Richtung Abschiedsfeier.

Die galt noch vier weiteren Akteuren: Neben Zysk verlassen auch Max Borchert, Bastian Meinken, Marvin Pfeiffer und Olaf Sawicki die SG. Borcherts weiterer Weg zeichnet sich ab August ab, wenn er Genaueres bezüglich seines Studiums weiß. Meinken zieht sich erst mal vom Handball zurück, Sawicki will kürzertreten. Pfeiffer sucht hingegen die Herausforderung in der 3. Liga. „Es ist sehr schade, denn dann merkt man doch, wie sehr sich alles eingespielt hat. Doch es ist der Lauf der Dinge. Jetzt bin ich erst mal traurig, aber ich freue mich auch auf die neuen Aufgaben“, sagte Tobias Naumann, der die Saison mit der SG auf Platz sieben abgeschlossen hat.

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