Hannoveraner Verband

Erste Projekte auf den Weg gebracht

Nach der Strukturreform und personellen Wechseln in 2020 zeigt sich der Hannoveraner Verband mit dem Verlauf des vergangenen Jahres zufrieden.
03.01.2021, 15:39
Lesedauer: 3 Min
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Von Angelika Siepmann
Erste Projekte auf den Weg gebracht

Seit dem vergangenen Jahr steht beim Hannoveraner Verband mit seiner Geschäftsstelle in Verden erstmals auch ein Verdener Präsident an der Spitze. 2020 war mit der Strukturreform insgesamt ein weichenstellendes Jahr für den Verband.

Björn Hake

Verden. Seit Jahresfrist von Fachleuten gründlich vorbereitet, im Februar mit starkem Votum der Delegierten beschlossen, sind für die viel zitierte Strukturreform des Hannoveraner Verbandes Ende August auch in personeller Hinsicht die Weichen gestellt worden. Hatten und haben die neuen Ehrenamtsgremien – Präsidium, Aufsichtsrat und spezialisierte (Zucht-) Ausschüsse – ohnehin schon viel vor sich, so mussten sie ihre Arbeit zudem im Zeichen der sich verschärfenden Corona-Situation aufnehmen. Sie haben seit ihrer Installation schon „erste Projekte auf den Weg gebracht“.

Unter dieser Überschrift wird in der aktuellen Ausgabe des Verbandsorgans „Der Hannoveraner“ eine differenzierte erste Bilanz gezogen, verbunden mit einem Ausblick auf all das, was noch zu bewältigen sein wird. Der Wahlmarathon in der Niedersachsenhalle sollte das eigentliche Startsignal für die Neuaufstellung der größten deutschen Pferdezuchtorganisation sein. „Flott gingen wir an die Ein- und Aufarbeitung des Bisherigen und der Aufträge aus den jüngsten Delegiertenversammlungen heran“, betont in seinem Vorwort im Heft 1/2021 Verbandspräsident Hinni Lührs-Behnke, mit dem erstmals ein Verdener an der Spitze steht. „Gerade in dieser Phase wird die Basis für zukünftigen Entscheidungen gelegt.“

Willkommenes Weihnachtsgeschenk

Eine erfreuliche Entscheidung pro Verden hat noch im abgelaufenen Jahr der Weltreiterverband (FEI) getroffen. Dass die WM der jungen Dressurpferde nun vom 25. bis 29. August in der Reiterstadt stattfinden soll, bedeutete für den Verband beziehungsweise deren pVerd-event GmbH ein willkommenes Weihnachtsgeschenk. War das renommierte internationale Championat wegen der Pandemie doch gleich doppelt flachgefallen – erst für das sommerliche Freiluftturnier, dann auch noch für das ersatzweise geplante Indoor-Event im Winter. Ohnehin habe sie die durch das Coronavirus zunehmend kritische Lage zu „großen Veränderungen im Veranstaltungsplan“ gezwungen, so Lührs-Behnke.

„Hier mussten unsere Mitarbeiter äußerst flexibel, kreativ und mit viel Improvisationstalent ausgestattet reagieren“, lobt der „Vorreiter“, sodass die Auktionen und etwa Stutenprüfungen „trotzdem gut gelaufen“ seien. Dies gilt auch für die kurzfristig geplante Premiere des Hannoveraner Springpferde Masters Ende November, „ein hervorragendes Schaufenster für unsere Springpferdezucht“. Dass gerade der Verkauf der weltweit geschätzten Zuchtprodukte ein wichtiges Thema ist, zeigt allein die Tatsache, dass im Rahmen der Reform auch ein Fachausschuss für Vermarktung gebildet wurde, federführend Präsidiumsmitglied Dieter Meyer (Dörverden-Stedebergen). Nicht nur Corona-bedingt habe sich die Pferdevermarktung weiter digitalisiert, so Meyer.

„Online- und Präsenzformate“ würden in Zukunft ein „zweigleisiges Vermarktungskonzept“ darstellen. Die Anzahl der Auktionen und die Vermarktungsmöglichkeiten nähmen deutlich zu. Man sei sich bewusst, dass Kauf und Verkauf von Fohlen, Reitpferden und Hengsten „nach wie vor ein sehr emotionales Ereignis“ sei und daher auch die Organisation von Präsenzauktionen weiterentwickelt werden müsse. Das Gremium hatte sich gemäß Auftrags der Delegiertenversammlung auch mit der Prüfung der Aufteilung der Geschäftsbereiche des Hannoveraner Verbandes „in einen ideellen (Zucht) und einen kommerziellen (Vermarktung) Bereich“ zu befassen. Nach Beurteilung ergäben sich bei der organisatorischen (Geschäftsstelle) und stationären (Ausbildungs- und Absatzzentrale) Aufstellung jedoch „keine Vorteile durch die Einrichtung einer separaten Vermarktungsgesellschaft“. Meyer: „Die Ausschuss-Empfehlung fällt daher negativ aus.“

Erste Auktion 2021 steht an

Auf ein positives Ergebnis hofft der Verband für die erste Pferdeversteigerung im neuen Jahr. Ab Sonntag, 17. Januar, kann online auf die 37- und 23 Springtalente der erlesenen Kollektion geboten werden, am Sonnabend, 23. Januar, um 14 Uhr beginnt das finale Bid-up. Weitere Informationen unter www.hannoveraner.com.

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