Das Kasch will sein Publikum verjüngen: Und startet mit einer Veranstaltungsreihe Im Zeichen der Glühbirne

Achim. Eine Glühbirne weist den Weg: Sie ist das Zeichen des Klubs der Visionäre in Achim. Was als Workshop startete, mündet nun in einer Veranstaltungsreihe im Kulturhaus Alter Schützenhof.
01.11.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Tina Hayessen

Achim. Eine Glühbirne weist den Weg: Sie ist das Zeichen des Klubs der Visionäre in Achim. Was als Workshop startete, mündet nun in einer Veranstaltungsreihe im Kulturhaus Alter Schützenhof. Auch sie trägt die Glühbirne als Symbol und soll vor allem eins erreichen: mehr junge Leute im Kasch. Kabarett, Jazzkonzerte, Kunstausstellungen: Das Kasch hält für sein Kernpublikum viele Klassiker parat. Einiges davon wird bestens angenommen, wissen die Programmgestalter. Doch auch das: Ihr Hauptpublikum ist in die Jahre gekommen. „Die Leute sind vor allem 50 plus“, weiß Mitarbeiter Dennis Meinken. Natürlich seien die Stammkunden höchst willkommen, versichern er und seine Kolleginnen Franziska Faust und Silke Thomas. „Wir wollen nicht alles umkrempeln, aber wir wollen eben ein Programm für alle. Eines, in dem jeder etwas findet.“ Deswegen also die neue Veranstaltungsreihe. Meinken und Faust, die jüngsten Kasch-Mitarbeiter, haben sieben Veranstaltungen für die Zeit bis zum Ende des Jahres unter dem Zeichen der Glühbirne subsumiert.

Da ist das Theaterprojekt „Extrem – 272,15°“, an dem jeder ab 15 Jahre teilnehmen darf. Am 5. November erarbeiten sich die jungen Leute zwischen 9.30 und 17 Uhr Darstellungen zum Extremen – egal, ob es nun um politische Haltung, Adrenalin fördernde Sportarten oder Rekordjagden geht. Die Teilnahme ist kostenlos. Am 11. November lädt der Klub der Visionäre zum Flixen, also zum mobilen Kickern mit Flutlicht in einem Modus, der sowohl für Neulinge als auch für geübte Spieler spaßig sein soll. Einen Doppelpartner braucht man dafür nicht, er wird für jede Partie neu ausgelost. Startgeld: fünf Euro.

Auch zwei Konzerte gehören zur jungen Reihe. Am 12. November spielt die Bremer Rockband We Are Riot um 20 Uhr im blauen Saal (10, ermäßigt 6 Euro). Der Rapper Mellow Mark ist am 9. Dezember zu Gast (20 Uhr, 16/12 Euro). Der zweite Poetry-Slam ist am 16. November dran, junge Poeten können auf der Bühne ihre Formulierungskunst vorführen – und andere inspirieren. Übrigens auch nicht so junge. Beim ersten Poetry-Slam „hatten wir auch eine Teilnehmerin über 70“, hält Faust fest. Das Angebot der neuen Reihe soll sich zwar vor allem an den Bedürfnissen der jungen Menschen orientieren, aber deshalb solle sich keiner ausgeschlossen fühlen. Auch beim Flixen etwa sei die Gruppe 50 plus willkommen, betont Meinken.

Nicht alles ist übrigens neu in der Veranstaltungsreihe. Das Jugendtheater am Mühlenberg, das am 18. und 20 November zu Gast ist (10 Euro), sei etwa schon „seit vielen Jahren bei uns“, versichert Thomas. Nur passe die Vorstellung „Mercutio“, erarbeitet von Schauspielern, die zwischen 14 und 19 Jahre alt sind, perfekt in die neue Glühbirnen-Rubrik. Gleiches gilt für die bekannte Wiedersehensfete (27. Dezember, 21 Uhr, Eintritt 5 Euro), zu der alljährlich Heimkehrer aus ganz Deutschland zurück nach Achim kommen, wenn sie auf Weihnachtsbesuch zu Hause sind.

Die Reihe, so viel steht für die Macher schon jetzt fest, soll im nächsten Jahr vorgeführt werden. Welche Ideen im Einzelnen gut ankommen und welche letztlich wenig Publikum finden, müsse man natürlich berücksichtigen, gibt Thomas zu bedenken. Wobei eine halb leerer Saal am ersten Abend nicht sofort das Ende einer Idee sein müsse, ergänzt sie. Ein wenig Ausprobieren müsse möglich sein, sagt sie und erinnert daran, dass manchmal ein Anlauf nötig ist. „Jetzt boomt das Kabarett, aber das war nicht immer so. Es gab auch hier Höhen und Tiefen.“

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