Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft / Sandra Borghardt war die Beste von 96 Auszubildenden Gesellenbrief als Fahrkarte in die Welt

Landkreis. "Lernen, Fleiß, persönlichen Einsatz und Können waren die Voraussetzungen, um die Gesellenprüfung zu bestehen. Das Ergebnis zeigt, dass das nicht leicht war", sagte Vizekreishandwerksmeister Fritz Suhr. Die Kreishandwerkerschaft Bremervörde-Osterholz-Verden hatte zur Freisprechungsfeier ins Parkhotel Grüner Jäger eingeladen, und es kamen Bürgermeister, Vertreter von Banken und Versicherungen, der Berufsbildenden Schulen, der Innungen, Obermeister, Lehrer und Familien der Freizusprechenden. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Big-Band des Verdener Domgymnasiums unter Leitung von Michael Spöring.
05.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von inka sommerfeld

Landkreis. "Lernen, Fleiß, persönlichen Einsatz und Können waren die Voraussetzungen, um die Gesellenprüfung zu bestehen. Das Ergebnis zeigt, dass das nicht leicht war", sagte Vizekreishandwerksmeister Fritz Suhr. Die Kreishandwerkerschaft Bremervörde-Osterholz-Verden hatte zur Freisprechungsfeier ins Parkhotel Grüner Jäger eingeladen, und es kamen Bürgermeister, Vertreter von Banken und Versicherungen, der Berufsbildenden Schulen, der Innungen, Obermeister, Lehrer und Familien der Freizusprechenden. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Big-Band des Verdener Domgymnasiums unter Leitung von Michael Spöring.

96 Lehrlinge wurden freigesprochen, insgesamt 113 waren zur Prüfung angetreten. "Das ist ein sehr guter Durchschnitt", würdigte Suhr, "jetzt stehen Ihnen alle Türen offen - ob Sie als Geselle arbeiten, die Meisterprüfung anstreben oder eine weiterführende Schule besuchen: Weiterbildung ist wichtig."

Das meinte auch der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg- Stade, Rolf Schneider, in seiner Festrede: "Der heutige Tag ist das Ende Ihrer Lehrzeit, aber nicht Ihrer Lernzeit. Das Rüstzeug, das Ihnen Lehrmeister und Berufsschullehrer mitgegeben haben, bildet die Grundlage für Ihre berufliche Weiterentwicklung. Nun beginnt die Phase, in der sie sich weiterbilden müssen. Aber keine Angst: Weiterbildung tut nicht weh."

Dazu gäbe es mehrere Möglichkeiten, beispielsweise die Fortbildung zum Meister, um leitende Funktionen im Betrieb zu übernehmen oder sich selbstständig zu machen, oder mit der Fortbildung zum Betriebswirt. Wie sich die jungen Gesellen auch immer entscheiden: "Das Handwerk braucht Sie. Qualifizierte Mitarbeiter sind mehr denn je gefragt", rief Schneider. Er riet den Gesellen, die Weiterbildung wie ein Mobiltelefon zu begreifen: als ständigen Begleiter. "So, wie Sie für die Software von Zeit zu Zeit ein Update vornehmen oder neue Apps hinzufügen, so sollten Sie auch Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten immer wieder auffrischen und erweitern."

Der Präsident ermunterte die Junghandwerker, über den Tellerrand hinauszublicken: "Nutzen Sie Ihren Gesellenbrief als Fahrkarte in die Welt, mit ihrem Brief sind Sie überall gefragt." Denn die Sprache des Handwerks werde überall gesprochen.

Lob an das Handwerk

Dann ein Dank an die Handwerksbetriebe für ihr Engagement: "Sie geben jungen Menschen Startchancen und Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten an die nachfolgende Generation weiter", lobte Schneider. Das habe im Handwerk eine lange Tradition, und die solle fortgesetzt werden.

"Sie haben bewiesen, dass Sie zu solider handwerklicher Arbeit fähig sind", würdigte Landrat Peter Bohlmann. Die Lebendigkeit des Handwerks zeige sich durch den Fachkräftemangel - Betriebe suchen gute Mitarbeiter - und die Energiewende.

Bäckergeselle Danny Mahlmann dankte im Namen aller Gesellen den Chefs, Lehrern und Eltern und blickte auf die vergangenen Jahre zurück: "Meine Ausbildung hat Spaß gemacht, und ich bekam zusätzlich Einblicke in die Arbeit des Konditors." Doch die Arbeitszeiten eines Bäckers seien gewöhnungsbedürftig: "Ein Schultag ist für Bäcker wie ein Tag zum Ausschlafen."

Die Obermeister händigten, begleitet vom Applaus der Gäste, die Gesellenbriefe aus, und Vizekreishandwerksmeister Suhr ehrte die Innungsbesten: Maurer Daniel Meyer, Fleischerei-Fachverkäuferin Elina Wegner, die Friseurinnen Mara Böttger, Suzan Cajani, Helena Willm und Sandra Borghardt, Feinwerkmechaniker Maschinenbau Steffen Bohnhorst und Malerin und Lackiererin Kerstin Wiesekerl.

Als Beste der Besten schnitt Sandra Borghardt mit der Gesamtnote "sehr gut" ab: Für die Leistung überreichte ihr Präsident Schneider Ehrenurkunde und Erfolgsprämie der Handwerkskammer Braunschweig -Lüneburg-Stade.

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