Handball-Oberliga

Es kann wieder losgehen bei der SG Achim/Baden

Die SG Achim/Baden darf in der kommenden Saison 133 Zuschauer in der Achimer Gymnasiumhalle begrüßen. Die Partien sollen außerdem digital übertragen werden.
15.09.2020, 10:31
Lesedauer: 3 Min
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Es kann wieder losgehen bei der SG Achim/Baden
Von Maurice Reding
Es kann wieder losgehen bei der SG Achim/Baden

Die Führungsriege der SG Achim/Baden um Torsten Glandien (links), Dirk Krampe (Zweiter von links), Wolfgang Fleischer (hinten) und Cord Katz freut sich auf die anstehende Spielzeit, die für den Handball-Oberligisten am 3. Oktober beginnt.

Focke Strangmann

Torsten Glandien strahlte über das ganze Gesicht, als er die Achimer Gymnasiumhalle betrat. Mit im Gepäck hatte er eine gute Nachricht: Die SG Achim/Baden darf in der neuen Saison vor Fans spielen. Der Landkreis Verden hat das Hygienekonzept des Handball-Oberligisten ohne Nachbesserungen durchgewunken. „Der erste große Schritt ist getan“, freute sich der erste Vorsitzende der SG am Montagabend.

Das Hygienekonzept sieht vor, dass bei den Heimspielen insgesamt 133 Zuschauer dabei sein dürfen. Diese Plätze werden alle von Dauerkartenbesitzern besetzt. Eine Platzeinheit kann von maximal vier Personen desselben Haushalts genutzt werden. „Nach der Ankündigung hat es gerade mal vier Tage gedauert, bis alle Dauerkarten weg waren“, zeigte sich die Führungsriege um Glandien, Dirk Krampe (2. Vorsitzender), Wolfgang Fleischer (Spielwart) und Teammanager Cord Katz erfreut. Die Fans halten dem Handball-Oberligisten somit auch in schwierigen Zeiten die Treue. Glandien: „Die Leute sind wieder geil auf Handball.“ Von den 133 Zuschauern sind fünf Plätze für Gästemannschaften vorgesehen. Diese müssen eine Woche vor Spielbeginn angemeldet und dürfen auch nur von den angemeldeten Personen genutzt werden.

Was coronabedingt aufgrund der geringeren Zuschauerzahl – bei voller Auslastung bietet die Achimer Gymnasiumhalle 380 Plätze – wegfällt, ist die Tageskasse. „Die fehlt uns dramatisch. Dadurch brechen uns Einnahmen weg“, gibt Glandien zu. Die Dauerkartenbesitzer würden die fehlenden Einnahmen einigermaßen auffangen. „Das ist finanziell extrem wichtig für uns“, sagte Glandien, der fest davon überzeugt ist, dass 80 Prozent ihr Dauerkartenrecht wahrnehmen werden.

Bei den Heimspielen soll die Gymnasiumhalle über zwei Eingänge betreten und verlassen werden. Die beiden Mannschaften müssen den für Zuschauer gesperrten Zugang zu den Kabinen benutzen. Für die Heimmannschaft ist der Turnschuhgang, für die Gastmannschaft der Stiefelgang vorgesehen. Die Zuschauer erreichen ihre Sitzplätze laut des Hygienekonzeptes über den Tribüneneingang. Um die Abstandsregeln einzuhalten, gibt es eine feste Reihenfolge, in der die Halle betreten wird. Zuerst dürfen Mitarbeiter die Halle betreten, gefolgt von der Heim- und der Gastmannschaft. Danach sind die Schiedsrichter an der Reihe. Zum Schluss dürfen die Zuschauer rein. Wichtig: Personen, die sich in Richtung Hallenausgang bewegen, haben immer Vorrang. Jede Mannschaft bekommt zwei Umkleidekabinen. Die Duschräume dürfen nach dem Spiel von maximal fünf Personen gleichzeitig benutzt werden.

Für alle die, die keine Dauerkarte ergatterten, bietet die SG Achim/Baden etwas Besonderes an. Alle Partien werden ab dem ersten Spieltag live und kostenfrei beim Streamingdienst Sportdeutschland.TV übertragen. „Dafür haben wir kräftig investiert. Wir wollen das so gut wie möglich verkaufen. Zwei zusätzliche Kameras kommen dann zum Einsatz“, gab Glandien einen Einblick. Dafür hat die Führungsriege bereits kräftig innerhalb des Vereins geworben und auch schon Freiwillige gefunden, die Lust darauf haben. Als Kommentar soll Max Schirmacher fungieren. Ihm zur Seite steht Erik Schmidt. Das Bestreben der SG ist es, dass die Sendung professionell abläuft. „Wir wollen die Zuschauer bei der Stange halten. Ich glaube, dass man das authentisch machen kann. Das wird eine tolle Sache“, war sich Cord Katz sicher.

Der Teammanager richtete sich noch mal an alle Sponsoren, die der SG seit Beginn der Corona-Pandemie die Treue gehalten haben. „Wir sind dankbar, dass sie uns erhalten geblieben sind. Ohne sie könnten wir das Buch zuklappen“, sagte Katz. Das Buch aufklappen für eine neue Saison kann die SG Achim/Baden am Sonnabend, 10. Oktober, wenn ab 19 Uhr die HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum ersten Heimspiel zu Gast ist. Dann wird zwar nur ein Drittel der Fans vor Ort dabei sein, doch die wichtigste Nachricht ist aus SG-Sicht sowieso eine andere: Es kann endlich wieder losgehen.

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