Fotoausstellung auf dem Biohof zeigt Auswirkungen von bäuerlicher Landwirtschaft und Agrarpolitik Gesichter und Geschichten von Milchbauern

Thedinghausen. 'Mensch-Macht-Milch', so ist eine Fotoausstellung betitelt, die ab Dienstag, 9. November, in den Räumen des Biohofs Böse-Hartje in Thedinghausen-Eißel zu sehen ist. Zahlreiche Bilder des Hamburger Fotografen Fred Dott zeigen Auswirkungen und Perspektiven von bäuerlicher Landwirtschaft und der Agrarpolitik in Europa. Schirmherrin der Ausstellung ist Starköchin Sarah Wiener.
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Gesichter und Geschichten von Milchbauern
Von Antje Stürmann

Thedinghausen. 'Mensch-Macht-Milch', so ist eine Fotoausstellung betitelt, die ab Dienstag, 9. November, in den Räumen des Biohofs Böse-Hartje in Thedinghausen-Eißel zu sehen ist. Zahlreiche Bilder des Hamburger Fotografen Fred Dott zeigen Auswirkungen und Perspektiven von bäuerlicher Landwirtschaft und der Agrarpolitik in Europa. Schirmherrin der Ausstellung ist Starköchin Sarah Wiener.

Auf 13 Fototafeln dokumentieren Fred Dott und Berit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), wie Bauern in Nordrhein-Westfalen, in Frankreich oder in Burkina Faso arbeiten und wie die EU-Agrarpolitik auf diese Menschen wirkt. Ein Jahr lang hat Fred Dott Menschen auf sieben Höfen in drei europäischen Ländern und im westafrikanischen Burkina Faso porträtiert. Mit seiner Kamera hat er die Gesichter und Geschichten hinter der Milch festgehalten. Die Hintergründe dokumentierte Berit Thomsen.

Auswirkungen der EU-Milchpolitik auf die einheimischen Milchbauern indes zeigen die Ausstellungsmacher ausführlich am Beispiel Kamerun auf. Auf ergänzenden Tafeln gehen sie der Frage nach Märkten und Macht kurz und anschaulich nach. Ein Ausstellungskatalog gibt die Geschichten dieser Menschen und die politischen Hintergründe wieder. Die Ausstellung wurde von der AbL und Germanwatch im Rahmen des gemeinsamen Projektes 'Jetzt handeln! Klima- und entwicklungsfreundliche EU-Agrarpolitik' erstellt und zusammen mit den Partnern 'Brot für die Welt' und Misereor sowie dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und dem European Milk Board herausgegeben. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

'Die Ausstellung ist vor zwei Wochen in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden, Johanna Böse-Hartje vom Biohof hat sie von dort geradewegs nach Thedinghausen-Eißel geholt', erklärt eine Sprecherin des Kulturvereins Samtgemeinde Thedinghausen. Eröffnen werden Johanna Böse-Hartje und der Vorstand des Kulturvereins die Ausstellung am kommenden Dienstag, 9. November, um 19.30 Uhr. Die Vernissage 'Kunst im Q-Stall' fällt in diesem Monat aus. Im Anschluss wird Autor Romuald Schaber aus seinem neuen Buch 'Blutmilch' lesen. Darin beschäftigt er sich mit den regionalen und globalen Auswirkungen der Milch- und Lebensmittelpolitik. Die Fotoausstellung ist danach bis zum Öko-Regio-Markt am Sonnabend, 13. November, in den Räumen des Biohofs Böse-Hartje zu besichtigen. Anschließend soll die Wanderausstellung in ganz Deutschland gezeigt werden.

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