Handball-Landesliga

HSG Verden-Aller will raus aus dem Mittelmaß

Im Tabellenmittelfeld kennt sich die HSG Verden-Aller bestens aus. In den drei vergangenen Spielzeiten landete der Klub stets dort. Nun soll es weiter nach oben gehen. Das ist der Plan von Trainer Sascha Kunze.
21.10.2020, 05:00
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Von Jürgen Prütt
HSG Verden-Aller will raus aus dem Mittelmaß

Sascha Kunze geht die neue Saison mutig an. Der Trainer der HSG Verden-Aller peilt eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte an.

Björn Hake

Seit drei Jahren ist die HSG Verden-Aller inzwischen wieder ein Teil der Landesliga. Das Abschneiden der Domstadt-Handballer seit der Rückkehr aus der Landesklasse lässt sich mit einem Wort beschreiben: Kontinuität. Acht, neun, neun – so lesen sich die Platzierungen in Zahlen. Ein ernsthafter Abstiegskandidat war die Mannschaft von Sascha Kunze dabei nie. Geht es nach dem 35-jährigen Trainer aus Oyten, dann soll sein Team auch in der neuen Saison der gefährlichen Zone nicht nahekommen. Kunze hat eine andere Region des Tableaus im Blick: Er hofft, dass der Sprung in die obere Tabellenhälfte gelingt. Er habe keine Lust mehr auf Mittelmaß, gibt sich Kunze beim Saisonziel mutiger. Platz vier oder fünf sollte es am Ende der Saison 2020/2021 schon sein.

Dass der Trainer die neue Spielzeit forsch angeht, hat seine Gründe. Der Kader würde eindeutig mehr hergeben, sagt Sascha Kunze. Was gefehlt habe in den drei Jahren unter seiner Regie, sei die Konstanz. Zu oft sei seine Mannschaft als „Eintagsfliege“ dahergekommen. „Uns stehen in Verden gleich mehrere tolle Hallen inklusive Kraftraum sowie ein Physiotherapeut und Torwart-Trainer zur Verfügung“, schwärmt Sascha Kunze von den Rahmenbedingungen an der Aller. Vier neue Gesichter gibt es im Kader der Spielgemeinschaft aus der Kreisstadt, fünf Spieler haben den Klub verlassen. Insgesamt 16 Akteure umfasst das Aufgebot, mit dem die HSG Verden-Aller am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen die SVGO Bremen in die Saison starten soll.

Torwart wechselt auf Trainerbank

In Jesper Ahrens (TSV OT Bremen/Regionsoberliga) und Thorsten Ornik (TSV Kirchlinteln/Regionsliga) hat Sascha Kunze zwei Akteure aus unteren Ligen geholt. Während der Vorbereitung stieß Rico Rosemeyer vom Ligarivalen TS Woltmershausen zum Team. Der Rückraumspieler hatte sich nach seinem Umzug in den Landkreis Verden nach einem neuen Verein umgesehen. Zugang Nummer vier ist Lutz Evers. Nachdem Bastian Bormann seine Karriere verletzungsbedingt beendet hat, bildet der erfahrene Keeper zusammen mit Tim Gronowski sowie Mirco Thalmann (Stand-by/beruflich in München) das Torhüter-Trio. Bastian Bormann bleibt den Verdenern allerdings erhalten. Er übernimmt den Posten des Co- und Torwart-Trainers. Mit Lars Koröde (TSV Daverden) und Malte Fuhrmann (TSV Intschede) haben den Klub zwei Außenspieler verlassen. Leon Thalmann (Schulterprobleme) legt eine Pause ein. Mit seinem Kader zeigt sich der Übungsleiter der HSG Verden-Aller dennoch zufrieden. Sascha Kunze: „Die neuen Spieler haben sich bestens integriert, in der Breite sind wir besser aufgestellt.“

Vier Testspiele hat Sascha Kunze mit seiner Crew bestritten. TSV Daverden, HSG Bruchhausen-Vilsen, TuS Rotenburg II und SG Achim/Baden II hießen die Gegner. Gegen Achims Zweitvertretung habe man nach gruseligen ersten 30 Minuten zur Halbzeit mit zehn Toren zurückgelegen, blickt Kunze zurück, der zweite Durchgang sei dann umso besser gelaufen. Unter dem Strich hätten die Leistungen gestimmt. In Tim Intemann (Kreuzbandanriss/sechs Wochen Pause) und Oliver Schaffeld (Prellungen nach Verkehrsunfall) haben zwei Akteure einen Teil der Vorbereitung verpasst. Kunze hofft, dass beide Spieler rechtzeitig zum Start gegen den Rangzwölften der vergangenen Saison fit werden.

In der Landesliga Nord bekommt es die HSG Verden-Aller überwiegend mit bekannten Gegnern zu tun. Neu in der Staffel sind Aufsteiger TuS Zeven sowie der SV Beckdorf II. Die Oberliga-Reserve aus dem Landkreis Rotenburg ist nach einer Spielzeit in der Landesliga Lüneburg wieder zurück. Favoriten sind für Sascha Kunze Kreisrivale SG Achim/Baden II und die SG Bremen-Ost. Nach der Verschmelzung mit dem TuS Vahr hat der Klub aus dem Osten der Hansestadt seinen alten Namen wieder. In der vergangenen Spielzeit war das Team von Trainer Thomas Panitz – noch unter dem Namen SG Arbergen-Mahndorf – als Aufsteiger auf Tabellenplatz fünf eingelaufen.

Weitere Informationen

Kader

Zugänge: Jesper Ahrens (TSV OT Bremen), Thorsten Ornik (TSV Kirchlinteln), Rico Rosemeyer (TS Woltmershausen), Lutz Evers (zurück aus Handballpause)

Abgänge: Jan Torge (TV Oyten II), Malte Fuhrmann (TSV Intschede), Lars Koröde (TSV Daverden), Leon Thalmann (Pause), Bastian Bormann (Laufbahnende)

Restkader: Tim Gronowski, Mirco Thalmann - Tim Härthe, Glenn Rades, Jannik Rosilius, Matthias Häfker, Sascha Genee, Tim Intemann, Uli Mattfeldt, Juri Wolkow, Tobias Albert, Oliver Schaffeld, Mario Pegesa

Trainer: Sascha Kunze

Co-/TW-Trainer: Bastian Bormann

Physiotherapeut: Andre Eggers

Betreuer: Eckbert Fechner

Saisonziel: Platz vier oder fünf

Favoriten: SG Bremen-Ost, SG Achim/Baden II PRÜ

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