2. Bundesliga Volleyball

Im Keller wird es eng für den TV Baden

Der TV Baden hat sein Heimspiel gegen den FC Schüttorf 09 verloren. Das Team steht nun da, wo es am Saisonende nicht stehen will: auf einem Abstiegsrang.
27.01.2019, 21:39
Lesedauer: 3 Min
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Im Keller wird es eng für den TV Baden
Von Florian Cordes
Im Keller wird es eng für den TV Baden

Badens Libero Nils Mallon wurde nach dem Heimspiel gegen den FC Schüttorf zum wertvollsten Spieler seines Teams ernennt. Dennoch war er enttäuscht.

Björn Hake

Glücklich sah Nils Mallon nicht aus, als er sich seine Medaille für den wertvollsten Spieler (MVP) seines Teams abholen durfte. Denn der Libero des Volleyball-Zweitligisten TV Baden bekam Silber überreicht. Diese Medaille erhält der MVP des Verliererteams. Der TVB unterlag am Sonntagnachmittag in eigener Halle mit 1:3 (25:20, 18:25, 23:25, 20:25) dem FC Schüttorf 09 und steht nun auf einem Abstiegsplatz. Der USC Braunschweig hatte bereits am Sonnabend in Warnemünde gespielt. Zwar verlor das Team aus der Löwenstadt an der Ostsee, nahm aber immerhin einen Punkt mit auf die Heimreise. Der USC unterlag mit 2:3, hat nun wie der TVB zwölf Punkte auf dem Konto und diesen in der Tabelle aufgrund des besseren Satzverhältnisses überholt. Nun kommt es am kommenden Wochenende zum direkten Aufeinandertreffen zwischen Baden und Braunschweig.

Enttäuscht schauten die Spieler des TV Baden nach Spielende verständlicherweise drein. Allerdings wussten sie auch, dass sie gegen den Tabellensechsten, der zuvor vier Partien in Folge gewonnen hatte, eine starke Leistung abgeliefert hatten. Wie in so vielen Spielen zuvor habe aber wieder eine Sache gefehlt, meinte Badens Coach Fabio Bartolone: „Im Endeffekt fehlt bei uns in den wichtigen Situationen die Erfahrung. Schüttorf war konstanter und hat weniger Fehler gemacht. Dabei haben meine Jungs wirklich ein gutes Spiel gemacht. Im Vergleich zu der Partie in der Vorwoche gegen Kiel haben wir viele Dinge besser gemacht.“ Beim Kieler TV unterlag der Aufsteiger deutlich mit 0:3.

Badens Leistungsträger Ole Sagajewski beurteilte das Spiel wie sein Coach: „Das war ein gutes Spiel von uns, besonders in der Abwehr. Am Ende fehlt uns dann das Durchsetzungsvermögen. Aber wir haben uns zur Vorwoche gesteigert.“ Das wurde besonders im Auftaktsatz deutlich. Phasenweise lagen die Gastgeber zurück, verwandelten aber gleich ihren ersten Satzball zum 25:20. Nick Sörensen schloss den Durchgang mit einem Ass ab.

In den drei folgenden Sätzen waren die Gastgeber dagegen häufig einen Tick stärker als das Bartolone-Team. Besonders die Angriffe waren wesentlich gefährlicher als die der Hausherren. Die Badener wehrten sich zwar nach Kräften und wurden von ihren Fans prächtig unterstützt, doch um kurz nach 18 Uhr war die Niederlage perfekt. In allen vier Durchgängen stellte der TV Baden zwar erneut seine Zweitliga-Tauglichkeit unter Beweis, das war Ole Sagajewski aber zu wenig. „Dass wir mithalten können, ist schön. Aber es bringt uns keine Punkte.“

Und weil die Badener in den ersten drei Partien des Jahres 2019 ohne Punkt geblieben sind, kann der Abstiegskampf derzeit kaum spannender sein. Im Keller ist es nun richtig eng: Denn nicht nur Baden und Braunschweig haben im bisherigen Verlauf der Saison zwölf Punkte eingesammelt. Das hat auch der VV Humann Essen getan. Und wie es der Zufall will, treffen Bartolone und Co. in den beiden kommenden Spielen auf die ärgsten Konkurrenten im Abstiegskampf. Zunächst geht es am 2. Februar nach Braunschweig, bevor das Team aus Essen am 10. Februar in die Lahofhalle kommt.

Trotz der Enttäuschung nach dem Schüttorf-Spiel blickte Ole Sagajewski schon wieder optimistisch nach vorne: „Braunschweig und Essen sind machbare Gegner für uns. Wir müssen aber noch mehr aufdrehen.“ In den Hinspielen gewann der TVB sowohl gegen den USC als auch gegen Essen mit 3:1 und holte somit sechs Punkte. Gelingt dies dem TV Baden erneut, wäre ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Sagajewski: „Allerdings muss uns das erst einmal gelingen.“ Und vor allem eine Sache dürfe die Mannschaft in den beiden nächsten Begegnungen nicht haben: Angst. Da waren sich Fabio Bartolone und sein Leistungsträger Ole Sagajewski einig.

TV Baden: Ole Sagajewski, Stefan Baum, Artem Tscherwinski, Alexander Decker, Jannik Haats, Nils Mallon, Nick Sörensen, Ole Seuberlich, Jan-Henrik Radeke, Moritz Wanke, Björn Hagestedt, Simon Bischoff

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