2. Bundesliga Volleyball Gute Laune und kleines Fragezeichen

Der Boden in der Halle des VV Humann Essen hat zuletzt Probleme bereitet. Die Gastgeber gehen jedoch davon aus, dass das Spiel gegen den TV Baden ausgetragen werden kann.
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Gute Laune und kleines Fragezeichen
Von Florian Cordes

Baden. Nicht nur die Volleyballer des TV Baden mussten im Heimspiel gegen den USC Braunschweig großen Einsatz zeigen. In Satz Nummer vier waren die Wischerjungs nach gefühlt jedem Ballwechsel gefordert, um einige Stellen des Hallenbodens trocken zu rubbeln. Schließlich sollte kein Spieler ausrutschen. Die Jungs machten ihren Job gut. Ein rutschiger Untergrund ist im Vergleich zu dem, was der VV Humann Essen immer wieder durchmachen muss, aber ein marginales Problem. Denn der Boden in Essens Heimspielstätte Wolfskuhle sackt stellenweise ein. Genau das ist rund eine Woche vor Badens Gastspiel im Ruhrgebiet passiert. Die Essener rechnen aber damit, dass die Partie der 2. Bundesliga Nord planmäßig ausgetragen wird (Anpfiff: Sonnabend, 19.30 Uhr).

„Ich gehe davon aus, dass wir am Samstag spielen. Denn vonseiten der Stadt habe ich noch nicht gehört, dass die Reparaturarbeiten am Boden nicht rechtzeitig fertig werden“, sagt Jochem Bräkling. Andererseits habe der Humann-Teammanager am Donnerstag auch noch keine schriftliche Bestätigung erhalten, dass die Halle wieder bespielbar ist. Ein kleines Fragezeichen bleibt somit noch. „Aber wie schon gesagt, denke ich, dass wir spielen und das Feld fertig wird. Ich habe mir die Halle am Mittwoch noch selbst angeschaut. Da war der Holzunterboden schon wieder installiert.“

Das Problem besteht schon länger

Für die Humänner aus Essen ist diese Situation alles andere als neu. Und sie war auch schon wesentlich angespannter. Das erste Heimspiel gegen den CV Mitteldeutschland, der zuletzt zweimal in Folge den Meistertitel in der 2. Liga Nord gewann, musste sogar abgesagt werden. Auch damals – Mitte September – war der Hallenboden in der Wolfskuhle eingebrochen. Die Handwerker wurden mit den Reparaturarbeiten nicht rechtzeitig fertig. „Wir müssen jetzt schon das zweite Jahr damit leben“, sagt Bräkling. „Letzte Saison war das Problem sogar so groß, dass wir umziehen mussten. Dagegen wehren wir uns diesmal aber.“ Die Probleme mit der Wolfskuhle sind in Essen kein Ausnahmefall: Die Zweitliga-Handballer vom TUSEM Essen mussten für ihre ersten vier Heimspiele nach Mülheim ausweichen. Die eigentliche Heimspielstätte des Traditionsklubs, die Sporthalle am Hallo, war nach einem Wasserschaden gesperrt. Diese Folgeschäden mussten dementsprechend behoben werden.

Beim TV Baden haben sie ebenfalls von der Hallensituation des VVH gehört. „Aber das war für uns kein großes Thema“, sagt TVB-Trainer Fabio Bartolone. Der Aufsteiger will viel lieber die gute Stimmung nach dem ersten Zweitliga-Erfolg der Vereinsgeschichte – Braunschweig wurde mit 3:1 besiegt – mit in die Begegnung gegen den VV Humann Essen nehmen. Die Laune im Training sei zuletzt sehr gut gewesen, meint Bartolone. Getrübt wurde die Stimmung aber durch die Verletzung von Ole Seuberlich. „Er wird wohl drei Wochen pausieren“, sagt Bartolone, der Essen die Favoritenrolle zuschiebt: „Wir wollen aber mit der Motivation aus unserem Sieg ein gutes Spiel machen. Unsere Köpfe sind frei. Vielleicht überraschen wir ja.“

Gespannt auf das Team aus dem Norden

Die Badener treffen in Essen auf einen Gastgeber, der gut aus den Startlöchern gekommen ist. Acht Punkte hat das Team aus seinen bisherigen drei Spielen geholt. „Wir hatten bislang aber noch nicht die Gegner, die am Ende oben erwartet werden“, sagt Jochem Bräkling. Auf den TVB sei er hingegen gespannt. „Für einen Aufsteiger ist der Anfang in der 2. Liga häufig schwierig. Dass sie jetzt aber gegen Braunschweig gewonnen haben, ist für das Team sicher eine schöne Sache.“

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