Handball-Oberliga

SG Achim/Baden: Das Pensum steigt

Die Spielzeit 2020/2021 soll im Oktober beginnen. Daher erhöht die SG Achim/Baden allmählich die Intensität der Saisonvorbereitung.
13.08.2020, 15:44
Lesedauer: 3 Min
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SG Achim/Baden: Das Pensum steigt
Von Florian Cordes
SG Achim/Baden: Das Pensum steigt

Momentan hat Co-Trainer Thorben Schmidt (rechts) das Sagen, wenn sich der Handball-Oberligist auf die neue Saison vorbereitet.

Jonas Kako

Das Auftrumpfen des Balles auf den Hallenboden erzeugt ein Geräusch, das für echte Handball-Cracks wie Musik in den Ohren klingen kann. Lange Zeit hat es diesen besonderen Klang kaum zu hören gegeben. Nach der Corona-Pause sind die Handballer mittlerweile zurück. Es wird fleißig trainiert. So auch in der Badener Lahofhalle. Dort geht es für den Nordsee-Oberligisten so langsam in die Vollen. Das Trainingspensum wird bei der SG allmählich gesteigert. Denn die Achimer wollen am 3. Oktober topfit sein, wenn sie mit einem Auswärtsspiel gegen den Elsflether TB in die neue Saison starten.

Die Intensität wird erhöht, allerdings noch ohne den Chef. SG-Coach Tobias Naumann ist derzeit noch im Urlaub. Deshalb hat bei den Einheiten zurzeit sein Assistent Thorben Schmidt das Zepter in der Hand – oder besser die Pfeife im Mund. Die kommt aktuell immer wieder zum Einsatz, wenn Schmidt die Spieler verschiedene Übungen machen lässt. So auch am Dienstagabend, als die SG-Handballer zum lockeren Aufwärmen trumpfend durch die Lahofhalle liefen. Unterbrochen wurde das Laufen von Schmidts Pfiffen. Ertönten diese, ging es runter in die Bauch- oder Rücklage – der Ball wurde dabei weiterhin getrumpft.

Diese kleinen Übungen zeigen deutlich, worauf sich die SG Achim/Baden nun konzentrieren will. Der Ball soll nun wieder in den Mittelpunkt rücken. „Zuletzt wurde viel individuell trainiert, hin und wieder haben wir uns auch alle getroffen sowie in der Halle trainiert“, schildert Schmidt. Die Laufeinheiten seien nun aber soweit abgeschlossen. „Wenn wir aber merken, dass im konditionellen Bereich noch etwas getan werden muss, werden wir auch wieder Läufe einstreuen“, sagte der Co-Trainer schmunzelnd.

Erstes Testspiel am Monatsende

Vordergründig soll nun aber das Spielerische in den Fokus rücken. „Das ist auch wichtig, weil die Jungs ja fast fünf Monate ohne Ball unterwegs waren“, erinnert Schmidt an die coronabedingte Pause. In dieser und der kommenden Wochen geht es dreimal für den Oberligisten in die Halle. „Danach werden wir uns dann langsam steigern“, meinte Schmidt. Für Ende August steht dann auch das erste Testspiel im Terminkalender.

So sehr sich Thorben Schmidt und Co. drüber freuen, dass Training und Vorbereitung wieder möglich sind – ein wenig skeptisch, ob die Saison Anfang Oktober wirklich starten kann, sei er jedoch. „Vor allem muss man sehen, wie die Spiele dann ausschauen. Die Tribünen werden mit Sicherheit nicht voll sein und nur ein Teil an Zuschauern zugelassen“, sagt der Assistent von Tobias Naumann mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Infektionszahlen. „Das wird ein komisches Gefühl sein, wenn vielleicht nur wenige Leute in der Halle sind.“

Marvin Pfeiffer ist nach einem Jahr zur SG Achim/Baden zurückgekehrt.

Marvin Pfeiffer ist nach einem Jahr zur SG Achim/Baden zurückgekehrt.

Foto: Jonas Kako

Gedanken über die Atmosphäre in der neuen Saison macht sich ebenso ein Spieler, der nach einem Jahr zur SG Achim/Baden zurückgekehrt ist: Marvin Pfeiffer. Nachdem er in der vergangenen Saison in der 3. Liga für Handball Hannover-Burgwedel aktiv gewesen ist, schlüpft er nun wieder in das altbekannte Trikot. „Wir freuen uns alle auf den Oktober. Es wäre einfach schön, wenn es dann losgehen kann. Wenn es nur mit wenigen oder komplett ohne Zuschauer geht, wäre es schade, aber eben auch nicht zu ändern“, meint der Rückraumspieler.

Schlechten Start vermeiden

Obwohl er in der Saison 2019/2020 in Hannover spielte, hat er das Geschehen in Achim intensiv verfolgt. Schließlich hatte er vor seinem Wechsel in die Landeshauptstadt vier Jahre lang im SG-Kader gestanden – dementsprechend ist ihm der Klub ans Herz gewachsen. „Ich hatte in den vergangenen Monaten viel Kontakt zur Mannschaft“, sagt er. „Besonders in der Zeit, in der es überhaupt nicht lief.“ Das war zu Beginn der Vorsaison der Fall. Die ersten acht Spiele gingen verloren. Erst danach fing sich die Naumann-Sieben und kämpfte sich bis zum Saisonabbruch im März ins gesicherte Tabellenmittelfeld vor. „Unser erstes Ziel muss es sein, einen vernünftigen Start hinzulegen“, sagt Pfeiffer. Möglich sei in der neuen Saison aber alles, findet der Rückkehrer: „Da Cloppenburg und Habenhausen aufgestiegen sind, kann wohl fast jeder jeden schlagen.“

Bevor sich die SG Achim/Baden mit den anderen 13 Oberliga-Teams misst, wollen Naumann und Schmidt aber das Pensum steigern. Schließlich soll die Mannschaft auf den Punkt topfit sein, wenn am Tag der Deutschen Einheit der Startschuss der neuen Saison ertönt.

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