Handball-Oberliga

SG Achim/Baden kehrt ins Wohnzimmer zurück

Die SG Achim/Baden trägt gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ihr erstes Heimspiel seit sieben Monaten aus. In diesem wollen die Gastgeber vor allem Fehler aus dem Auftaktspiel gegen Elsfleth abstellen.
08.10.2020, 16:26
Lesedauer: 3 Min
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SG Achim/Baden kehrt ins Wohnzimmer zurück
Von Florian Cordes
SG Achim/Baden kehrt ins Wohnzimmer zurück

Rückraumspieler Steffen Fastenau (am Ball) sieht die HSG Schwanewede/Neuenkirchen als "echte Hausnummer" an.

Björn Hake

Handballer überraschen ihre Trainer immer wieder – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Letzteres machten vor wenigen Tagen die Spieler der SG Achim/Baden mit ihrem Coach Tobias Naumann. Der Trainer des Oberligisten hatte damit gerechnet, dass die Abwehr die Baustelle in seinem Team sei. Doch dann war es der Angriff, der im Auftaktspiel beim Elsflether TB nicht rund lief. Daher verlor die SG knapp mit 23:24. Nun kehren die Achimer nach der Corona-Zwangspause in ihr Wohnzimmer – die Gymnasiumhalle – zurück: Zu Gast ist am Sonnabend (Anpfiff um 19 Uhr) die HSG Schwanewede/Neuenkirchen – und somit einer der großen Gewinner des ersten Spieltags.

Naumann hatte nach dem Auftakt-Wochenende festgestellt, dass insgesamt nicht allzu viele Tore gefallen seien. „Daher werden wohl mehrere Teams mit ihrem ersten Spiel nicht zufrieden sein“, mutmaßte der Trainer der SG Achim/Baden. Mit Blick auf die Offensivleistung seiner Mannschaft sei er doch ein wenig verwundert gewesen. Denn nach den finalen Eindrücken aus den Testspielen hatte Naumann eher damit gerechnet, dass in der Defensive noch mehr draufgelegt werden müsse. „Die Deckung war aber gut. Da wurde mit Willen und Einsatz viel wettgemacht“, lobte der Coach. „Auch im Angriff haben sich alle reingehängt. Man muss ja auch sagen, dass nur phasenweise nicht alles geklappt hat. Dann wurde der Nebenmann falsch eingesetzt und nicht ruhig genug gespielt.“

Spiel am Montag besprochen

Denselben Eindruck hatte auch Steffen Fastenau. Der Rückraumspieler, der bei der SG Achim/Baden mittlerweile in seine sechste Saison gegangen ist, hatte während der Partie in Elsfleth festgestellt, dass im Angriff die Ideen gefehlt hätten. „Im Angriff waren wir in der Tat noch nicht so eingespielt, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Fastenau im Gespräch mit unserer Zeitung. „Am Montag haben wir uns noch einmal über das Spiel unterhalten. Wir werden alles dafür tun, die Fehler abzustellen.“ Er ist optimistisch, dass sein Team dieses Vorhaben umsetzt. „Denn wir wissen ja, woran es liegt. Die Konzentration gilt jetzt aber Schwanewede.“

Mit den „Schwänen“ gastiert im SG-Wohnzimmer ein Team, das mehr als zufrieden nach dem Auftaktspiel gewesen sein dürfte. Denn der Klub aus dem Landkreis Osterholz legte einen gelungen Start hin: Die „Schwäne“ empfingen vor einer Woche die HSG Hunte-Aue Löwen. Nach 60 Minuten stand es 40:28 für die Sieben von HSG-Coach Henning Schomann. Einen besseren Auftakt in die neue Oberliga-Spielzeit gelang lediglich dem TV Bissendorf-Holte, der am Sonntag den TuS Rotenburg deutlich besiegte – 42:17.

Der Trainer der Gäste könne die SG Achim/Baden nur schwer einschätzen. Und das aufgrund der Vorsaison, in der Achim eine schwache Hinrunde gespielt hatte, aber dafür eine umso stärkere Rückrunde hinlegte. Das bekam auch die HSG zu spüren, die in ihrer heimischen „Heidehölle“ der SG mit 31:32 unterlag. Nun will Schomann ein anderes Resultat sehen: „Wir wollen einen guten Saisonstart hinlegen, deshalb müssen wir das Heft des Handelns von Beginn an in die Hand nehmen.“

„Immerhin mehr als 100 Fans“

Steffen Fastenau fehlte der SG Achim/Baden, als ihr in Schwanewede die Überraschung gelungen war. Dennoch weiß er nur zu genau, dass ihm und seinen Teamkollegen anstrengende 60 Minuten bevorstehen: „Schwanewede ist schon eine echte Hausnummer.“ Chancenlos sei die Spielgemeinschaft aber keineswegs, findet Fastenau.

Die Vorfreude auf das erste Heimspiel nach sieben Monaten sei definitiv da, „aber sie ist auch getrübt“, findet Fastenau. „Es ist für uns alle eine Umstellung, unter den aktuellen Vorgaben zu spielen. Aber immer haben wir mehr als 100 Zuschauer in der Halle.“

Info

Zur Sache

Verein bittet um rechtzeitiges Erscheinen

Die Offiziellen der SG Achim/Baden haben im Vorfeld der neuen Saison viel Arbeit geleistet. Es wurde ein aufwendiges Hygienekonzept erarbeitet – unter anderem, damit zumindest ein Teil der Tribüne von Zuschauern besetzt werden kann. 133 Handball-Fans dürfen nun in die Gymnasiumhalle.

Vor dem ersten Heimspiel weist SG-Teammanager Cord Katz noch einmal darauf hin, dass die Zuschauer rechtzeitig erscheinen sollen. „Um 18.15 Uhr wird die Tribüne geöffnet“, sagt Katz. Die Fans dürfen somit eine Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff in die Halle. Darüber hinaus bietet der Verein in Abo’s Bistro einen Livestream der Partie an. In dem Café neben dem Hallenbad gebe es allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen. Katz erinnert zudem noch einmal daran, dass es keine Abendkasse gibt. Alle Tickets für die Heimspiele der SG Achim/Baden wurden vor der Saison als Dauerkarten angeboten. Darüber hinaus dürften die Gästeteams jeweils fünf Fans mitbringen, die im Vorfeld aber bei der SG Achim/Baden angemeldet werden müssen.

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