Sitzbänke in Achim

Für mehr Aufenthaltsqualität

Die Achimer Stadtverwaltung befürwortet den Vorstoß der Grünen, im Stadtgebiet mehr Sitzbänke aufzustellen. Allerdings möchte sie zunächst nur drei neue Sitzgelegenheiten schaffen.
04.09.2020, 15:31
Lesedauer: 2 Min
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Für mehr Aufenthaltsqualität
Von Kai Purschke
Für mehr Aufenthaltsqualität

Wegen der Corona-Beschränkungen sind laut Grünen-Fraktion mehr Achimer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs, daher brauche es mehr Sitzbänke in der Stadt.

Björn Hake

In der Stadt Achim gibt es derzeit 373 Sitzbänke im öffentlichen Raum – die auf den Friedhöfen mit eingerechnet. Dass es ruhig mehr werden können, gerade in Zeiten des Abstandsgebots wegen der Corona-Krise, hatten die Achimer Grünen beantragt (wir berichteten). Sie glauben, dass es einen Mehrbedarf gibt, auch weil wegen der Beschränkungen im Alltag immer mehr Bürger zu Fuß und mit dem Rad in Achim unterwegs sein werden. Daher fordern die Grünen: Zusätzliche Sitzbank-Standorte in allen Ortsteilen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität, einen Spendenaufruf der Verwaltung für den Kauf neuer Bänke sowie die Finanzierung von weiteren Bänken durch die Mittelweser-Touristik.

Konkret vorgeschlagen hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen als Standort für eine Sitzbank den Corporalsdeich und zwar dort, wo er der Weser am nächsten kommt. Die Stadtverwaltung hat sich nun zu dem Antrag geäußert und bewertet ihn zunächst mal als „grundsätzlich positiv“. Da sie aber davon ausgeht und hofft, dass die Einschränkungen durch die Corona-Krise nicht langfristig zu beachten sein werden, würde sie erstmal nur am vorgeschlagenen Standort am Corporalsdeich sowie in den Bereichen Wittkoppenberg und Achimer Bruch jeweils eine neue Sitzmöglichkeit schaffen. Begründung: „Diese Bereiche werden insbesondere durch den Radwanderverkehr, als auch durch Spaziergänger vermehrt frequentiert.“

Spender können sich melden

Die Finanzierung der drei neuen Sitzbänke sei aus dem für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Haushaltsbudget möglich, weil darin für Neuanschaffungen 5000 Euro verankert sind. „Sollten sich weitere Spender für Ruhebänke finden, können weitere Bänke aufgestellt werden. Der Standort wird in Abstimmung mit dem Spender festgelegt“, heißt es aus dem Rathaus.

Darüber hinaus sieht die Verwaltung, wie sie in der Antwort auf den Antrag der Grünen betont, derzeit keinen Bedarf, den vorhandenen Bestand weiter zu ergänzen. Sie werde aber laufend prüfen, wie sehr die jetzigen Standorte genutzt werden und sei auch bereit, Bänke zurückzubauen. Auf der anderen Seite sei die Stadtverwaltung für Vorschläge aus der Bevölkerung offen, welche Standorte zum Verweilen einladen und doch keine Sitzgelegenheit für eine Verschnaufpause bieten.

Bauhof ist zuständig

Die Aufstellung, Erneuerung und Pflege der bisher rund 370 Sitzbänke im Achimer Stadtgebiet obliegt dem Grundstücks- und Gebäudeservice, also dem städtischen Bauhof. Der Pflege-, Reparatur- und Erneuerungsaufwand der Sitzgelegenheiten betrage rund 7500 Euro jährlich. Um diesen Posten so wirtschaftlich wie möglich zu zu gestalten, verwendet der Bauhof seit mehreren Jahren nur noch Bänke aus recyceltem Kunststoffmaterial, deren Aufstellung im Einzelfall 800 Euro kostet. Lediglich im Innenstadtbereich werden höherwertige Bänke aus Edelstahl aufgestellt sowie spezielle Seniorenbänke aus Drahtgitter im Bereich Schneiderburg.

Die Mittelweser-Touristik GmbH wurde, wie von den Grünen gewünscht, bezüglich des Antrages auf die Finanzierung weiterer Sitzbänke angesprochen, erklärt die Stadtverwaltung. Sie hat übrigens den Fraktionen, die erst im November im Bauausschuss öffentlich über dieses Thema beraten werden, exakt aufgelistet, wo sich die Sitzbänke im Einzelnen befinden.

Demnach stehen von den 373 Sitzbänken genau 72 im Ortsteil Baden, 80 in Uesen, 98 in Achim, 42 in Bierden und 43 in Uphusen. Auf den Friedhöfen Parkfriedhof, Baden, Badenermoor und Bierden befinden sich weitere 38 Sitzbänke. Übrigens gibt es insgesamt in Achim auch zwölf Tische, an denen die Bankdrücker dann mal Kartenspielen oder Speisen zu sich nehmen können. Davon befinden sich allein neun Stück in Uesen sowie die restlichen drei in Uphusen.

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