Fußball-Oberliga

Gut gearbeitet, aber dennoch verloren

Der TB Uphusen hat auch nach der Trennung von Trainer Fabrizio Muzzicato nicht in die Erfolgsspur gefunden. Im ersten Spiel unter Interimscoach Sven Apostel gab es eine 1:2-Pleite gegen den MTV Eintracht Celle.
06.10.2019, 20:13
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Von Nico Brunetti
Gut gearbeitet, aber dennoch verloren

Die Uphuser um Besir Rogaqi präsentieren sich in der Begegnung gegen den MTV Eintracht Celle sehr engagiert. Punkte sprangen dabei jedoch nicht heraus.

Björn Hake

Uphusen. Es war keine ganz normale Woche beim TB Uphusen. In dieser trennte sich der Fußball-Oberligist vom bisherigen Cheftrainer Fabrizio Muzzicato – mit dem Ziel, in Zukunft wieder erfolgreicher unterwegs zu sein. Doch am Sonntag ist dieses Vorhaben zunächst einmal gescheitert. Das erste Spiel nach Muzzicato verlor der TBU auf heimischen Platz mit 1:2 (1:2) gegen den MTV Eintracht Celle und rangiert damit weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Die Platzierung erklärt sich bei einem Blick auf die Tabelle schon von alleine. Sechs Tore in neun Spielen, damit stellen die Uphuser die schlechteste Offensive der Liga. Warum das so ist, offenbarte sich auch in der Begegnung gegen Celle. Demnach erspielte sich der TBU zu wenige Torchancen, um den Rückstand zur Halbzeitpause noch drehen zu können. Insgesamt fehlte beim Oberligisten nach vorne hin die Kreativität, zudem hätte in manchen Situationen das Tempo angezogen werden müssen. Schließlich braucht es viel, um solch einen präsenten Gegner wie am Sonntag knacken zu können. „Bewegung“, schrie Innenverteidiger Robert Littmann in der 69. Minute nicht umsonst über den Platz.

Gift für das Spiel der Uphuser war somit das 2:1 für Celle in der 39. Minute. Aus knapp 20 Metern zirkelte Yannik Ehlers den Ball ins Torwarteck – von da an änderte sich die Spielmechanik entscheidend. Einerseits ermöglichte es den Gästen, sich zurückzuziehen. Das kam ihnen gerade nach dem 5:4 im Pokalspiel am Donnerstag beim VfV Borussia Hildesheim sicherlich entgegen. Andererseits zwang es Uphusen dazu, selbst die Initiative zu übernehmen. In Anbetracht der aktuellen Situation sanken die Erfolgsaussichten in dem Moment also drastisch. Dies war auch TBU-Interimstrainer Sven Apostel bewusst, der eben mit diesem Gegentreffer haderte. „So müssen wir hochstehen, so können die uns in den Rücken laufen“, sagte Apostel. Er monierte zudem, dass der Pfiff von Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe in dieser Szene fraglich gewesen sei.

Mit etwas Glück hätte das Apostel-Team jedoch trotzdem noch zum Ausgleich kommen können. Die Versuche von Rilind Neziri (66./90.) sowie der Schuss vom starken Marius Winkelmann (75.) fanden nicht den Weg ins Tor. Wenn es schlecht gelaufen wäre, dann hätte die Partie aber auch schon weit vor dem Ende entschieden sein können. Der MTV kam nämlich zu zahlreichen Kontermöglichkeiten. Jedoch war es einmal Celles Angreifer Jean-Luca van Eupen, der den TBU mit seiner Abschlusschwäche im Spiel hielt. Zudem entschärfte Torwart Christian Ahlers-Ceglarek die eine oder andere Großchance.

Neben dem Ehlers-Tor musste der Uphuser Keeper aber ein weiteres Mal hinter sich greifen. Denn auch Tim-Yannick Struwe (21.) überwand Ahlers-Ceglarek nach Traumpass von Yusuf-Islam Akdas. Grundsätzlich schwärmte Apostel vom Gegner. „Ich sage ganz klar: Das ist der Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Sie spielen taktisch so gut und haben viele Positionswechsel.“ Mit dem Auftritt seines Teams zeigte er sich jedoch auch absolut zufrieden. „Wir haben das lange sehr gut gemacht. Das war ein super Spiel, indem wir auch vier, fünf Chancen hatten. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen war das ein Unterschied wie Tag und Nacht.“ Angetreten mit Fünferkette spielte der TBU tatsächlich sehr engagiert, arbeitete vor allem gut gegen den Ball. Immerhin landete die Kugel auch einmal im Netz der Gäste: Littmann legte eine Freistoßhereingabe von Kapitän Rilind Neziri auf Frithjof Rathjen rüber, der zum 1:1 einköpfte (23.). Zuvor verpasste Aladji Barrie den Führungstreffer, als er im Eins-gegen-Eins-Duell an MTV-Torwart Marco Dubberke (14.) scheiterte. „Das wäre wichtig gewesen, das 1:0 zu schießen. Auf dieser Intensität müssen wir aber aufbauen. Man hat gesehen: Wenn wir einen Tick tiefer stehen, kommen unsere schnellen Spieler zur Geltung“, bilanzierte TBU-Fußballer Viktor Pekrul.

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